VfB Stuttgart Sportvorstand Reschke muss gehen - Hitzlsperger übernimmt

Der VfB Stuttgart hat sich mit sofortiger Wirkung von Sportvorstand Michael Reschke getrennt. Aktuell befindet sich der Klub als Tabellen-16. in Abstiegsnot. Sein Nachfolger wird Thomas Hitzlsperger.

Thomas Hitzlsperger
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Thomas Hitzlsperger


Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat Sportvorstand Michael Reschke abberufen. Nachfolger wird der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger. Das teilte der Klub mit. Hitzlsperger war bisher Präsidiumsmitglied beim VfB.

Die Stuttgarter haben nach 21 Spieltagen erst 15 Punkte und stehen als Tabellen-16. nur knapp vor den direkten Abstiegsplätzen. "Leider hat seine Arbeit bislang nicht den gewünschten sportlichen Erfolg gebracht und der Klassenerhalt in der Bundesliga ist nach den jüngsten Ergebnissen in erheblicher Gefahr", teilte der Aufsichtsrat des VfB zur Trennung von Reschke mit: "Der Aufsichtsrat war nicht mehr überzeugt davon, dass in der bestehenden Konstellation die notwendigen Kurskorrekturen vorgenommen werden können."

Unter Sportvorstand Reschke und dem damaligen Trainer Tayfun Korkut war der VfB in der vergangenen Saison als Aufsteiger Siebter der Bundesliga geworden. Stuttgart verpasste den internationalen Wettbewerb nur knapp.

47 Millionen Euro Ausgaben für neue Spieler im Sommer

Reschke war vor knapp 18 Monaten vom FC Bayern zum VfB Stuttgart gekommen und kam mit dem Ruf eines hervorragenden Kaderplaners und Experten für den internationalen Spielermarkt. Mit hohen Erwartungen war der Klub in die aktuelle Saison gestartet. Es kam anders: Nach dem siebten Spieltag trennte sich der Klub bereits von Korkut.

Mit dessen Nachfolger Markus Weinzierl stellte sich allerdings auch kein Erfolg ein: Unter Weinzierl holte der Klub nur zehn Punkte aus 14 Ligaspielen. Zuletzt verlor der VfB 0:3 bei Fortuna Düsseldorf. Weinzierl soll seinen Job zunächst behalten. In Reschkes Zeit fällt auch die Trennung von Aufstiegscoach Hannes Wolf, der als großes Trainertalent gilt und aktuell beim Hamburger SV unter Vertrag steht.

Ein weiteres Argument für die Freistellung von Reschke dürfte dessen Transferpolitik in diesem Jahr gewesen sein. Der VfB gab laut Transfermarkt.de bereits 47 Millionen Euro für neue Spieler in dieser Saison aus - auf der Einnahmeseite durch Spielerverkäufe stehen knapp 17 Millionen Euro.

jan



insgesamt 40 Beiträge
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HanzWachner 12.02.2019
1. Gut so...
...der Wechsel hilft bestimmt, mehr Ruhe in den Schwabenverein zu bringen. Reschke war von Anfang an eine Fehlbesetzung.
spoon123 12.02.2019
2. Totengräber!
18 Monate zu spät entlassen! Mit seiner Berufung von Dietrichs Gnaden begann der Niedergang des Vereins und die in der 2. Liga aufgebaute Euphorie wurde absolut unnötigerweise zerstört. Bitte Herr Dietrich, gehen Sie auch!
Francesca F. 12.02.2019
3. gute Wahl
Hitz bekommt das hin, jede Wette!!!
sapiens-1 12.02.2019
4. Das ist bestimmt der Hauptschuldige...
...denn er hat die Mannschaft zusammengestellt. Ob das aber aktuell helfen wird? Die Qualität der Spieler wird dadurch nicht besser und ob das noch zum Nicht-Abstieg reicht? Ich glaube nicht, daß Ralf Rangnick jetzt die Knie schlottern...
Levator 12.02.2019
5. Wer A sagt muss auch B sagen
Dietrich soll sofort seinen Stuhl räumen. Er und nur er persönlich trägt mit seiner Allmacht hier in diesem Verein, die eigentliche Schuld für die ganze Misere. So ist es halt, wenn man einen Manager aus der Wirtschaft zur Führungsspitze macht und ihm blind vertraut.
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