Drittligist in Finanznot: Osnabrück soll 92.500 Euro Strafe zahlen

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VfL-Trainer Wollitz (l.): Ärger mit dem DFB

Schlechte Nachrichten für den VfL Osnabrück: Der ohnehin schon finanziell klamme Fußball-Drittligist soll eine hohe Geldstrafe zahlen, weil er wegen zu hoher Schulden gegen Lizenzauflagen verstoßen haben soll. Das sieht der Club allerdings anders - und geht bereits gegen die Auflage vor.

Hamburg - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Drittligisten VfL Osnabrück mit einer Geldstrafe in Höhe von 92.500 Euro belegt. Dem Aufstiegsanwärter wird ein Verstoß gegen die Lizenzauflagen für die laufende Saison vorgeworfen: Die Schulden des Vereins sollen sich im Jahr 2012 erhöht haben. Der Verein hat nach eigenen Angaben Beschwerde gegen die Strafe eingelegt.

Laut VfL weist der Zwischenabschluss des Vereins zum 31. Dezember 2012 ein Eigenkapital von 1,897 Millionen Euro aus. Die Osnabrücker hatten im vergangenen Dezember zunächst ihre Profi-Mannschaft in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert, danach hatte der Drittligist ein Darlehen in Höhe von 3,6 Millionen Euro von der Stadt Osnabrück erhalten. Für den VfL wäre die Strafe auf dem angestrebten Weg zur finanziellen Entlastung eine zusätzliche Bürde.

psk/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Logik?
masseur81 25.04.2013
Der Verein hat finanzielle Probleme, also soll er eine Strafe zahlen... Verstehe einer diese Logik. Aber den DFB versteh ich schon lange nicht mehr.
2. Es geht auch um gleiche Wettbewerbsbedingungen ....
cineast_hg 11.05.2013
Zitat von masseur81Der Verein hat finanzielle Probleme, also soll er eine Strafe zahlen... Verstehe einer diese Logik. Aber den DFB versteh ich schon lange nicht mehr.
Die Logik des DFB ist schon nachvollziehbar. Zum einen ist der Schutz der Vereine vor einer selbstverursachten Schuldenfalle völlig verständlich, vielmehr sehe ich aber die Regulierung im Interesse der Wettbewerbsgleichheit völlig in Ordnung. Das sage ich als Anhänger eines ebenfalls finanziell gebeutelten Vereins der ein weiters Jahr in der Pleiteliga hängen bleibt - und dies gerade wegen des - durch DFB Auflagen - engen finanziellen Spielraums.
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