Hamburg - Beinahe einträchtig saßen sie im Presseraum des VfL Wolfsburg nebeneinander, fast so, als sei nie etwas gewesen. Als Felix Magath und Diego am Freitagmittag vor die Presse traten, war die Fußball-Bundesliga um eine kuriose Geschichte reicher: Der exzentrische Brasilianer ist endgültig zurück, ab sofort wird Diego wieder für den Club aus Niedersachsen auflaufen. Allen Vorfällen der Vergangenheit zum Trotz.
"Diego und ich haben uns schon im vergangenen Jahr ausgesprochen. Wir haben jetzt vor der Saison wieder telefoniert. Natürlich stand ein Transfer im Raum. Aber ich habe ihm auch gesagt, dass ich kein Problem damit hätte, wenn er bleibt", sagte Magath. Jener Magath, der Diego im Mai 2011 nach einem Streit weggeschickt hatte.
Am letzten Spieltag der Saison 2010/2011, der VfL steckte mitten im Abstiegskampf, stürmte Diego aus der Mannschaftssitzung, direkt vor dem entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt. Alles vergessen, so Magath. "Ich weiß, dass es ein Fehler war. Aber man sollte aus Fehlern auch lernen dürfen", sagte auch Rückkehrer Diego.
Inzwischen schwärmt Magath sogar wieder von seinem Akteur. "Diego ist ein Mann für Champions-League-Ambitionen". Zuvor hatte er vergeblich versucht, den 27-jährigen Diego, der mit Atlético Madrid die Europa League gewann, zu verkaufen. Doch kein anderer Verein wollte die Ablösesumme von sieben bis zehn Millionen Euro zahlen.
"Diego wird eine wichtige Rolle bei uns einnehmen. Er ist der Mann, der die Offensive bestimmen und in der Mannschaft den Takt angeben soll", so Magath nun. Diego hat beim VfL noch einen Vertrag bis zum Jahr 2014. Angeblich verdient er vier Millionen Euro netto pro Jahr. "Ich bin glücklich, dass ich in Wolfsburg bleiben kann, will der Mannschaft helfen und die beste Saison meines Lebens spielen."
chp/sid
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Fußball | RSS |
| alles zum Thema Fußball-Bundesliga | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH