Umstrittene Vorbereitung in Abu Dhabi Israelischer Profi von Arnheim muss daheimbleiben

Dan Mori ist Fußballprofi bei Vitesse Arnheim. Am Trainingslager des niederländischen Erstligisten in Abu Dhabi darf er aber nicht teilnehmen. Der Grund: Mori ist Israeli und bekam keine Einreisegenehmigung. Sein Club bereitet sich nun ohne Mori im Emirat vor - und steht deshalb in der Kritik.

Arnheim-Profi Mori (Nummer 3): Training mit dem Nachwuchsteam
AFP

Arnheim-Profi Mori (Nummer 3): Training mit dem Nachwuchsteam


Hamburg - Am Dienstag trifft Vitesse Arnheim in Abu Dhabi auf den Bundesligisten VfL Wolfsburg, es wird ein Testspiel im Rahmen der Vorbereitung auf die Rückrunde. Bei den Niederländern wird Dan Mori fehlen. Dem Israeli ist die Einreise in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) untersagt worden. Sein Club trat die Reise dennoch an - und steht deshalb in der Kritik.

"Vitesse ist ein Club ohne Rückgrat, wenn er so etwas akzeptiert und einfach nach Abu Dhabi reist", sagte der christdemokratische Abgeordnete Pieter Omtzigt. Das niederländische Parlament will sich in den kommenden Tagen mit dem Fall beschäftigen.

Der Golfstaat hatte Mori die Einreise verweigert. Die VAE erkennen den Staat Israel nicht an und unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Eine Clubsprecherin erklärte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Radio 1, dass es eigentlich eine Einreisezusage für Mori gegeben habe. Diese sei jedoch kurzfristig zurückgezogen worden.

Nach Angaben des Vereins habe Mori sich selbst dafür ausgesprochen, dass sein Club trotzdem reise. Mori selbst wird beim Vitesse-Nachwuchsteam in den Niederlanden trainieren.

Der Tabellenzweite der niederländischen Liga trifft im Trainingslager auch noch auf den Hamburger SV (10. Januar).

chp/sid

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