Vorzeitige Vertragsverlängerung Köln lockt Podolski mit Millionen

Bis 2008 ist Lukas Podolski an den 1. FC Köln gebunden. Der Club würde es jedoch gerne sehen, wenn der umworbene Topstürmer seinen Vertrag schon jetzt verlängert. Dafür ist der Bundesliga-Aufsteiger zu großen finanziellen Anstrengungen bereit.


Begehrter Podolski (r.): Bald ausgesorgt
REUTERS

Begehrter Podolski (r.): Bald ausgesorgt

Köln - Podolski habe ein Angebot erhalten, wie es noch kein Spieler beim FC bekommen hat, sagte Kölns Manager Andreas Rettig dem "Express". Für den 20-Jährigen werde sich der Club "weit aus dem Fenster lehnen". Der Nationalstürmer, der aus dem Nachwuchsbereich des 1. FC Köln stammt und in 17 Länderspielen bereits zehn Tore erzielt hat, steht beim Bundesliga-Aufsteiger bis 2008 unter Vertrag.

Laut "Express" bietet der 1. FC Köln Podolski einen Vertrag bis 2010 mit einem Jahresgehalt von zwei Millionen Euro an. Zudem soll der Stürmer eine Sonderzahlung für die Unterschrift bekommen und seine kompletten Werberechte behalten.

Vizepräsident Jürgen Glowacz mochte die Angaben nicht bestätigen, verriet aber immerhin: "Damit hätte Lukas ausgesorgt." Laut Glowacz steht die nächste Verhandlungsrunde in der Winterpause an. Grundsätzlich, so Glowacz, möchte der Verein "so schnell wie möglich eine Entscheidung haben". Vor allem Podolski bräuchte Klarheit, damit er endlich wieder befreit aufspielen könne.

Nachrichtensperre in Sachen Podolski

Zuletzt hatte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge betont, dass die Münchner sehr an einer Verpflichtung Podolskis interessiert wären. Nach Rummenigges Angaben enthält der Vertrag eine Klausel, nach der Podolski 2007 für eine festgeschriebene Ablösesumme von einer Million Euro den Verein wechseln darf.

Rettig hatte sich verärgert über Rummenigges Aussagen gezeigt. Der Münchner Funktionär, der am Sonntag 50 Jahre alt wird, kündigte an, sich künftig im Falle Podolski zurückhalten zu wollen. "Wir wollen den Kölnern ihre Arbeit nicht erschweren. Wir halten da ab sofort den Ball flach", sagte Rummenigge der "Bild"-Zeitung.

Dies haben auch die Kölner Verantwortlichen vor. In einer Pressemitteilung ließ der Tabellensiebte heute verlauten, dass bis zur Winterpause "Club, Spieler und Berater keinerlei Stellungnahmen zu diesem Thema abgeben werden". Präsident Wolfgang Overath begründete den Schritt mit dem zu groß gewordenen Trubel um Podolski: "Die aktuellen Diskussionen sind für Lukas und seine Entwicklung alles andere als förderlich."



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