Wahl zum Fußballspruch des Jahres: "Liebe kennt keine Liga"

Treueschwüre, verlorene Eier und imprägnierte Fremdwörter: In der vergangenen Bundesliga-Saison haben sich Sportler, Trainer und Experten den ein oder anderen verbalen Fehltritt erlaubt, bewusst oder unbewusst. Die Deutsche Akademie für Fußballkultur kürt nun den besten Spruch.

Lautern-Fans: "Liebe kennt keine Liga"Zur Großansicht
DPA

Lautern-Fans: "Liebe kennt keine Liga"

Hamburg - Jürgen Klopp und Mehmet Scholl sind gleich doppelt vertreten, auch Bastian Schweinsteiger und Franz Beckenbauer haben Chancen. Im Oktober kürt die Deutsche Akademie für Fußballkultur den Spruch des Jahres. Ob "Liebe kennt keine Liga" (Kaiserslautern-Fans) oder "Immerhin sind wir diesmal nicht Zweiter geworden" (Toni Kroos nach dem Halbfinal-Aus bei der EM) - poetische, lustige und derbe Sprüche stehen zur Auswahl, dazu kommen einige Versprecher (siehe Fotostrecke unten).

Die besten 13 davon hat eine Jury aus insgesamt etwa 300 Vorschlägen ausgewählt. Am 9. Oktober werden die Plätze fünf bis elf veröffentlicht, zehn Tage später bei einer Gala in der Nürnberger Tafelhalle die ersten vier Ränge. Die Jury besteht aus 13 Journalisten, Autoren, Moderatoren und Reportern, darunter Katrin Müller-Hohenstein, Wolff-Christoph Fuss und Manni Breuckmann.

"I think we have a grandios Saison gespielt!"

Seit 2006 küren von der Akademie berufene Fußballexperten und -liebhaber aus Medien, Kultur und Wissenschaft den Fußballspruch des Jahres. Erster Preisträger war Lukas Podolski mit seiner messerscharfen Analyse nach dem 0:2 der deutschen Nationalelf im WM-Halbfinale gegen Italien: "So ist Fußball. Manchmal gewinnt der Bessere." Vergangenes Jahr gewann Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller, der nach der Meisterschaft sagte: "I think we have a grandios Saison gespielt!"


Die Akademie für Fußballkultur wurde 2004 in Nürnberg gegründet und soll ein Forum für die kulturelle und soziale Rolle des Fußballs sein. Träger der Akademie ist die Stadt Nürnberg, ein Beirat aus 23 Institutionen leitet die Geschäfte. Dazu kommen 86 Einzelpersonen als Mitglieder, darunter Wissenschaftler (Guido Knopp), Politiker (Edmund Stoiber, Renate Künast, Otto Schily) und Persönlichkeiten aus dem Fußball (Hans Meyer, Markus Merk).

leh/jar

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insgesamt 13 Beiträge
kunstdirektor 06.09.2012
... ist keineswegs dem FC Kaiserslautern zuzuschreiben. Er wurde drei Jahre vorher für den FC Saarbrücken getextet. Von der Saarbrücker Agentur HDW. Kaiserslautern war unverschämt genug, den Slogan einfach zu klauen.
... ist keineswegs dem FC Kaiserslautern zuzuschreiben. Er wurde drei Jahre vorher für den FC Saarbrücken getextet. Von der Saarbrücker Agentur HDW. Kaiserslautern war unverschämt genug, den Slogan einfach zu klauen.
rolf55 06.09.2012
Wie schon erwähnt wurde dieser Slogan nach dem Absturz des 1. FC Saarbrücken in die Fünftklassigkeit von der Saarbrücker Agentur HDW kreiert. Es gibt dazu seit drei Jahren auch T-Shirts, Schals, Aufkleber etc. Ist an Dreistigkeit [...]
Wie schon erwähnt wurde dieser Slogan nach dem Absturz des 1. FC Saarbrücken in die Fünftklassigkeit von der Saarbrücker Agentur HDW kreiert. Es gibt dazu seit drei Jahren auch T-Shirts, Schals, Aufkleber etc. Ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten, dass der "Saarländer" Kuntz diesen Spruch einfach klaut!!!
cs01 06.09.2012
Mag sein, aber es werden ja von den Fans ständig Liedtexte, Sprüche, Melodien ect. adaptiert. Oft kann man gar nicht mehr sagen, wer der erste war. Und hier kam der Spruch ja von den Fans, nicht vom Verein. Ich finde den [...]
Zitat von kunstdirektor... ist keineswegs dem FC Kaiserslautern zuzuschreiben. Er wurde drei Jahre vorher für den FC Saarbrücken getextet. Von der Saarbrücker Agentur HDW. Kaiserslautern war unverschämt genug, den Slogan einfach zu klauen.
Mag sein, aber es werden ja von den Fans ständig Liedtexte, Sprüche, Melodien ect. adaptiert. Oft kann man gar nicht mehr sagen, wer der erste war. Und hier kam der Spruch ja von den Fans, nicht vom Verein. Ich finde den Stolbakenspruch am besten.
Netzschwinger 06.09.2012
Kaiserslautern war unverschämt genug, den Slogan einfach zu klauen. - Es waren ja Fans, die dieses Transparent mit dem Spruch im Stadion aufgehängt haben. Und wer weiß, ob die nicht einfach von selbst drauf gekommen sind. ;-)
Kaiserslautern war unverschämt genug, den Slogan einfach zu klauen. - Es waren ja Fans, die dieses Transparent mit dem Spruch im Stadion aufgehängt haben. Und wer weiß, ob die nicht einfach von selbst drauf gekommen sind. ;-)
rolf55 06.09.2012
Dass Pfälzer von selbst auf so was kommen, ist wohl der neueste "Pfälzer-Witz" :-)
Dass Pfälzer von selbst auf so was kommen, ist wohl der neueste "Pfälzer-Witz" :-)
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  • Donnerstag, 06.09.2012 – 09:14 Uhr
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