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Neuer Fifa-Sponsor: Und wieder fällt der Name Blatter

Wanda-Konzernboss Wang Jianlin, Manager Philippe Blatter Zur Großansicht
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Wanda-Konzernboss Wang Jianlin, Manager Philippe Blatter

Die Fifa präsentiert ihren ersten neuen großen Sponsor seit dem Wechsel an der Spitze des Verbandes: Es ist der chinesische Konzern Wanda. Einer der Manager: Der Neffe von Ex-Fifa-Boss Blatter.

Der Fußball-Weltverband Fifa hat im Zuge seiner finanziellen Krise einen wichtigen Sponsorenvertrag abgeschlossen. Die chinesische Wanda-Gruppe werde neuer Partner, teilte die Fifa nach der Sitzung des Exekutivkomitees in Zürich mit. Es ist das erste chinesische Unternehmen in der höchsten Werbekategorie der Fifa, die Zusammenarbeit mit dem Konglomerat läuft bis zur WM 2030.

Die Fifa hat das erste Mal seit 13 Jahren wieder einen Verlust verkündet: Im Geschäftsjahr fuhr der Weltverband ein Minus von knapp 110 Millionen Euro ein, der Ausblick auf den Vierjahreszyklus bis 2018 ist aber weiter positiv.

Im vergangenen August kaufte Wanda für 650 Millionen US-Dollar die Marke Ironman und die World Triathlon Corporation. Im Januar stieg der Konzern, dem auch die Kinokette AMC in den USA gehört, für 45 Millionen Euro mit 20 Prozent beim spanischen Fußballclub Atlético Madrid ein. Nur einen Monat später kaufte Wanda für gut eine Milliarde Euro den Sportvermarkter Infront im Schweizer Zug. Einer der Infront-Manager, der jetzt für Wanda als Chef des Sport-Sektors in der Führungsebene arbeitet, ist der Neffe des ehemaligen Fifa Chefs Joseph Blatter, Philippe Blatter.

Statt der üblichen sechs bis acht exklusiven Partner hatte der in der größten Krise seiner Geschichte steckende Weltverband in Adidas, Coca-Cola, Gazprom, Hyundai/Kia und VISA zuletzt nur fünf Premium-Sponsoren unter Vertrag - die meisten, wie Adidas (2030) oder Coca-Cola (2022), allerdings mit langfristigen Verträgen. Diese zahlten 2015 zusammen 180 Millionen US-Dollar.

aha/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Es ist einfach eine ...
joG 18.03.2016
....verpasste Gelegenheit, dass man das Verbandswesen nicht wegräumte. Nun geht das Ganze ein wenig modifiziert weiter. Das muss man zumindest glauben, wenn man zuschaut und sieht, dass FIFA weiterhin von Personen aus der Führung der korrupten Zeit geführt werden soll. Es ist wie bei VW.
2.
Freidenker10 18.03.2016
Der Trend zu autokratischen Ländern ist nicht mehr zu übersehen. Olympia findet nur noch in solchen Ländern statt, die Formel 1 z.T., Fußball WM, jetzt die Sponsoren... Im Westen sind diese Korruptionsfeste Gott sei Dank nicht mehr zu vermitteln!
3.
Bueckstueck 18.03.2016
Zitat von Freidenker10Der Trend zu autokratischen Ländern ist nicht mehr zu übersehen. Olympia findet nur noch in solchen Ländern statt, die Formel 1 z.T., Fußball WM, jetzt die Sponsoren... Im Westen sind diese Korruptionsfeste Gott sei Dank nicht mehr zu vermitteln!
Quatsch. Brasilien ist eine Autokratie? Die F1 findet zu 3/4 in westlichen Ländern statt. Die Fussball WM war zuletzt in Brasilien, Südafrika, Deutschland, Südkorea & Japan, Frankreich, USA, Italien... Soll ich weiter aufzählen? Jetzt kommen mal zu abwechslung zwei gekaufte WMs in Katar und Russland - korruption ist überall dieselbe.
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