BVB-Geschäftsführer Watzke Nie wieder Ausstiegsklauseln

Borussia Dortmund hat seine Lektion gelernt. Nachdem der BVB Mario Götze zu Bayern München ziehen lassen musste, kündigt Geschäftsführer Watzke jetzt Konsequenzen an: Ausstiegsklauseln werde es in Dortmund nicht mehr geben.

Hans-Joachim Watzke: "Wir müssen uns nicht mehr kleinreden"
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Hans-Joachim Watzke: "Wir müssen uns nicht mehr kleinreden"


Hamburg - Mario Götze hatte eine im Vertrag, Nuri Sahin vor seinem Wechsel zu Real Madrid ebenso: Eine Klausel, die einen Transfer zu dem Club ermöglicht, der die festgeschriebene Ablösesumme bezahlt. So blieb dem BVB nichts anderes übrig, als seine Spieler zur Konkurrenz ziehen zu lassen. Damit soll jetzt Schluss sein. "Es wird künftig bei Borussia Dortmund keine Ausstiegsklauseln mehr geben", sagt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Damit zieht der Club die Konsequenzen aus dem Abgang von Mario Götze. Der Wechsel des Nationalspielers zum FC Bayern München war vergangene Woche bekannt geworden. Die Bayern nutzten eine Klausel in seinem Vertrag, um ihn im Sommer für eine festgeschriebene Ablöse von 37 Millionen Euro zu verpflichten.

Dass in Götzes Vertrag eine solche überhaupt enthalten war, verteidigt Watzke. "Hätten wir Mario keine Ausstiegsklausel erlaubt, hätte er seinen Vertrag nicht verlängert und wäre für weniger oder zum Nulltarif gegangen." Vor diesem Problem dürfte die Borussia nach der Kursänderung in Sachen Ausstiegsklausel künftig öfter stehen.

Die aktuellen Erfolge führten dazu, dass sich der Verein "nicht mehr kleinreden" müsse: "Nach zwei Meisterschaften, einem Double und dem Erreichen des Champions-League-Endspiels haben wir als Borussia Dortmund jetzt einen Status, dass wir von jedem Spieler erwarten, sich ohne Wenn und Aber an diesen Club zu binden", sagte Watzke.

Den Abgang von Schlüsselspielern könne Dortmund auffangen. "Mario Götze hat im vorigen Jahr, als wir die beste Rückrunde der Clubgeschichte gespielt haben, überhaupt nicht gespielt. Jakub Blaszczykowski hat ihn genial ersetzt. Im jahr davor ist Shinji (Kagawa) ein halbes Jahr ausgefallen. Beide Male wurden wir Meister."

mon/sid

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mitello 04.05.2013
1. Keine Panik
Keine Panik BVB. Mit dem sicheren Gespür für gute Spieler wird Götze ersetzt. Dieser Junge hat doch eh keinen Charakter. Einen Wechsel in das Ausland wäre verstanden worden, aber nach München das durfte er nicht tun. Weint diesem gierigen nichts nach. Bitte auch dringend recherchieren wo andere Bayern Verantwortliche ihr Geld anlegen. Auf Journalisten macht euch an die Arbeit. Gier ist hässlich nicht wahr Herr H. und Herr G. An Klopps Stelle: Götze macht keine Minute mehr!
rebell_am_ball 04.05.2013
2. Sehr gut!
Diese verdammten Ausstiegsklauseln werden von Managern ausgehandelt, die offenbar nicht über genügend Überzeugungskraft verfügen. Daher auch: Danke, ex-SC Dufner, dass Sie es geschafft haben, aus einem guten Bundesligisten einen potenziellen Abstiegskandidaten für 2014 zu machen.
Delphianer 04.05.2013
3.
Müsste man mal genauer untersuchen wie sich Watzke und der BVB bei den Transfers von Reus und Gündogan - den seinerzeit besten Spielern von M'Gladbach, respektive Nürnberg - verhalten haben.
Stelzi 04.05.2013
4.
Too little, too late, Aki Fatzke!
Stelzi 04.05.2013
5. Blablablubb
Zitat von mitelloKeine Panik BVB. Mit dem sicheren Gespür für gute Spieler wird Götze ersetzt. Dieser Junge hat doch eh keinen Charakter. Einen Wechsel in das Ausland wäre verstanden worden, aber nach München das durfte er nicht tun. Weint diesem gierigen nichts nach. Bitte auch dringend recherchieren wo andere Bayern Verantwortliche ihr Geld anlegen. Auf Journalisten macht euch an die Arbeit. Gier ist hässlich nicht wahr Herr H. und Herr G. An Klopps Stelle: Götze macht keine Minute mehr!
Ganz so plakativ dämlich sind sie beim BVB dann zum Glück doch nicht, wie mancher Bienchen Fan vermuten lässt...
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