Fußball-Anhänger von West Ham United: Lebenslanges Stadionverbot wegen Hitlergruß

Er hat den Hitlergruß gezeigt, jetzt bleibt er draußen: West Ham United hat gegen einen seiner Dauerkarteninhaber wegen antisemitischen Verhaltens ein lebenslanges Stadionverbot ausgesprochen und ihn aus dem Verein verbannt.

Hamburg - West Ham United hat auf die antisemitischen Vorfälle vom Wochenende beim Auswärtspiel gegen Tottenham Hotspur reagiert. Der englische Premier-League-Club verhängte gegen einen seiner Anhänger ein lebenslanges Stadionverbot und schloss ihn aus dem Verein aus.

In der Partie war es laut Medienberichten zu judenfeindlichen Sprechchören der United-Anhänger gekommen. Zudem waren während des Spiels zwei Personen festgenommen worden, die den Hitlergruß gezeigt hatten. Außerhalb des Stadions kam es zu fünf weiteren Festnahmen.

Eine der beiden Personen, die innerhalb des Stadion den Hitlerguß gezeigt hatten, wurde nach Angaben von West Ham als United-Dauerkarteninhaber identifiziert, mit einem lebenslangen Stadionverbot belegt und aus dem Verein ausgeschlossen. Sollte sich herausstellen, dass weitere Club-Mitglieder beteiligt waren, können sie "mit der gleichen Strafe" rechnen. Das teilte West Ham auf seiner offiziellen Internetseite mit.

Uniteds israelischer Nationalspieler Yossi Benayoun sprach unterdessen von einer großen Enttäuschung. "Es war sehr beschämend, solche Gesänge während des Spiels zu hören", schrieb er bei Twitter.

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach dem Europa-League-Spiel Tottenhams bei Lazio Rom, in dessen Umfeld es ebenfalls zu antisemitischen Anfeindungen gekommen war. Unter den Tottenham-Fans befinden sich zahlreiche Fans jüdischen Glaubens.

mib

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1.
gankuhr 27.11.2012
Richtig so. Was mit dem Sport passiert, wenn nicht hart und konsequent gegen Rassismus und Gewalt in Stadien vorgegangen wird, sieht man momentan ganz gut am Beispiel des italienischen und des argentinischen Fußballs.
2.
future-trunks 27.11.2012
Zitat von gankuhrRichtig so. Was mit dem Sport passiert, wenn nicht hart und konsequent gegen Rassismus und Gewalt in Stadien vorgegangen wird, sieht man momentan ganz gut am Beispiel des italienischen und des argentinischen Fußballs.
da italien ja wohl das land ist in welchen seit jahren am härtesten durchgegriffen wird, kann man in italien momanten höchstens beobachten, was passiert, wenn konsequent vorgegangen wird. wenn man schon eine kausalkette basteln will.
3. klick
gankuhr 30.11.2012
Zitat von future-trunksda italien ja wohl das land ist in welchen seit jahren am härtesten durchgegriffen wird, kann man in italien momanten höchstens beobachten, was passiert, wenn konsequent vorgegangen wird. wenn man schon eine kausalkette basteln will.
Naja, es gibt halt solches und solches Vorgehen. Ich sehe jedenfalls, wie ein DiCanio ungestraft den römischen Gruß in die Kurve zeigen durfte. Ich gehe daher mal davon aus, dass erst recht bei Fans dann nicht dagegen vorgegangen wird. Wird sowas von der Öffentlichkeit wahrgenommen, bleiben antirechte relativ schnell fern vom Fußball, rechte fühlen sich angezogen, die Spirale beginnt und endet dort, wo Italien jetzt steht.
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