Weltfußballer Entscheidung fällt zwischen Messi, Ribéry und Ronaldo

Franck Ribéry vom FC Bayern gehört zu den drei Finalisten bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2013. Neben dem Franzosen dürfen sich auch Lionel Messi und Cristiano Ronaldo Hoffnungen machen. Die Wahl zum Welttrainer könnte eine deutsche Angelegenheit werden.

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Hamburg - Deutschland muss auch 22 Jahre nach Lothar Matthäus weiter auf einen Weltfußballer warten, Franck Ribéry kann dagegen weiter auf den Goldenen Ball hoffen. Der Bayern-Profi steht wie der viermalige Sieger Lionel Messi und Cristiano Ronaldo, der die Wahl 2008 gewann, in der vom Weltverband Fifa veröffentlichten Vorauswahl. Einer der drei wird nach der Abstimmung von Kapitänen und Trainern sämtlicher Nationalmannschaften sowie ausgewählten Journalisten am 13. Januar auf der World Player Gala in Zürich zum Weltfußballer gekürt.

Matthäus war die Ehre bei der Wahl-Premiere 1991 zuteil geworden. 1992 kam Thomas Häßler auf Rang drei, Jürgen Klinsmann belegte 1995 ebenfalls den dritten Platz. Der letzte Deutsche unter den Top 3 war Bayern-Torhüter Oliver Kahn, der 2002 wie bei der Weltmeisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft Zweiter wurde. Diesmal waren fünf deutsche Nationalspieler in der engeren Wahl: Kapitän Philipp Lahm, sein Vertreter Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer und Thomas Müller (alle Bayern München) sowie Mesut Özil vom FC Arsenal. Aus der Bundesliga durften zudem Bayern-Star Arjen Robben sowie Robert Lewandowski (Borussia Dortmund) hoffen.

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Fifa-Auszeichnung

Wer wird Weltfußballer 2013?

Nach der Verlängerung der Frist für die Abstimmung bis Mitte Dezember wegen des angeblich schwachen Rücklaufs gilt für viele Experten Real Madrids Star Ronaldo als Favorit. Präsident Uli Hoeneß vom Ribéry-Club FC Bayern nannte die Fristverlängerung ein "Spielchen", für das er kein Verständnis habe. "Es gibt keinen einzigen Spieler auf der Welt, der das mehr verdient hätte als Franck. Und wenn er es nicht wird, ist das eine Riesensauerei", sagte Hoeneß bei Sky. Ribéry sei "ein Synonym für das, was wir im Moment darstellen".

Messi, Offensivspieler des FC Barcelona, hatte die Wahl in den vergangenen vier Jahren für sich entschieden. Nach zahlreichen Enttäuschungen im Kalenderjahr 2013 und einigen Verletzungen ist der Argentinier diesmal Außenseiter. Der Portugiese Ronaldo dagegen warb mit starken Auftritten in Champions League und Primera División zuletzt ebenso für sich wie mit vier Toren in den Playoffs zur WM in Brasilien gegen Schweden (1:0, 3:2). Der Viererpack glückte ihm aber erst, als die Wahl eigentlich schon hätte abgeschlossen sein sollen.

Angerer in der Endauswahl der Frauen

Bei den Frauen kann Nadine Angerer weiter auf die Auszeichnung als Weltfußballerin hoffen. Die 35 Jahre alte Nationaltorhüterin vom australischen Erstligisten Brisbane Roar steht auf der Vorauswahlliste der besten drei Spielerinnen. Angerer wäre erst die zweite deutsche Weltfußballerin nach Birgit Prinz, die den Titel in den Jahren 2003 bis 2005 gewonnen hatte. Neben Angerer stehen Abby Wambach (USA), Gewinnerin von 2012, und die bereits fünfmal ausgezeichnete Brasilianerin Marta in der Endauswahl.

Die Wahl zu den Welttrainern des Jahres könnte derweil zu einer deutschen Angelegenheit werden. Bei den Männern gehören Jupp Heynckes (FC Bayern München) und Jürgen Klopp (Borussia Dortmund) neben Trainer-Legende Sir Alex Ferguson (bis Sommer bei Manchester United) zu den besten Drei. Bei den Frauen dürfen sich Bundestrainerin Silvia Neid und Ralf Kellermann vom Triple-Gewinner VfL Wolfsburg neben der schwedischen Auswahltrainerin Pia Sundhage Hoffnungen auf die Auszeichnung machen.

Außerdem gab die Fifa die nominierten Angreifer für die Weltauswahl 2013 bekannt. In Robert Lewandowski (Borussia Dortmund) und Mario Mandzukic (FC Bayern München) sind zwei Stürmer aus der Bundesliga nominiert. Insgesamt gehören dem Kandidatenkreis 15 Spieler an.

Die nominierten Angreifer im Überblick: Sergio Agüero (Argentinien, Manchester City), Mario Balotelli (Italien, AC Mailand), Edinson Cavani (Uruguay, Paris Saint-Germain), Diego Costa (Spanien, Atlético Madrid), Cristiano Ronaldo (Portugal, Real Madrid), Didier Drogba (Elfenbeinküste, Galatasaray), Radamel Falcao (Kolumbien, AS Monaco), Zlatan Ibrahimovic (Schweden, Paris Saint-Germain), Robert Lewandowski (Polen, Borussia Dortmund), Mario Mandzuki (Kroatien, FC Bayern München), Lionel Messi (Argentinien, FC Barcelona), Neymar (Brasilien, FC Barcelona), Wayne Rooney (England, Manchester United), Luis Suárez (Uruguay, FC Liverpool), Robin van Persie (Niederlande, Manchester United)

ham/mib/sid



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