Dritter Trainerwechsel der Bundesliga-Saison Bremen trennt sich von Nouri

Zehn Spiele, kein Sieg: Der Tabellenvorletzte Werder Bremen hat auf den Fehlstart reagiert und sich von Trainer Alexander Nouri getrennt. Vorerst wird U23-Coach Kohfeldt die Mannschaft betreuen.

Alexander Nouri
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Alexander Nouri


Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat sich von Trainer Alexander Nouri getrennt. Das gab der Verein über seine Homepage bekannt. Mit ihm wird Co-Trainer Markus Feldhoff freigestellt. Werders U23-Trainer Florian Kohfeldt soll die Mannschaft auf das anstehende Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt vorbereiten.

Einen Tag nach dem 0:3 (0:2) im Heimspiel gegen den FC Augsburg teilte der Verein Nouri seine Entscheidung mit. Geschäftsführer Frank Baumann hatte sich schon am Sonntag sehr deutlich zur weiteren Zusammenarbeit des Vereins mit Trainer Alexander Nouri geäußert. In seinem Statement klang bereits an, dass man bei Werder Handlungsbedarf angesichts des Saisonverlaufs und der "desolaten" Partie gegen Augsburg gesehen habe.

Der 38-jährige Nouri war seit Mitte September 2016 Trainer der Bremer. Er hatte bei seinem Amtsantritt Viktor Skripnik beerbt. In der Bundesliga konnte Werder in dieser Saison bislang noch nicht gewinnen und liegt mit fünf Punkten und nur drei geschossenen Toren aus zehn Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Nouri ist bereits der dritte Trainer, der in der laufenden Saison vorzeitig gehen musste. Zuvor hatten sich bereits der VfL Wolfsburg von Andries Jonker und der FC Bayern München von Carlo Ancelotti getrennt. Einen langfristigen Nachfolger für Nouri hat der Verein bislang noch nicht bekannt gegeben.

tip/dpa



insgesamt 28 Beiträge
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cmann 30.10.2017
1. War zu erwarten!
Und aus meiner Sicht eher zu spät! Der Abwärtstrend fing schon am Ende der Vorsaison an. Nouri ist sicherlich "ein netter Kerl", allerdings wohl eher einer fürs "zweite Glied". Bremen wird es aufgrund seines Kaders sowieso schwer haben die Klasse zu halten. Die Problematik beim HSV und Wolfsburg ist zwar eine andere, man kann aber davon ausgehen das alle drei Nordvereine etwas mit Abstieg oder relegation zu tun haben könnten. Dem "Efze" und Herrn Stöger traue ich noch am ehesten die "Wende zum Guten" zu.
Franke aus Hamburg 30.10.2017
2. Symthom bekämpft,
aber nicht die Ursache.
w.a.krauss 30.10.2017
3. Weniger Politik, mehr Sport
Hätte er sich mal weniger um die Politik gekümmert. Gut so, zu späte Entscheidung. Irgendwo in Europa findet er einen Job.
Ottokar 30.10.2017
4. Also mal wieder einen Schuldigen ausgemacht
der Trainer Ist es, weil er keine Tore geschossen hat. Lächerlich. Nicht das mir der Nouri am Herzen liegt, aber wie wäre es denn die Mannschaft die Kopflos auf dem Spielfeld rumsteht zu entlassen bzw. die Gehälter zu kürzen. Wie wäre es denn das ganze Management wegen Fehlentscheidungen zu feuern ?
bs2509 30.10.2017
5. Hoffentlich nicht zu spät
cmann hat recht und ich habe bereits Weihnachten 2016 geschrieben, dass Alexander Nouri eine Übergangslösung sein kann, aber für die neue Saison ein erfahrener Bundesliga -Trainer den Chefposten besetzen sollte. Es hagelte Kritik, aber letztlich ist das eingetreten, vor dem ich früh gewarnt habe. Nun ist Werder Bremen ein Verein, der über die Jahre jeden verdienten oder nicht verdienten Spieler mit einer Position im Verein belohnt hat. Daraus folgt : Keiner sägt den Ast ab, auf dem er sitzt . . . also gab es auch nie konstruktive Kritik von dieser Seite. Frank Baumann und Markus Bode haben diese Talfahrt mitzuverantworten und müßten eigentlich selber die Konsequenz aus dem Drama ziehen. Aber so weit geht man ander Weser nicht. Ich hoffe, dass nicht wieder eine Billiglösung das Ende vom Lied sein wird. Ein richtiger Trainer sollte geholt werden . . . auch wenn erst für den Rest der Saison, den noch ist Zeit den Gang in die 2. Liga zu vermeiden.
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