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Kopf-ab-Geste: Bremen will Sperre für Djilobodji nicht hinnehmen

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DPA

Papy Djilobodji

Werder hat angekündigt, gegen die angekündigte Drei-Spiele-Sperre für Papy Djilobodji vorzugehen - obwohl der DFB die Sperre noch gar nicht verkündet hat. Sportchef Thomas Eichin spricht von einer in Afrika "gebräuchlichen" Kopf-ab-Geste.

Der DFB-Kontrollausschuss hat laut Werder Bremen eine Drei-Spiele-Sperre für Papy Djilobodji beantragt. Der Verteidiger hatte im Spiel gegen Mainz (1:1) mit einer Kopf-ab-Geste für Gegenspieler Pablo de Blasis für Aufregung gesorgt.

Der Bundesligist teilte mit, dem Strafantrag nicht zuzustimmen und um eine Entscheidung vor einem DFB-Einzelrichter zu bitten. Die Sperre würde erst nach Ablauf der Gelbsperre des Senegalesen in Kraft treten - Djilobodji würde damit in den Spielen gegen Dortmund, Augsburg, Wolfsburg sowie im Nordderby gegen den Hamburger SV fehlen.

Sportchef Thomas Eichin nahm den Abwehrspieler, wie zuvor schon Trainer Viktor Skripnik, in Schutz. "Es gibt Gesten, die in unterschiedlichen Kulturen verschiedene Bedeutungen haben. Wir müssen erklären, dass diese Geste in Afrika gebräuchlich ist", sagte Eichin der "Bild"-Zeitung. Djilobodji "in typisch deutscher Manier durchs Dorf zu treiben, geht nicht".

"Wir halten die nachträgliche Sperre von drei Meisterschaftsspielen für ungerechtfertigt. Vor allem, weil die Intensität und der Unrechtsgehalt des vorliegenden Falls unter Beachtung der konkreten Begleitumstände aus unserer Sicht als geringer zu bewerten sind als im Fall 'Deniz Naki'", sagte Eichin.

Im November 2009 hatte Deniz Naki mit einer ähnlichen Geste für Wirbel gesorgt. Der damalige Spieler vom FC St. Pauli hatte gegenüber Fans von Hansa Rostock mit der rechten Hand das Abschneiden des Halses angedeutet. Naki war damals wegen krass sportwidrigen Verhaltens nachträglich für drei Spiele gesperrt worden.

krä/sid

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