Niederlage in Frankfurt Bremens gute Leistung wird nicht belohnt

Auch unter Interimstrainer Florian Kohfeldt geht die Negativserie von Werder weiter. In Frankfurt zeigte Bremen zeitweise ein ansehnliches Spiel, wurde in der Schlussphase aber noch bestraft.

Frankfurts Torschütze Ante Rebic (l.) und Fin Bartels
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Frankfurts Torschütze Ante Rebic (l.) und Fin Bartels


Werder Bremen braucht Punkte im Abstiegskampf. Das hat Interimstrainer Florian Kohfeldt nicht geschafft, trotzdem lieferte das 1:2 (1:1) bei Eintracht Frankfurt Argumente für eine längere Beschäftigung des Nachfolgers von Alexander Nouri. Die Bremer traten kompakter, aber vor allem deutlich offensiver auf, als in den bisherigen zehn Saisonspielen. In der Tabelle bleibt Werder mit fünf Punkten auf dem vorletzten Platz. Die Tore erzielten Ante Rebic (17. Minute) und Sebastien Haller (89.) für Frankfurt sowie Niklas Moisander (24.).

Werder kam gut ins Spiel, hatte durch Max Kruse früh die Gelegenheit zur Führung (2.). Nach einer Viertelstunde konnte sich Frankfurt befreien und Rebic schlenzte gleich die erste Chance mit viel Übersicht ins lange Eck. Beim schnellen Ausgleich half die Eintracht mit, eine Ecke konnte nicht geklärt werden und so stolperte Moisander den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Das gab Werder nach kurzem Schock die Sicherheit zurück und so musste sich Frankfurt in der Schlussphase der ersten Halbzeit bei Torwart Lukas Hradecky bedanken, der die Großchancen von Zlatko Junuzovic (40.), Kruse (42.) und Maximilian Eggestein (43.) glänzend parierte.

Nach der Pause war die Partie wieder offener. Bremen überzeugte zunächst mit guter Spielanlage, aber die besseren Torchancen vergaben Kevin-Prince Boateng (55.) und Jetro Willems (64.). Vor allem Boateng hätte aus kurzer Distanz treffen müssen, konnte einen Querpass von Willems aber nicht kontrollieren. In der Schlussphase spielte dann nur noch Frankfurt auf Sieg und wurde durch Hallers Direktabnahme belohnt. Die Eintracht klettert in der Tabelle vorerst auf Platz fünf, kann aber am Wochenende noch überholt werden.

Eintracht Frankfurt - Werder Bremen 2:1 (1:1)
1:0 Rebic (17.)
1:1 Moisander (24.)
2:1 Haller (89.)
Frankfurt: Hradecky - Salcedo, Abraham, Falette - Hasebe - Wolf, Boateng, Stendera (67. Gacinovic), Willems (79. Tawatha) - Haller, Rebic (76. Jovic).
Bremen: Pavelenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson (90.+1 Belfodil) - M. Eggestein (90.+1 Johansson), Bargfrede (67. Kainz), Delaney - Junuzovic - Bartels, Kruse.
Schiedsrichter: Brand
Gelbe Karten: -
Zuschauer: 51.500

krä



insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
Strafjurist 03.11.2017
1. Ungewohnt
Überraschend ist an diesem Spielverlauf, dass Eintracht Frankfurt nicht, wie viele Jahre üblich, den dankbaren Aubaugegner für Gäste aus dem Tabellenkeller in der Krise gibt. Dumm für Werder, aber eine Ermutigung für Frankfurter. Zumal nun zum dritten Mal in der Saison die Eintracht durch einen späten Treffer gewinnt (statt, wie auch jahrelang üblich, in den letzten Minuten doch noch zu verlieren), auch das macht Hoffnung auf eine zumindest nicht ständig sorgenvolle Saison...
Nonvaio01 03.11.2017
2. aufwaertstrend....?
habe ich was verpasst?
coachalex74 03.11.2017
3. Ich
kann mir spiele des SVW einfach nicht mehr zu Ende ansehen- auch dieses Mal habe ich vor lauter punktverlustangst abgeschaltet- und es kam wie es oft bei den Bremern kommt, in letzter Minute machen sie sich alles kaputt- sie haben weitaus besser gespielt als die letzten Spiele , jedoch zählen Ergebnisse und die werden nicht geliefert. Schon seit 35 Jahren Bremenfan aber dieses Jahr wird das passieren, was besser schon vor 3-4 Jahren hätte passieren sollen- Abstieg und dann wirklich mal den Laden von oben bis unten säubern.
spon-facebook-10000204736 03.11.2017
4. Vergessen wir den Bayern-Dusel
Es heißt jetzt Eintracht-Dusel - heja heja SGE! So gefällt mir das!
Strafjurist 04.11.2017
5. Ungewohnt
Überraschend an diesem Spielverlauf ist einerseits, dass die Eintracht nicht, wie sonst viele Jahre üblich, sich einem Tabellenkellerkind in der Krise als Aufbaugegner andient und abschießen lässt. Andererseits auch, dass die Eintracht - schon zum dritten Mal in dieser Saison - einen späten Siegtreffer schießt, statt, wie ebenfalls viele Jahre üblich, innerhalb der letzten paar Minuten ein Spiel noch zu verlieren. Blöd für Werder, aber einem Frankfurter kann das für die laufende Saison Mut machen...
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