Werder-Spieler De Bruyne: "Ich vermisse die Wärme von Genk"

Acht Spiele, fünf Niederlagen: Kevin De Bruyne ist bei seinem neuen Club Werder Bremen nicht wirklich zufrieden. Nun äußerte der Belgier sich in einem Interview negativ über die Atmosphäre in Bremen, zu "steif" und "ernst" ginge man dort miteinander um.

Bremen-Profi De Bruyne: Nicht gern bei Werder Zur Großansicht
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Bremen-Profi De Bruyne: Nicht gern bei Werder

Hamburg - Gerade einmal zwei Monate ist er in Deutschland, da will Kevin De Bruyne am liebsten schon wieder weg. Der belgische Nationalspieler fühlt sich offenbar gar nicht wohl bei seinem neuen Arbeitgeber Werder Bremen. Dorthin war er Anfang August für eine Saison vom FC Chelsea ausgeliehen worden. Der 21-Jährige ist in Bremen bislang zwar einer der besten auf dem Platz - dennoch verlor er mit Werder fünf von acht Pflichtspielen.

Dass er noch nicht richtig ins Team integriert ist, liegt für ihn vor allem am "steifen" menschlichen Umgang in Bremen: "Ich vermisse die Wärme und Atmosphäre von Genk", sagte er der belgischen Zeitung "Het Nieuwsblad". Die ernsten Gespräche über Taktiken in der Umkleidekabine - das sei nicht sein Ding. Es werde deutlich weniger gelacht, dafür mehr diskutiert. Auch deshalb fühle er sich nicht als Teil der Werder-Familie, das treffe nur auf "Menschen von hier" zu.

Die strenge deutsche Mentalität liege ihm zwar gar nicht, sagte De Bruyne, der sich selbst als eher entspannten Typen sieht. Doch er müsse auch zugeben, dass die fußballerische Qualität in der Bundesliga eine andere sei als in Belgien: "Der größte Unterschied ist der physische. Im belgischen Team geht jeder nach 75 Minuten auf dem Zahnfleisch."

Nach der Saison würde De Bruyne am liebsten wieder in England spielen. "Im Idealfall bei Chelsea", sagt er: "Ich möchte den Durchbruch schaffen." In der vergangenen Spielzeit hatte Chelsea den Mittelfeldspieler an dessen früheren Club KRC Genk ausgeliehen. Sein Vertrag in Chelsea läuft noch bis 2017.

psk

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insgesamt 24 Beiträge
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1. Recht hat er....
nasic 08.10.2012
wer einmal in Bremen im Stadion war kann Ihm nur zustimmen. Da geht es fast immer sehr unterkühlt zu.
2. Heulsuse
Talan068 08.10.2012
Zitat von sysopAcht Spiele, fünf Niederlagen: Kevin De Bruyne ist bei seinem neuen Club Werder Bremen nicht wirklich zufrieden. Nun äußerte der Belgier sich in einem Interview negativ über die Atmosphäre in Bremen, zu "steif" und "ernst" ginge man dort miteinander um Werder-Spieler Kevin De Bruyne fühlt sich in Bremen nicht wohl - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/werder-spieler-kevin-de-bruyne-fuehlt-sich-in-bremen-nicht-wohl-a-860001.html)
Was für eine Heulsuse. Ich möchte die Wärme meines belgischen Dorf-Clubs, aber in Chelsea spielen (und Geld verdienen) und nicht in Bremen, wo man Leistung erwartet und man sich sogar noch mit taktischer Disziplin beschäftigen. Ich will einfach nur hinter dem Ball herrennen (das aber nur 75 Minuten) und dafür einen Haufen Geld bekommen. Junge hör auf zu träumen, fang an professionel zu trainieren und zu denken.
3. Ach je, der Arme
daktaris 08.10.2012
Zitat von sysopAcht Spiele, fünf Niederlagen: Kevin De Bruyne ist bei seinem neuen Club Werder Bremen nicht wirklich zufrieden. Nun äußerte der Belgier sich in einem Interview negativ über die Atmosphäre in Bremen, zu "steif" und "ernst" ginge man dort miteinander um Werder-Spieler Kevin De Bruyne fühlt sich in Bremen nicht wohl - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/werder-spieler-kevin-de-bruyne-fuehlt-sich-in-bremen-nicht-wohl-a-860001.html)
Fussball spielen kann er ja aber ansonsten: Grad der professionellen Jobauffassung ist dann doch eher Kreisklassenniveau. Sorry Kevin, bei uns sagt man zu solche Typen Muttersöhnchen.
4. vielleicht erbarmt sich ja Werders Sponsor,
dus–ber 08.10.2012
in einem Wiesenhof ist es deutlich wärmer !
5. Er macht nur sein Ding...
Montanis 08.10.2012
Leider hat man bei ihm von Anfang an das Gefühl gehabt, dass er nur "sein" Ding macht und wenig an die Mannschaft und den Verein denkt. Das Interview spiegelt dies leider auch wieder...
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