Mitgliederversammlung: Gegenbauer bleibt Hertha-Präsident

Werner Gegenbauer wurde mit großer Mehrheit als Präsident von Hertha BSC Berlin wiedergewählt. Damit dürfte der Verbleib von Manager Michael Preetz sicher sein. Über einen weiteren Einspruch gegen die Wertung des Relegationsrückspiels gegen Düsseldorf soll erst später entschieden werden.

Unternehmer Gegenbauer: "Wir müssen den Wiederaufstieg schaffen"Zur Großansicht
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Unternehmer Gegenbauer: "Wir müssen den Wiederaufstieg schaffen"

Hamburg - Hertha BSC bleibt ein Führungschaos erspart: Bei einer emotionalen Mitgliederversammlung wurde Werner Gegenbauer als Präsident des Hauptstadtclubs mit großer Mehrheit wiedergewählt. Damit dürfte auch die Zukunft des heftig kritisierten Managers Michael Preetz gesichert sein. "Wir müssen natürlich den Wiederaufstieg schaffen und ein etablierter Erstligist werden", sagte Unternehmer Gegenbauer in seiner Wahlrede. 73,2 Prozent der Stimmberechtigten votierten für den seit 2008 amtierenden Clubchef.

Trotz des klaren Votums für Gegenbauer war der Abend für Preetz zuvor zum erwartet schweren Gang geworden. Schon als der Sport-Geschäftsführer vor das Rednerpult trat, schlug ihm der Unmut der Fans entgegen. Selbst während Preetz' Rede bei der Mitgliederversammlung schallten immer wieder Buh-Ruhe und laute Pfiffe durch den riesigen Saal 1 der Berliner Messehalle. "Hertha bietet ein Bild großer Zerrissenheit", so Ex-Präsident Bernd Schiphorst. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats forderte: "So weitermachen wie bisher kommt nicht infrage."

Aber auch ein Neuanfang nach dem zu erwartenden Abstieg wird für die Hertha kein leichter Weg - mit oder ohne Preetz. In der zweiten Liga würde stünden statt wie zuletzt rund 27 Millionen Euro mit rund 13 Millionen nicht einmal mehr die Hälfte für die Gehälter der Profis zur Verfügung, erklärte Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller bereits vor dem brisanten Aufeinandertreffen der Fans mit dem Präsidium um Hertha-Präsident Gegenbauer.

"Herr Preetz und Herr Gegenbauer haben mich schnell von Hertha überzeugt"

Über die zweite wichtige Frage war auch nach Mitternacht noch nicht gesprochen worden: Die Diskussion mit den Mitgliedern über einen weiteren Einspruch gegen die Wertung des chaotischen Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf. Vor dem Sportgericht und dem Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes hatte Hertha keinen Erfolg gehabt. Sollte kein weiterer Einspruch eingelegt werden, stehen die Berliner endgültig als dritter Absteiger aus der Bundesliga fest. Preetz kündigte an, in dieser Woche erst die schriftliche Urteilsbegründung abzuwarten und dann zu entscheiden.

Für den neuen Coach ist der bittere Gang in die Zweitklassigkeit bereits besiegelt. "Nach zwei Relegationsspielen und zwei Gerichtsterminen muss man davon ausgehen, dass es die zweite Liga wird", sagte Jos Luhukay, der bereits am Mittag eine kurzfristig einberufene Pressekonferenz gegeben hatte.

Am Abend durfte der ehemalige Chef- und Aufstiegstrainer des FC Augsburg dann sogar als erster Redner ran. Und der Niederländer nutzte die Gelegenheit als Wahlkampfhelfer für die amtierenden Entscheidungsträger: "Herr Preetz und Herr Gegenbauer haben mich sehr schnell von Hertha überzeugt." Und auch der Manager warb für seinen Unterstützer und damit de facto für sich: "Entscheiden Sie sich für inhaltlich überzeugende Lösungen, nicht für Parolen", sagte Preetz.

Hertha BSC liege ihm wie kaum etwas anderes am Herzen, sagte der frühere Stürmer, der vor allem wegen des Trainerverschleißes in den vergangenen Monaten einhergehend mit der sportlichen Misere schwer in die Kritik geraten war.

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insgesamt 6 Beiträge
stiip 30.05.2012
Richtig müsste es heißen: Das Führungschaos wurde wiedergewählt. Als Hertha-Fan muss man wirklich eine masochistische Ader haben.
Zitat von sysopHertha BSC bleibt ein Führungschaos erspart. Werner Gegenbauer bleibt Präsident bei Hertha BSC Berlin - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,835842,00.html)
Richtig müsste es heißen: Das Führungschaos wurde wiedergewählt. Als Hertha-Fan muss man wirklich eine masochistische Ader haben.
Surgeon_ 30.05.2012
echte Opfer und Dumme wählen ihren eigenen Schlächter (erneut). Typisch Berlin, die Haupstadt der Irren (ist übrigen statistisch erwiesen !)
echte Opfer und Dumme wählen ihren eigenen Schlächter (erneut). Typisch Berlin, die Haupstadt der Irren (ist übrigen statistisch erwiesen !)
lotharlaa 30.05.2012
" .... ein wirklich prima Neuanfang ! "
" .... ein wirklich prima Neuanfang ! "
Warumauchnicht 30.05.2012
Den Mitglieder ist nicht mehr zu helfen und dem Verein - mit dieser Führung auch nicht! Wenn man das Master of Desaster Team wieder wählt und dann auch noch einen Haushalt akzepiert der so von einem seriösen wirtschaften [...]
Den Mitglieder ist nicht mehr zu helfen und dem Verein - mit dieser Führung auch nicht! Wenn man das Master of Desaster Team wieder wählt und dann auch noch einen Haushalt akzepiert der so von einem seriösen wirtschaften entfernt ist wie der von Hertha - Minus 13 Mio für nächstes Jahr - kann man als Hertha Fan nur hoffen, dass es ein schnelle Ende geben wird, damit die Diletanten in den Führungspositionen - da graut es mir beim Schreiben - verschwunden sind. Von mir gibt es kein Geld mehr - keine Mitgliedschaft mehr, kein Trikokauf, keine Eintrittsgelder. Ich komme dann wieder, wenn der Verein - so wie Lok aus Leipzig - wieder von ganz unten anfangen muss. Ein Schande für Berlin - aber die Mitglieder tragen den Kurs ja mit.
joibix 30.05.2012
Mit diesem Gespann an der Spitze der Hertha, wird der Anspruch eines Hauptstadt Clubs niemals erreicht werden........Schade für die Liebhaber guten Fußballs in der Stadt...........
Mit diesem Gespann an der Spitze der Hertha, wird der Anspruch eines Hauptstadt Clubs niemals erreicht werden........Schade für die Liebhaber guten Fußballs in der Stadt...........
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  • Mittwoch, 30.05.2012 – 00:06 Uhr
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Die bisherigen Relegationsspiele zur Bundesliga
Jahr Erstligist Zweitligist Ergebnis
1982 Bayer Leverkusen Kickers Offenbach 1:0/2:1
1983 FC Schalke 04 Bayer Uerdingen 1:3/1:1
1984 Eintracht Frankfurt MSV Duisburg 5:0/1:1
1985 Arminia Bielefeld 1. FC Saarbrücken 0:2/1:1
1986 Borussia Dortmund Fortuna Köln 0:2/3:1/8:0
1987 FC Homburg FC St. Pauli 3:1/1:2
1988 SV Waldhof Mannheim Darmstadt 98 2:3/2:1/5:4 i.E. (0:0)
1989 Eintracht Frankfurt 1. FC Saarbrücken 2:0/1:2
1990 VfL Bochum 1. FC Saarbrücken 1:0/1:1
1991 FC St. Pauli Stuttgarter Kickers 1:1/1:1/1:3
2009 Energie Cottbus 1. FC Nürnberg 0:3/0:2
2010 1. FC Nürnberg FC Augsburg 1:0/2:0
2011 Bor. Mönchengladbach VfL Bochum 1:0/1:1
2012 Hertha BSC Fortuna Düsseldorf 1:2/2:2





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