1. FC Köln: Spinner tritt Overath-Nachfolge als Präsident an

Der 1. FC Köln hat einen neuen Vorstand: Werner Spinner tritt nach fünf Monaten Vakanz als Präsident die Nachfolge von Wolfgang Overath an. Ihm zur Seite steht unter anderem der ehemalige FC-Keeper und Nationaltorwart Harald Schumacher.

Vorstand Spinner, Ritterbach und Schumacher: 91,4 Prozent votierten für das TrioZur Großansicht
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Vorstand Spinner, Ritterbach und Schumacher: 91,4 Prozent votierten für das Trio

Hamburg - Der frühere Bayer-Topmanager Werner Spinner ist neuer Präsident des 1. FC Köln. Einer der beiden Stellvertreter ist der ehemalige Nationaltorhüter Harald "Toni" Schumacher. Der 63-jährige Spinner, Schumacher und der Kölner Karnevalsfunktionär Markus Ritterbach als weiterer Vizepräsident wurden am Montag bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung in Köln mit 91,4 Prozent bei 3233 Ja- und 304 Nein-Stimmen gewählt. Es gab 35 Enthaltungen. Das bisherige Präsidium mit Wolfgang Overath an der Spitze war am 13. November zurückgetreten.

"Ich bin kein Heilsbringer und kann keine Wunder bewirken", sagte Spinner, der die Unabhängigkeit des Trios betonte: "Wir sind keine Marionetten." Sein Interesse und das seiner Vizepräsidenten sei "allein das Wohl des 1. FC Köln". Spinner: "Man muss es spüren und leben, dass in diesem Club alle zusammenstehen." Schumacher sei sein Musterbeispiel dafür, was dem FC fehlt: "Toni lebt den Hunger nach Erfolg vor."

"Vier Abstiege, ein ständiger Existenzkampf und 30 Millionen Miese"

Versammlungsleiter Werner Wolf, der den Club mit seinen fast 58.000 Mitgliedern seit dem Rücktritt Overaths kommissarisch führte, machte es schon zu Beginn klar: "Der Verein gehört Ihnen. Sie haben das Wort", rief er in den Saal. Im Plenum wurde es schnell deutlich: Schon bei der ersten Erwähnung des Namens Schumachers ließen die Mitglieder mit Applaus erkennen, dass die Oppositionsgruppe um den ehemaligen Vereinsmanager Karl-Heinz Thielen keine Chance haben würde. Thielen monierte in seinem Bewerbungsstatement das, was beim FC seiner Ansicht nach jahrelang falsch lief: "Vier Abstiege, ein ständiger Existenzkampf und 30 Millionen Miese."

Interimstrainer Frank Schaefer schwor alle auf die Zukunft ein, als er voller Überzeugung sagte: "Ich glaube an den Klassenerhalt." Im Kampf gegen den fünften Abstieg versprach Schaefer, "bis zur letzten Minute alles zu geben".

luk/dpa

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