Streit um Spielerwechsel West Ham fordert Entschuldigung von Payet

West Hams Superstar Dimitri Payet versucht mit allen Mitteln, seinen Wechsel zurück nach Marseille zu erzwingen. Sein Verhalten verärgert Fans und Klub-Bosse.

Dimitri Payet
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Dimitri Payet


Dimitri Payet wurde bei der EM im Sommer zum großen Star, auch bei seinem Verein West Ham United ist der Franzose der überragende Spieler im Team. Aber der 29-Jährige will weg aus der Premier League, zurück nach Frankreich, zu seinem Ex-Klub Olympique Marseille. Seine Familie soll bereits in die alte Heimat zurückgekehrt sein.

Zwei Angebote haben die Franzosen bisher für den Mittelfeldspieler abgegeben, zuletzt angeblich eines über 20 Millionen Pfund (rund 23 Millionen Euro). West Ham will jedoch mehr als 30 Millionen Euro für den Spieler haben, dessen Vertrag noch bis 2021 läuft. Am liebsten aber würde der Klub Payet gar nicht ziehen lassen. Seit Wochen zieht sich der Streit inzwischen hin.

Am vergangenen Wochenende hatte er sich gewehrt, gegen Crystal Palace aufzulaufen. Die Hammers-Fans hatten ihren einstigen Liebling daraufhin in Abwesenheit mit Schmähgesängen bedacht - und auch bei seinen Teamkollegen scheint Payet nicht mehr sonderlich beliebt zu sein. Mannschaftskapitän Mark Noble sagte, er sei "wütend und enttäuscht" über die Situation und habe mit Payet seit "zwei oder drei Wochen" nicht mehr gesprochen.

West Hams Trainer Slaven Bilic hatte bereits Anfang der Woche gesagt, der Verein wolle "seine besten Spieler nicht verkaufen, aber Payet will nicht mehr für uns spielen. Ich fühle mich im Stich gelassen, bin wütend", sagte der Kroate. Klub-Boss David Sullivan forderte, dass Payet sich bei den Fans entschuldigen möge. Zudem darf er nicht mit seinen Kollegen trainieren, solange er "seine Einstellung nicht ändere", sagte Bilic.

Anmerkung der Redaktion: "Football France", der Satire-Ableger der französischen Fußball-Seite "France Football", hatte Payet ein Zitat angedichtet, in dem er West Ham androhte, sich selbst einen Kreuzbandriss zuziehen zu wollen, sollte der Klub ihn nicht verkaufen. Mehrere Medien, darunter auch SPIEGEL ONLINE, haben das Zitat aufgegriffen und verbreitet. Wir haben diesen Fehler korrigiert und bitten um Entschuldigung.

luk



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