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19. Februar 2013, 08:59 Uhr

Chinesischer Wettskandal

Lebenslange Sperren für Spieler und Schiedsrichter

Drei Jahre haben die Untersuchungen im chinesischen Fußball-Manipulationsskandal gedauert. Jetzt stehen die Konsequenzen fest: 33 Spieler, Schiedsrichter und Funktionäre wurden mit lebenslangen Sperren belegt. Zudem verlor Shanghai Shenhua seinen Meistertitel von 2003.

Hamburg - Im chinesischen Fußball-Wettskandal hat der nationale Verband lebenslange Sperren für 33 Spieler, Schiedsrichter und Spitzenfunktionäre ausgesprochen und dem Club Shanghai Shenhua nachträglich den Titel von 2003 aberkannt. Zudem muss der Verein, bei dem bis vor kurzem noch der ivorische Star Didier Drogba unter Vertrag stand, wegen Manipulation der Partie gegen Shanxi Guoli im Jahr 2003 mit sechs Minuspunkten in die kommende Saison gehen und eine Geldstrafe von 160.000 Dollar zahlen.

Nach weiteren Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurden insgesamt elf Vereine mit Punktabzügen wegen Erpressung und Spielabsprachen belegt. Die Liga reagierte mit diesen drastischen Strafen auf die Ergebnisse einer dreijährigen Untersuchung des Wettskandals, der Chinas Topliga in den vergangenen Jahren erschüttert hatte.

Unter den lebenslang Gesperrten befinden sich die vier ehemaligen Nationalspieler Shen Si, Qi Hong, Jiang Jin and Li Ming und der WM-Schiedsrichter von 2002, Li Jun, die alle im Vorjahr bereits zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden waren. Auch die früheren Verbandschefs Nan Yong und Xie Xalong wurden für immer aus dem Fußball-Geschäft ausgeschlossen.

psk/dpa

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