Wett- und Manipulationsskandal Italienischer Verband verhängt erste Strafen

Im italienischen Wett- und Manipulationsskandal hat die Disziplinarkommission des italienischen Fußballverbandes FIGC am Montag erste Strafen ausgesprochen. Neben Berufsverboten für Spieler wurden zahlreiche Clubs, unter anderem Erstliga-Aufsteiger Pescara, mit Punktabzügen belegt.

Italienischer Wettskandal: Erste Strafen ausgesprochen
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Italienischer Wettskandal: Erste Strafen ausgesprochen


Hamburg - Während sich die italienische Nationalmannschaft auf ihr letztes Gruppenspiel bei der EM gegen Irland am Montagabend (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) vorbereitet, hat Italiens Fußballverband (FIGC) in Rom die ersten Strafen im Wett- und Manipulationsskandal verhängt. Die Disziplinarkommission verurteilte zahlreiche Clubs und 33 Spieler.

Nationalspieler waren von den ersten Urteilen nicht betroffen. Deren Ermittlungsverfahren laufen noch. Wegen seiner Verwicklung in den Wettskandal war Domenico Criscito kurz vor der EM von Trainer Cesare Prandelli aus dem Kader gestrichen worden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Cremona hatten Polizisten am Pfingtsmontag das Zimmer des Verteidigers im Trainingslager der Azzurri sowie dessen Haus in Genua durchsucht.

Erstliga-Aufsteiger Pescara muss in die kommenden Saison mit zwei Punkten Abzug starten. "Damit sind wir nicht einverstanden", erklärte Pescaras Club-Präsident Daniele Sebastiani und kündigte Berufung an. Die in die Serie A zurückgekehrte Sampdoria aus Genua muss ebenso wie der AC Siena eine Geldbuße von 50.000 Euro zahlen.

Der in die Serie B abgestiegene Club aus Novara startet mit vier Minuspunkten. Drittligist AlbinoLeffe mit einem Handicap von 15 Punkten und einer Geldstrafe von 90.000 Euro. Piacenza wurde mit elf Minuspunkten und 70.000 Euro Strafe belegt. Verurteilt wurden auch die Clubs Reggina (-4 Punkte), Piacenza (-11), Monza (-5), Ancona (-8), Padova (-2) sowie Empoli, Ravenna und Avesa (je -1).

Unter den Fußballern wurden Mario Cassano, Luigi Sartor, Alessandro Zamperini und Nicola Santoni laut offiziellen Angaben des italienischen Verbandes zu einem fünfjährigen Berufsverbot im Profi-Fußball verurteilt.

mib/dpa

insgesamt 2 Beiträge
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Fackel 18.06.2012
1. Das ist doch.......
ein kleiner Klaps auf das Händchen verbunden mit einem, "Du Du Du" Warum wurde die Anklage nicht gleich fallen gelassen?
fth1337 18.06.2012
2. @Fackel
Wie recht Sie haben! Aber abwarten ob es überhaupt weiter geht... Ich denke die Vereine werden Einspruch erheben und damit durchkommen. Am Ende wird niemand bestraft!
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