Hamburg - Beim Confederations Cup (15. bis 30. Juni 2013) und bei der Weltmeisterschaft 2014 (12. Juni bis 13. Juli) in Brasilien soll es für alle Spieler einen Athleten-Blutpass geben. Erstmals sollen bei allen Spielern der beiden Turniere Trainings- und Wettkampfkontrollen durchgeführt werden. Das gab der Fußball-Weltverband Fifa am Freitag nach einem Gespräch mit der Führung der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) in Zürich bekannt.
"Die Fifa ist derzeit mit der Entwicklung von Plänen zur Einführung dieses neuen Instruments beschäftigt, das ein über Urinproben erstelltes Steroidprofil sowie ein Blutprofil umfasst", hieß es in einer Mitteilung. An dem Gespräch nahmen unter anderen Fifa-Präsident Joseph Blatter und der Wada-Vorsitzende John Fahey teil.
Das Prinzip der Blutpässe ist einfach: Die Test-Daten von Sportlern werden über Jahre hinweg gespeichert und immer wieder verglichen. Tauchen signifikante Abweichungen auf, können Sünder theoretisch anhand des indirekten Dopingnachweises ohne positive Dopingprobe überführt werden
Die Wada hatte zuvor vom Fußball mehr und intelligentere Doping-Kontrollen sowie mehr Bluttests gefordert. "Egal, welcher Sport. Egal, wo in der Welt. Überall kann mehr getan werden. Auch im Tennis, auch im Fußball", hatte Fahey gesagt. Auf diese Forderung wurde in der Fifa-Erklärung nicht eingegangen.
Fahey sagte nun: "Es gibt immer noch mehr, was man im Kampf gegen Doping machen kann. Aber wir wissen, dass es der Fifa auf diesem Gebiet schon immer ernst war." Blatter bekräftigte, "weiter gegen diese ernsthafte Bedrohung zu kämpfen". Im WM-Jahr 2014, so die Fifa, werde man 2,5 Millionen Dollar (1,87 Millionen Euro) im Kampf gegen Doping investieren.
chp/dpa/sid
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