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WM-Check Spanien: Mission Unsterblichkeit

WM-Team Spanien: Liga der Champions Fotos
DPA

Jahrelang hat Spanien die Konkurrenz mit seinem Tiki-Taka schwindelig gespielt. Doch zuletzt schien der Titelverteidiger an Dominanz verloren zu haben. Dass der spanische Fußball lebt, zeigte das Champions-League-Finale aber eindrucksvoll.

SPIEGEL ONLINE Fußball
Dies ist die 18. Folge des WM-Checks von SPIEGEL ONLINE. Bis zum Turnier stellen wir alle 32 Mannschaften, die in Brasilien antreten, vor.

Das Team
Die "Furia Roja" hat längst Historisches geschafft: Keiner Nation war es zuvor gelungen, bei großen Fußballturnieren drei Titel in Folge zu gewinnen. Doch ob es für den zweimaligen Europa- und Weltmeister von 2010 in Brasilien zu einem weiteren Triumph reicht, ist die große Frage; zuletzt hatte Spanien einiges von seiner spielerischen Dominanz verloren, das einst so innovative Tiki-Taka schreckt kaum noch einen Konkurrenten. Es kommt erschwerend hinzu, dass einige der Protagonisten des Dreifach-Triumphs ihren Zenit überschritten oder ihre Karriere beendet haben. Der Nachwuchs kann sich allerdings sehen lassen: Immerhin sechs Profis standen mit Real Madrid oder Atlético im Champions-League-Finale, die spanische U21 ist Europameister.

Die Stars
Neben Barcelonas altgedientem Kurzpass-Duo Xavi und Andrés Iniesta ist Torhüter-Ikone Iker Casillas noch immer eine der herausragenden Figuren. Bei Real Madrid darf er zwar nur in der Champions League und im Pokal spielen, doch für del Bosque ist der langjährige Kapitän weiterhin die Nummer eins. Nach dem Ausfall von Thiago Alcántara ist der einzige Bundesliga-Profi in der spanischen Elf Javier Martínez vom FC Bayern - immerhin Deutscher Meister und Pokalsieger.

Der Trainer
Viel muss man über Vicente del Bosque nicht sagen. Der 63-jährige Spanier gewann mit Real Madrid als Spieler und Trainer insgesamt sieben Meisterschaften und zwei Champions-League-Titel. 2010 führte er die Nationalmannschaft zum WM- und zwei Jahre später zum EM-Sieg. Nicht alle hatten ihm das zugetraut, als er 2008 Nachfolger von Luis Aragonés wurde - mittlerweile ist er von König Juan Carlos zum Marqués de Del Bosque geadelt geworden.

WM-Gegner
Mit Chile, den Niederlanden und Australien hat Spanien eine schwere Gruppe erwischt. Machbar ist sie für den Weltmeister aber allemal. Sollte im Auftaktspiel gegen Oranje am 13. Juni alles glatt laufen, ist der Sieg in Gruppe B wahrscheinlich.

WM-Historie
13-mal war Spanien schon bei einer Fußballweltmeisterschaft dabei, der größte Triumph gelang dem Team dabei 2010 in Südafrika mit dem Titelgewinn. Würden die Spanier den WM-Pokal in Brasilien verteidigen, wären sie nach Italien (1934, 1938) und Brasilien (1958, 1962) erst die dritte Nation, der das gelingt.

WM-Duelle mit Deutschland
Viermal traf Spanien bislang bei einer WM auf Deutschland, das erste Mal 1966 in England. Damals gewann die DFB-Elf 2:1, genau wie beim Turnier 1982 in Spanien. Ein 1:1-Unentschieden gab es 1994 in der Gruppenphase der WM in den USA. Das jüngste Duell dürften die meisten Fans noch im Kopf haben: In Südafrika warf der spätere Weltmeister das Team von Bundestrainer Joachim Löw mit einem 1:0-Sieg im Halbfinale aus dem Wettbewerb. Torschütze damals: Carles Puyol per Kopf. Nach seinem Karriereende ist der in Brasilien nicht mehr dabei.

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insgesamt 18 Beiträge
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1. Jahrzehntelang galt: Nati ist Barça GEGEN Real...
bilch_76 29.05.2014
Zitat von sysopDPAJahrelang hat Spanien die Konkurrenz mit seinem Tiki-Taka schwindelig gespielt. Doch zuletzt schien der Titelverteidiger an Dominanz verloren zu haben. Dass der spanische Fußball lebt, zeigte das Champions-League-Finale aber eindrucksvoll. http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-2014-team-von-spanien-im-schnell-check-a-971109.html
Aber erst 2010 kam die erste richtige Ernte (bei einer WM). Denn eines hat früher immer wieder verwundert: Die Espanas hatten immer schon exzellente Einzelspieler am Starte, bekamen aber bei Großturnieren nach 1964 nie auch nur ein halbes Bein an den Boden. Gemessen an deren unglaublicher Spielerqualität waren die Ergebnisse jahrzehntelang verwunderlich desaströs. Einer der Hauptgründe dafür war, dass Restspanien (Real etc) mit Katalonien (Barça) nicht zusammenspielte. Höhepunkt war die WM 1982 im eigenen Land, da spielten 2 Mannschaften mehr gegen-, als miteinander. Realspieler haben Barçaspielern nicht den Ball gegeben - und umgekehrt. Offensive Barçaspieler haben dabei nur dann in den Strafraum geflankt, wenn ein Spieler von Barça das pot. Tor hätte machen können. Vollkommen absurd. Diesen Schwachsinn konnte anscheinend erst Luis Aragonés bei den Iberern abstellen, bei der WM 2006 waren die plötzlich erstaunlich gut, dann kamen 2008 - 10 - 12: Europa-, Welt-, Europameister; dabei nach 2008 mit del Bosque als Trainer. So dominant war in Europa noch keine Mannschaft...
2. wann kommt
lurchiderlurch 29.05.2014
endlich kroatien dran?
3. .
hfftl 29.05.2014
Zitat von sysopDPAJahrelang hat Spanien die Konkurrenz mit seinem Tiki-Taka schwindelig gespielt. Doch zuletzt schien der Titelverteidiger an Dominanz verloren zu haben. Dass der spanische Fußball lebt, zeigte das Champions-League-Finale aber eindrucksvoll. http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-2014-team-von-spanien-im-schnell-check-a-971109.html
Uruguay gewann 1923 die Copa América, wurde 1924 Olympiasieger und ebenfalls noch 1924 erneut Gewinner der Copa América.
4. mehr als nur Barca und Madrid
Florentinio 29.05.2014
Zitat von bilch_76Aber erst 2010 kam die erste richtige Ernte (bei einer WM). Denn eines hat früher immer wieder verwundert: Die Espanas hatten immer schon exzellente Einzelspieler am Starte, bekamen aber bei Großturnieren nach 1964 nie auch nur ein halbes Bein an den Boden. Gemessen an deren unglaublicher Spielerqualität waren die Ergebnisse jahrzehntelang verwunderlich desaströs. Einer der Hauptgründe dafür war, dass Restspanien (Real etc) mit Katalonien (Barça) nicht zusammenspielte. Höhepunkt war die WM 1982 im eigenen Land, da spielten 2 Mannschaften mehr gegen-, als miteinander. Realspieler haben Barçaspielern nicht den Ball gegeben - und umgekehrt. Offensive Barçaspieler haben dabei nur dann in den Strafraum geflankt, wenn ein Spieler von Barça das pot. Tor hätte machen können. Vollkommen absurd. Diesen Schwachsinn konnte anscheinend erst Luis Aragonés bei den Iberern abstellen, bei der WM 2006 waren die plötzlich erstaunlich gut, dann kamen 2008 - 10 - 12: Europa-, Welt-, Europameister; dabei nach 2008 mit del Bosque als Trainer. So dominant war in Europa noch keine Mannschaft...
Sie vergessen bei ihrer Betrachtung, dass es in Spanien viele Regionen gibt, die sich weniger als Spanier zusammen gehörig fühlen als z.B. Deutsche in Deutschland. Ein "Restspanien" mit Real Madrid gleichzusetzen ist unfug. Früher kamen mehrere Spanische Meister z.B. aus dem Baskenland, aus San Sebastian und Bilbao. Es geht in Spanien beim Fußball nicht nur um Fußball, sondern auch um Politik.
5. 2010 und 2012 war Deutschland gleichwertig
Wahrheit2011 29.05.2014
Zitat von bilch_76Aber erst 2010 kam die erste richtige Ernte (bei einer WM). Denn eines hat früher immer wieder verwundert: Die Espanas hatten immer schon exzellente Einzelspieler am Starte, bekamen aber bei Großturnieren nach 1964 nie auch nur ein halbes Bein an den Boden. Gemessen an deren unglaublicher Spielerqualität waren die Ergebnisse jahrzehntelang verwunderlich desaströs. Einer der Hauptgründe dafür war, dass Restspanien (Real etc) mit Katalonien (Barça) nicht zusammenspielte. Höhepunkt war die WM 1982 im eigenen Land, da spielten 2 Mannschaften mehr gegen-, als miteinander. Realspieler haben Barçaspielern nicht den Ball gegeben - und umgekehrt. Offensive Barçaspieler haben dabei nur dann in den Strafraum geflankt, wenn ein Spieler von Barça das pot. Tor hätte machen können. Vollkommen absurd. Diesen Schwachsinn konnte anscheinend erst Luis Aragonés bei den Iberern abstellen, bei der WM 2006 waren die plötzlich erstaunlich gut, dann kamen 2008 - 10 - 12: Europa-, Welt-, Europameister; dabei nach 2008 mit del Bosque als Trainer. So dominant war in Europa noch keine Mannschaft...
Deutschland hat 2010 ein super Turnier gespielt. Leider doch einmal versagt, und das war das AUS gegen Spanien. 2012 waren wir besser als Spanien. Dummerweise wieder eine Ausnahme: Der Blackout von Löw und ein paar Spielern gegen Italien. Dieses Mal könnte es was werden mit dem ersten Titel seit unserem EM-Triumph 1996. Nur wenn man von vornherein einen Torgaranten wie Mario Gomez nicht will, einem Stefan Kießling niemals eine echte Chance gab und Bernd Leno und Rene Adler nicht will statt dessen Ron-Robert Zieler. Gerade wg. Gomez, Kießling und Adler kann man über den bis 2016 arbeitenden Bundestrainer nichts Schönes sagen. Hoffentlich schaffen wirs doch!!!!
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