Panamas Niederlage gegen Belgien Abwehr Leaks

Drei Tore gegen Belgien kassiert: Panamas Nationalmannschaft wird nach der Vorrunde nach Hause fahren. Für die WM ist das Team trotzdem ein Gewinn.

Enttäuschte Spieler Panamas
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Enttäuschte Spieler Panamas


Szene des Spiels: Panamas Zuschauer rissen die Arme in die Luft, sie feierten ausgelassen und bejubelten frenetisch den Teilerfolg gegen Belgien. Wenige Augenblicke zuvor hatte Schiedsrichter Janny Sikazwe zur Halbzeit gepfiffen.

Ergebnis des Spiels: Trotz einer defensiv starken ersten Hälfte verlor Panama schlussendlich doch noch deutlich. Die Belgier zeigten beim 3:0-Sieg allerdings erst in den zweiten 45 Minuten die starke Leistung, die man von ihnen erwartet hatte. Hier geht's zur Meldung.

Der Außenseiter des Turniers: Belgien ist hinter Deutschland und Brasilien Dritter der Weltrangliste, Panama liegt auf Platz 55. Das Land aus Mittelamerika hat sich zum ersten Mal für eine Fußball-WM qualifiziert. Bei vielen Wettanbietern wurde Panama vor Beginn des Turniers als schwächstes Team eingeschätzt. Nach dem Auftakt gibt es neue Argumente für diese These.

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WM 2018: Belgien, teuflisch gut

Die erste Hälfte: Natürlich war Belgien die bessere Mannschaft, doch das Team von Trainer Roberto Martínez hatte nicht viele zwingende Torchancen. Panamas Keeper Jaime Penedo parierte die beste Gelegenheit durch Eden Hazard glänzend (38. Minute).

Rettungsaktion des Spiels: In der 21. Minute nahm Kevin De Bruyne Panamas Fidel Escobar den Ball ab und spielte einen Flachpass in den Strafraum. Dort stand Romelu Lukaku einschussbereit, aber Róman Torres verhinderte den Treffer des Angreifers von Manchester United in letzter Sekunde auf spektakuläre Weise. In höchster Not traf Torres den Ball genau so, dass er nicht ins eigene Tor traf.

Die zweite Hälfte: Es dauerte keine drei Minuten, bis Belgien durch ein Traumtor von Dries Mertens in Führung ging (47.). Nach dem ersten Treffer wurde das Spiel für Belgien einfacher, Panama stand nicht mehr so tief wie zuvor. Lukaku legte einen Doppelpack nach (69., 75.). Vielleicht hatte ihm Co-Trainer Thierry Henry in der Halbzeit ein paar Tipps gegeben?

Thierry Henry? Richtig. Der ehemalige Superstar vom FC Arsenal ist seit fast zwei Jahren Co-Trainer der belgischen Nationalmannschaft. Für die französische Nationalmannschaft hatte der Weltmeister von 1998 während seiner aktiven Karriere in 124 Länderspielen 51 Treffer erzielt. Belgien profitiert von der Erfahrung des 40-Jährigen, der als Spieler an vier WM-Endrunden teilgenommen hatte.

Thierry Henry
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Thierry Henry

Laut, lauter, Panama: An den Fußball des Teams aus Panama werden sich die meisten Fans nach der WM wahrscheinlich nicht mehr erinnern. Dafür aber an die Stimmung auf der Tribüne! Sobald ein Spieler auch nur annähernd in die Nähe des Strafraums der Belgier kam, wurde es laut im Stadion in Sotschi. Die Luftlinie zwischen Panama-Stadt und Sotschi beträgt übrigens 11.569,52 Kilometer. Panamas Anhänger präsentierten sich aber keineswegs reisemüde.

Verwarnt: Sieben Gelbe Karten hat es beim Spiel zwischen Belgien und Panama gegeben - das ist neuer Höchstwert bei der WM in Russland. Auf Seiten Belgiens müssen sich De Bruyne, Thomas Meunier und Jan Verthongen im zweiten Gruppenspiel gegen Tunesien zurückhalten, wenn sie in der letzten Vorrundenpartie gegen England dabei sein wollen.

Fazit des Spiels: 45 Minuten hat es gedauert, bis Belgien seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Danach zeigten die Superstars, warum sie zurecht zu den Titelkandidaten gehören. Das Team hat seit September 2016 kein Länderspiel mehr verloren (15 Siege, fünf Remis). Wenn das Team die Serie auf 25 ungeschlagene Partien ausbaut, steht es am 15. Juli im WM-Finale.

Belgien - Panama 3:0 (0:0)
1:0 Mertens (47.)
2:0 Lukaku (69.)
3:0 Lukaku (75.)
Belgien: Courtois - Boyata, Alderweireld, Vertonghen - Meunier, Witsel (90. Chadli), Carrasco (74. Dembélé) - De Bruyne - E. Hazard, Lukaku, Mertens (83. T. Hazard)
Panama: Penedo - Murillo, R. Torres, Escobar, Davis - Gómez - Cooper, Godoy - Rodriguez (63. Díaz), Bárcenas (63. G. Torres) - Pérez (73. Tejada)
Gelbe Karten: Meunier, Vertonghen, De Bruyne - Davis, Bárcenas, Cooper, Murillo Schiedsrichter: Sikazwe (Sambia)
Zuschauer: 48.000



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