Achtelfinalerfolg Belgien gewinnt gegen Japan nach 0:2-Rückstand

Belgien hat sich gegen Japan durchgesetzt. Lange Zeit sah es aber so aus, als würde der Favorit ausscheiden. Kurz vor Schluss fiel der Siegtreffer.

DPA

Last-Minute-Sieg für Belgien: Durch ein 3:2 (0:0) gegen Japan hat Belgien das WM-Viertelfinale erreicht. Dabei stand der Favorit kurz vor dem Aus und musste einen 0:2-Rückstand aufholen. Nacer Chadli erlöste die Red Devils in der Nachspielzeit. Die weiteren Tore erzielten Jan Vertonghen (70. Minute) und Marouane Fellaini (74.). Für Japan trafen Genki Haraguchi (48.) und Takashi Inui (52.). Am Freitag (20 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) spielt Belgien nun gegen Brasilien.

Schon nach 53 Sekunden gab Shinji Kagawa einen ersten Warnschuss ab. Japan überraschte mit seiner offensiven Spielweise. Die Samurai Blue pressten früh, suchten Zweikämpfe und liefen hinten die Räume zu. Belgien gelang es fast nie, sich bis zum gegnerischen Tor zu kombinieren. Axel Witsel (16., 36.), Romelu Lukaku (21.) und Eden Hazard (27., 36.) versuchten es deshalb vom Rand des Strafraums. Meist warf sich noch ein japanischer Verteidiger dazwischen und blockte.

Nur zweimal kamen die Red Devils direkt vor das Tor: Eine Flanke von Dries Mertens rutschte in den Fünfmeterraum durch, doch Lukaku bekam den Ball nicht unter Kontrolle (25.). Drei Minuten später verpasste Vincent Kompany aus spitzem Winkel das Tor.

Zu Beginn der zweiten Hälfte fielen die Tore, und zwar für den Außenseiter: Nach einer Balleroberung am eigenen Strafraum schaltete Japan schnell um. Der Ball landete auf der rechten Seite bei Genki Haraguchi, der ins lange Eck traf. Im Gegenzug schoss Hazard aus knapp 15 Metern an den Pfosten (49.), doch es begann keine belgische Druckphase. Stattdessen erhöhte Japan: Takashi Inui versenkte den Ball aus knapp 20 Metern neben dem rechten Pfosten.

Belgien brauchte eine Weile, um sich zu erholen: Lukaku zielte noch am Tor vorbei (62.), Vertonghen erzielte wenig später den Anschlusstreffer. Nach einer Ecke hatte Japan den Ball nicht aus dem Strafraum bekommen. Der Innenverteidiger köpfte aus wenig aussichtsreicher Position, doch der Ball senkte sich knapp unter der Latte ins Netz. Nur vier Minuten später erzielte Marouane Fellaini den Ausgleich - ebenfalls per Kopf.

Beide Teams hätten die Partie jetzt für sich entscheiden können, letztendlich wurde der eingewechselte Chadli in der Nachspielzeit zum Helden für Belgien. Er vollendete einen perfekt gespielten Konter.

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WM 2018: Belgiens Super-Comeback

Belgien - Japan 3:2 (0:0)
0:1 Haraguchi (48.)
0:2 Inui (52.)
1:2 Vertonghen (70.)
2:2 Fellaini (74.)
3:2 Chadli (90.+4)
Belgien: Courtois - Alderweireld, Kompany, Vertonghen - Meunier, De Bruyne, Witsel, Carrasco (65. Chadli) - Mertens (65. Fellaini), E. Hazard - Lukaku
Japan: Kawashima - H. Sakai, Yoshida, Shoji, Nagatomo - Hasebe, Shibasaki (81. Yamaguchi) - Haraguchi (81. Honda), Kagawa, Inui - Osako
Zuschauer: 40.000 (Rostow am Don)
Schiedsrichter: Malang Diedhiou (Senegal)
Gelbe Karten: - / Shibasaki

lek



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
spon_12 02.07.2018
1.
Schön das der K.O. in den letzten 10 Minuten kam. Vielleicht lernt man jetzt auch in Japan, das ein Spiel 90 Minuten geht...
Eddy_Duane 02.07.2018
2.
Daumen hoch! Allerdings gilt mein Mitgefühl den "tapferen" Japanern. Leider darf es kein Unentschieden geben.
hileute 02.07.2018
3. Wie kann es sein
das in der Nachspielzeit bei unentschieden ein Tor entstehen kann. Wenn man so unclever spielt hat man es nicht verdient im Achtelfinale anzutreten. Schlauer wäre gewesen nach dem 2 :0 zu mauern oder zumindest auf die Verlängerung zu gehen
meresi 02.07.2018
4. Dusel
mehr als Glück bei diesem Sieg über Japan, eigentlich fast ungerecht, aber gut, Ergebnis zählt. Japan tut mir leid
eichenbohle 02.07.2018
5. Richtig!
Da macht Fussball richtig Spaß zuzusehen (Einer, der sich nur EMs und WMs ansieht).
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