Einzug ins WM-Viertelfinale Brasilien besiegt die Hitze - und Mexiko

Wieder heißt der Unterschied Neymar: Brasilien hat das WM-Viertelfinale gegen Mexiko erreicht. Aufreger des Spiels war eine nicht geahndete, sehr dreiste Tätlichkeit.

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Der nächste Viertelfinalist der Fußball-WM steht fest: Brasilien hat sich dank eines 2:0 (0:0)-Erfolgs gegen Mexiko für die Runde der letzten acht Teams qualifiziert. Der kommende Gegner der Seleção ist der Sieger des zweiten Achtelfinales des Tages zwischen Belgien und Japan (20 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: ZDF, hier finden Sie den Spielplan).

Die Führung im fast 35 Grad heißen Samara erzielte Neymar in der 51. Minute. Der Superstar von Paris Saint-Germain musste den Ball nach einem Steilpass von Willian nur noch ins leere Tor schieben. Es war die Belohnung für eine überzeugende Teamleistung. Für den Endstand sorgte zwei Minuten nach seiner Einwechslung Joker Roberto Firmino (88. Minute). Bitter für den Mitfavoriten: Casemiro - einer der wichtigsten Defensivspieler der Mannschaft -, sah gegen Mexiko seine zweite Gelbe Karte und fehlt im Viertelfinale am Freitag.

Für einen Tiefpunkt sorgte Miguel Layún, der bei einer Spielunterbrechung den am Boden liegenden Neymar aufs Schienbein stieg - eine Tätlichkeit vor den Augen des Unparteiischen, aber Schiedsrichter Gianluca Rocci bestrafte die Szene in der 71. Minute nicht.

Die Anfangsphase gehörte Mexiko, das wie bereits beim Sieg gegen Deutschland (1:0) mutig und schnell nach vorne spielte. Besonders von den laufstarken Außenstürmern Hirving Lozano und Carlos Vela ging Gefahr aus, zu Großchancen kam das Team jedoch nicht. Mitte der ersten Hälfte rückte die Defensive um den 39 Jahre alten Routinier Rafael Márquez stärker in den Mittelpunkt - Brasilien wachte auf.

Und der fünfmalige Weltmeister kam zu mehreren guten Chancen, einige Beispiele:

  • In der 25. Minute setzte sich Neymar mit einer schnellen Körperbewegung gegen zwei Verteidiger durch und scheiterte mit seinem Schuss aus spitzem Winkel an Torwart Guillermo Ochoa.
  • Acht Minuten später wehrte der mexikanische Keeper einen weiteren Versuch von Gabriel Jesus ab.
  • Kurz nach Wiederbeginn blockte Ochoa einen harten Abschluss von Coutinho zur Ecke.

Beim Führungstreffer durch Neymar hatte Ochoa keine Abwehrmöglichkeit. Danach erhöhte Mexiko seine Offensivbemühungen, doch die Kraft reichte im heißen Samara nicht mehr. Das defensivstarke Brasilien steht nach Frankreich, Uruguay, Russland und Kroatien als fünfter Viertelfinalist fest.

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WM 2018: Kein Fünftes Spiel für Mexiko

Brasilien - Mexiko 2:0 (0:0)
1:0 Neymar (51.)
2:0 Firmino (88.)
Brasilien: Alisson - Fagner, Thiago Silva, Miranda, Filipe Luís - Casemiro - Paulinho (80. Fernandinho), Coutinho (86. Firmino) - Willian (90.+1 Marquinhos), Neymar - Gabriel Jesus
Mexiko: Ochoa - Ayala, Salcedo, Márquez (46. Layún) - Álvarez (55. dos Santos), Gallardo - Herrera, Guardado - Vela, Lozano - Chicharito (60. Jiménez)
Schiedsrichter: Gianluca Rocci (Italien)
Gelbe Karten: Filipe Luís, Casemiro / Álvarez, Herrera, Salcedo, Guardado
Zuschauer: 42.000

jan



insgesamt 9 Beiträge
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Davids und Del Piero 02.07.2018
1. Gelbe Karten für Schauspielerei
Verdienter Sieg, aber können endlich mal gelbe Karten für Schauspielerei gezeigt werden? Neymar erinnert ja immer mehr an einen Brummkreisel.
Peter Friedrichs 02.07.2018
2. Jetzt regt sich darüber
"Aufreger des Spiels war eine nicht geahndete, sehr dreiste Tätlichkeit." niemand mehr auf, da Mexiko ja raus ist. Außerdem muss sich der Schmierenkomödiant Neymar nicht wundern, dass Schiedsrichter skeptisch sind, wenn er mal wieder seine Schau abzieht.
road_warrior 02.07.2018
3. Tätlichkeit
Keine Frage, eine klare Tätlichkeit. Aber Neymars unkontrolliertes sich am Boden wälzen, Zucken wie ein Zitteraal im Sterben, war eine fast genauso grosse Unverschämtheit.
ekel-alfred 02.07.2018
4. Brasilien, das neue Italien?
Brasilien ist das neue Italien. Jedenfalls wenn es um die Schauspielkunst der Spieler geht. Die liegen mehr, als sie laufen. Und Neymar ist der König der Schauspieler. Das ist einfach unwürdig und ätzend anzuschauen.
tobilechat 02.07.2018
5.
Zitat von Davids und Del PieroVerdienter Sieg, aber können endlich mal gelbe Karten für Schauspielerei gezeigt werden? Neymar erinnert ja immer mehr an einen Brummkreisel.
Eric Cantona nennt ihn einen Rollkoffer. Ich würde Brasilien ja vielleicht sogar den Titel gönnen, aber mit einem wie Neymar in der Mannschaft. So einem gönne ich nichts, ich von Neid zerfressener. Kommt zu PSG und will 'ne Stammplatzgarantie, so was Doofes habe ich noch nie gehört. Der ist ne ganz dämliche Diva, auch wenn ich nicht weiß, was er für'n Leben hatte, nichts rechtfertigt sein Gehabe und Getue. Bei Ronaldo dachte ich das auch, aber der hat sportlich schon immer überzeugt, da muss Neymar erst mal noch hinriechen, also hinreichen. Und Ronaldo finde ich inzwischen sogar in Ordnung. Ob das bei Neymar auch noch mal was wird. Endspiel Frankreich gegen Kroatien, Brasilien schafft es hoffentlich wieder nicht, alles nur Dank Neymar und weil ich den, und nur den, blöd finde. Und wer so ein blöder Typ ist, dem wünsche ich nichts Gutes, sondern gar nichts. Aber wer bin ich, ich kenne den Neymar ja gar nicht, sicher ist er ein ganz ein lieber und total missverstanden in seinem divenhaften Auftreten. Nichts wird durch ein schweres Leben entschuldigt. Oder sage ich: Ich bin ein Depp, aber ihr wisst ja gar nicht, wie schwer mein Leben war? Ist doch mir egal, mein Leben war auch schwer und ist es noch. Hab' ich deswegen die Milliönchen, die auf der Bank lachen?. Will ich die?. Geld verdirbt den Charakter. Ein Luca Modric hat auch Millionen ist aber ein super Typ, auf dem Boden geblieben, nicht so'n abgehobener, der ein schweres Leben hatte und deshalb meint, er könnte jetzt die Diva geben.
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