"Einer der größten Anführer" MMA-Kämpfer Conor McGregor lobt Putin

MMA-Superstar Conor McGregor posiert am Rand des WM-Endspiels mit Wladimir Putin - und überschüttet den Präsidenten mit Lob. Steckt dahinter womöglich mehr als nur die Verehrung für einen Autokraten?

Russischer Präsident Wladimir Putin, UFC-Star Conor McGregor im Luschniki-Stadion
AP

Russischer Präsident Wladimir Putin, UFC-Star Conor McGregor im Luschniki-Stadion


Wladimir Putin hat ein Faible für starke Männer - und starke Männer offenbar eine Schwäche für Russlands Präsidenten. Der irische Kampfsportler Conor McGregor, einer der Superstars der Mixed-Martial-Arts-Szene, hat sich am Rande des WM-Finales in Moskau mit Putin getroffen.

Auf Instagram veröffentlichte McGregor ein Foto, das ihn Arm in Arm mit Russlands Staatschef zeigt. Putin habe ihn zu dem Spiel eingeladen, schreibt der Sportler dazu. Der Präsident sei "einer der großartigsten Anführer unserer Zeit". Er fühle sich geehrt, das Endspiel gemeinsam mit Putin zu verfolgen. Der Post endet mit Gratulationen zu der "unglaublichen Weltmeisterschaft" und - auf kyrillisch - der Formulierung "Rossija vperjod". Übersetzt bedeutet das "Vorwärts, Russland".

McGregor hatte zuletzt vor allem abseits des Sports für Schlagzeilen gesorgt. Meist waren es negative: So war er wegen rassistischer und homophober Äußerungen in die Kritik geraten.

Im April griff er in Brooklyn den Tross eines andere MMA-Kämpfers an. Videoaufnahmen zeigen, wie McGregor eine Sackkarre auf den Bus schleudert und die Frontscheibe zertrümmert. Der Konflikt brachte ihm eine Anzeige wegen Körperverletzung ein.

Bemerkenswert: Der Bus gehörte zur Entourage von Khabib Nurmagomedov, einem Kämpfer aus der russischen Teilrepublik Dagestan und inzwischen aktueller UFC-Champion im Leichtgewicht. Auch Nurmagomedov schaute sich das Finale live im Moskauer Luschniki-Stadion an. Das befeuert Spekulationen, womöglich würden Varianten für einen Kampf zwischen McGregor und Nurmagomedov auf russischem Boden ausgelotet.

Allerdings: McGregors Lob für den Präsidenten kam nicht bei allen Fans gut an.

beb



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