DFB-Stellungnahme für die Fifa "Unangebracht"

Emotionen außer Kontrolle: DFB-Mitarbeiter hatten nach dem 2:1 gegen Schweden die gegnerische Seite mit Jubelgesten provoziert. Weil die Fifa Ermittlungen einleitete, hat sich der DFB nun noch einmal zum Thema erklärt.

Der DFB-Büroleiter jubelt nach dem deutschen Sieg-Tor
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Der DFB-Büroleiter jubelt nach dem deutschen Sieg-Tor


Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Vorkommnisse nach dem Schweden-Spiel in einer Stellungnahme beim Weltverband Fifa "ausdrücklich bedauert".

Der DFB unterstrich noch einmal, dass er "die Gesten in Richtung schwedischer Bank durch zwei Mitglieder des Betreuerstabs für unangebracht hält", hieß es in einer Mitteilung am Montagabend. Der deutsche Verband stehe "bei aller Emotionalität im Spiel für einen respektvollen und sportlich fairen Umgang miteinander und hat dies ebenso wie die beteiligten Mitarbeiter in der Vergangenheit vorgelebt".

Bereits unmittelbar nach den Vorgängen im Anschluss an das 2:1 am Samstagabend in Sotschi hätten sich die Beteiligten persönlich bei den Schweden entschuldigt, hieß es vom DFB: "Intern wurden die Vorgänge kritisch besprochen." Die Mitglieder des Betreuerstabes wüssten, "dass sie sich in der emotional aufgeladenen Situation falsch verhalten haben".

Die Fifa hatte wegen der Szenen Ermittlungen aufgenommen und die deutsche Stellungnahme eingefordert. Die Ermittlungen richten sich gegen DFB-Büroleiter Georg Behlau und Ulrich Voigt aus der Medienabteilung: Beide hatten nach dem Sieg der deutschen Mannschaft provozierend vor schwedischen Delegationsmitgliedern gejubelt. Danach war es zu einem Handgemenge gekommen.

Unabhängig von der Entscheidung der Fifa-Disziplinarkommission werden beide Mitarbeiter beim nächsten Spiel der deutschen Mannschaft "keine Funktionen im Stadion-Innenraum wahrnehmen", teilte der DFB mit.

mbö/dpa/sid



insgesamt 118 Beiträge
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Seite 1
hamburger.jung 25.06.2018
1.
Die Schweden, die ja vorher reichlich überheblich waren, heulen jetzt rum. Aber es ist klar, warum. Sie fliegen Mittwoch nämlich nach Hause, weil immer nur "Hauptsache nicht verlieren" irgendwann nicht mehr reicht. Und das ist gut so. Vamos Mexico!!
Sal.Paradies 25.06.2018
2. Gute Idee
Die beiden Begleiter auf die Tribühne zu setzen ist eine gute Idee. Da unten sollten nur Leute sein, die unmittelbar mit dem Spiel und den Spielern zu tun haben....
MacKrabat 25.06.2018
3. Angemessen wäre ...
... gewesen die zwei DFB-Hooligans nach Hause zu schicken
JL1212 25.06.2018
4. Unbegreiflich
... ist wohl was anderes. Was haben diese Herren überhaupt aufs er Bank am Spielfeldrand zu suchen. Mal ganz ehrlich! Worin besteht Ihre Aufgabe neben Trainer, Mediziner und Spieler.
gibmichdiekirsche 25.06.2018
5.
Ich habe es im vorherigen Thread zum Thema schon einmal angemerkt und bitte die Redaktion freundlich, dies nach Möglichkeit zu recherchieren: Hat der schwedische Verband offiziell bei der FIFA geklagt? Oder leitete diese FIFA automatisch ein Verfahren quasi als "Offizialdelikt" ein, weil für sie der Verdacht eines strafbaren Vorkommnisses vorliegt? Das würde schon einen großen Unterschied machen hinsichtlich angeblicher Dünnhäutigkeit. Richtig, dass der DFB die beiden "Faust-Jubler" von sich aus aus dem Innenraum verbannt hat. Gerade als Verbindungsmensch zu den Medien sollte man sich diplomatisch gesittet zu benehmen wissen. Trotz alledem meine ich: Allzu viel Lärm um ziemlich wenig. Mit der DFB-Bitte um Entschuldigung und des Innenraumverdikts sollte der Käs' nun wirklich gegessen sein.
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