Englands John Stones über Kolumbien "Das ekligste Team, gegen das ich je gespielt habe"

Es war eine recht unansehnliche Partie, die Spieler mussten im Achtelfinale zwischen Kolumbien und England einiges einstecken. Vor dem Viertelfinale gegen Schweden fand John Stones nun harte Worte für den Gegner.

Gelbe Karte für Kolumbiens Carlos Bacca nach einem Foul an Englands John Stones
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Gelbe Karte für Kolumbiens Carlos Bacca nach einem Foul an Englands John Stones


Englands Nationalspieler John Stones hat zwei Tage nach dem WM-Viertelfinale gegen Kolumbien die Gangart des Gegners mit deutlichen Worten kritisiert. "Das war das ekligste Team, gegen das ich je gespielt habe", sagte der Abwehrspieler von Manchester City. England hatte sich im Elfmeterschießen durchgesetzt und damit das erste Shootout seiner WM-Historie gewonnen.

Er habe auf dem Feld Dinge erleben müssen, "die ich nie zuvor erlebt habe. All das, was man in einem Fußballspiel wirklich nicht hören will", sagte Stones vor dem Viertelfinale gegen Schweden (Samstag, 16 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) und stellte mit Genugtuung fest: "Wir haben unseren Plan durchgezogen, haben uns nicht zu der Rangelei hinreißen lassen, die sie offenbar wollten. Und am Ende sitzen sie im Flieger nach Hause."

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Tatsächlich war das Achtelfinale über weite Strecken recht unansehnlich. Die Kolumbianer leisteten sich einige hässliche Fouls, etwa der gefrustete Carlos Bacca an Stones, oder Wilmar Barrios, der Englands Jordan Henderson eine Kopfnuss verpasste.

Vor dem Strafstoß, mit dem Harry Kane England in der 55. Minute in Führung brachte, versuchte Johan Mojica, den Elfmeterpunkt zu zerstören. Aber auch die Engländer langten ordentlich hin, als zum Beispiel Jesse Lingard dem Kolumbianer Carlos Sanchez auf den Fuß trat. In der Statistik stehen 23 Fouls der Kolumbianer 13 der Engländer gegenüber.

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Ungeachtet der Kritik wurde die kolumbianische Nationalmannschaft bei ihrer Rückkehr nach Bogotá begeistert in Empfang genommen. Im Stadion El Campín feierten rund 30.000 Menschen das Team. "Wir möchten Ihnen für all die Freude danken, die Sie uns bereitet haben", sagte Bogotás Bürgermeister Enrique Peñalosa. "Sie haben uns geholfen, als Land zusammenzukommen."

Zur Partie gegen England und vor allem zur Leistung von Schiedsrichter Mark Geiger aus den USA haben die Kolumbianer eine andere Meinung als die "Three Lions". Aus Sicht der Selección hat der Unparteiische in entscheidenden Situationen immer zugunsten der Engländer entschieden. "Wir gehen verärgert und enttäuscht", sagte Kapitän Radamal Falcao.

sak/mmm/dpa



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