Strafe bei der Fußball-WM Falsche Strümpfe kosten England 70.000 Franken

Hat die Weltöffentlichkeit tatsächlich ein brennendes Interesse an Sportlersocken? Die Fifa geht davon aus - und bittet zur Kasse.

Harry Kane
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Wegen Verstößen gegen die Marketingregeln bei der Fußball-WM in Russland hat der Weltverband Fifa die Verbände von England und Uruguay zu fünfstelligen Geldstrafen verurteilt.

Die englische Football Association muss 70.000 Schweizer Franken zahlen, weil ihre Spieler vor dem WM-Viertelfinale gegen Schweden lange Socken mit einem nicht genehmigten Logo getragen hatten. Das teilte die Fifa nach Entscheidung ihrer Disziplinarkommission mit.

Uruguay erhielt eine Strafe von 50.000 Schweizer Franken wegen desselben Vergehens, dabei war aber nur ein Spieler beteiligt. Zudem kam das Team vor dem Viertelfinale gegen Frankreich zu spät am Stadion an. Schon zuvor sorgte die Fifa mit einigen Sanktionen für Aufsehen: Der kroatische Verband etwa musste 70.000 Franken zahlen, weil dessen Spieler vor dem Elfmeterschießen im WM-Achtelfinale gegen Dänemark Getränke eines nicht autorisierten Herstellers konsumiert hatten.

Auch der DFB bekam den Strafenkatalog der Fifa bereits zu spüren: Büroleiter Georg Behlau sowie Ulrich Voigt aus der Medienabteilung wurden nach provozierenden Jubelgesten während des Gruppenspiels gegen Schweden zu 5000 Franken Strafe verurteilt.

Durch die jüngsten Sanktionen gegen Uruguay und England erhöht sich die Gesamtsumme der Disziplinarstrafen bei der WM nach Berechnungen der Deutschen Presse-Agentur auf 687.000 Franken.

paw/dpa

insgesamt 21 Beiträge
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th.rindt 11.07.2018
1. Warum nur?
Warum machen eigentlich alle bei diesem Kommerz-Mist mit? Wer auf Fußball steht, der soll doch seine lokalen Vereine beehren - wenn es weit genug in den Ligen nach unten geht, findet man vielleicht sogar den einen oder anderen, bei dem es um Sport geht, ums Miteinander, um soziale Aspekte. Spätestens ab Bundesliga 3 ist es doch nur ein Vermarktungs-Exzess...
spon-facebook-10000015195 11.07.2018
2. Fifa = reine Geldmaschinerie
Das zeigt einmal mehr, dass es nur noch um Werbeeinnahmen und Kohle geht. Fußball selbst als Sport spielt nur noch eine kleine Rolle. Ist teilweise absurd, wenn man die Getränkeflaschen am Spielfeldrand sieht und dass diese stets ganz zufällig alle akkurat mit dem Logo Richtung Kamera zeigen.
derdirk 11.07.2018
3. Mafia
Passt doch wunderbar. WM an Russland und Qatar verkaufen. Korruption fördern und dann für Lächerlichkeiten wie Getränke und Socken Strafen verhängen. Wie albern soll das noch werden. Tschüss Profifußball
tiropites 11.07.2018
4. Diktatur FIFA
Eine Strafe für unangemessenes Jubeln von Georg Behlau gegen die schwedische Bank kann ich nachvollziehen, hat er auch verdient. Oder auch eine Ahndung von unfairem Verhalten kann ich nachvollziehen. Aber die Vorgabe der FIFA, wer was essen, trinken und tragen darf, geht zu weit. Jede Organisation (Land, Verein) hat seine eigenen Verträge mit Sponsoren und Ausstattern wie auch jeder Spieler sie hat. Ich finde die FIFA erlaubt sich mehr und mehr zu viel. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken eine WM oder EM durch eine neuzugründete Organisation veranstalten zu lassen, die wirklich den Sport als Hauptaufgabe sieht und nicht das Finanzielle. Mal ne andere Frage nebenbei: Bestraft die FIFA sich eigentlich auch selber, wg. Korruption!?
bristolbay 11.07.2018
5. Steigerungen
Alles im negativen Sinne: Gut = IOC----------Besser = FIFA Gut = Blatter.---Besser = Infantino Beides mafiöse und korrupte Organisationen und der Lehrling Infantino ist noch "besser" als sein alter Chef Blatter. Im Grunde genommen gehören IOC und FIFA verboten und die Macher ins Gefängnis mit Sperrung all ihrer privaten Konten. Warum wird dieses kriminelle Spektakel eigentlich noch von unserem ÖR unterstützt, sitzen auch dort Almosen-Empfänger?
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