Nach nur einem Einsatz WM-Aus für Felix Brych

Für den deutschen Schiedsrichter Felix Brych ist die WM nach nur einer Spielleitung beendet. Zum Verhängnis wurde ihm womöglich ein nicht gegebener Strafstoß.

Felix Brych
Getty Images

Felix Brych


Die WM in Russland ist für den deutschen Schiedsrichter Felix Brych nach nur einem Einsatz beendet. Das teilte die Fifa mit. Der Münchner wird nicht mehr für die weiteren Partien in der K.-o.-Runde berücksichtigt. Nach dem Vorrunden-Aus der DFB-Elf hätte er theoretisch sogar das Finale leiten können. Daraus wird nun nichts.

Brych hatte bei der WM das brisante Duell der Schweiz mit Serbien geleitet. Anschließend gab es wegen eines nicht gegebenen Elfmeters von serbischer Seite einen offiziellen Protest des Verbandes gegen die Spielleitung Brychs.

Durch Brychs Aus bleibt Rudolf Glöckner vorerst der einzige deutsche WM-Finalschiedsrichter. Er leitete 1970 das Duell zwischen Brasilien und Italien. Ein Viertelfinale pfiff zuletzt Siegfried Kirschen vor 32 Jahren.

Final-Kandidaten Diedhiou und Faghani

Top-Kandidaten auf das Finale sind nun der Senegalese Malang Diedhiou und Alireza Faghani aus Iran. Der Niederländer Björn Kuipers (England gegen Schweden) und Néstor Pitana aus Argentinien (Uruguay gegen Frankreich) kommen im Viertelfinale bereits zum vierten Mal in Russland zum Einsatz.

Als bislang letzte deutsche Referees hatten Walter Eschweiler und Adolf Prokop 1982 bei einer WM jeweils nur einen Auftritt gehabt. Bei seiner ersten WM in Brasilien vor vier Jahren wurde Brych noch für zwei Vorrundenspiele angesetzt.

Bei der EM 2020 könnte er Spiele in seiner Heimatstadt München leiten. Und auch eine kleine WM-Chance könnte es noch geben: Beim kommenden Weltturnier in Katar wäre er 47 Jahre alt - die Fifa hat ihr Alterslimit für Schiedsrichter inzwischen abgeschafft.

mfu/dpa



insgesamt 46 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
uli_san 04.07.2018
1. Ist ok,
entgegen den Beteuerungen der deutschen Kommentatoren war sein Auftritt eher schwach und vom Gefuehl her einseitig pro Schweiz. Er hatte wohl einen schwachen Tag erwischt, denn im allgemeinen kennt man ihn als objektiven, gut leitenden Schiedsrichter.
Stäffelesrutscher 04.07.2018
2.
»Durch Brychs Aus bleibt Rudolf Glöckner vorerst der einzige deutsche WM-Finalschiedsrichter. Er leitete 1970 das Duell zwischen Brasilien und Italien. Ein Viertelfinale pfiff zuletzt Siegfried Kirschen vor 32 Jahren.« Wären bei SPON eigentlich die Gänsefüßchen von der Wand gefallen, wenn man erwähnt hätte, dass Rudolf Glöckner und Siegfried Kirschen nicht vom DFB, sondern vom Deutschen Fußball-Verband, also aus der DDR, kamen? Oder möchte man, dass sich in die Köpfen die irrige Annahme einschleicht, es habe schon einmal ein DFB-Schiri ein Endspiel gepfiffen?
Stäffelesrutscher 04.07.2018
3.
»Top-Kandidaten auf das Finale sind nun der Senegalese Malang Diedhiou und Alireza Faghani aus Iran. Der Niederländer Björn Kuipers (England gegen Schweden) und Nestor Pitana aus Argentinien (Uruguay gegen Frankreich) kommen im Viertelfinale bereits zum vierten Mal in Russland zum Einsatz.« Einen Argentinier ein Spiel Uruguays pfeifen zu lassen, ist eine verwegene Entscheidung der FIFA. Das kann eigentlich nur schiefgehen. Entweder maulen die Europäer über vermeintliche La-Plata-Solidarität, oder die Urus maulen über vermeintliche Missgunst von der anderen Seite des Flusses.
eurusiii 04.07.2018
4. Unverständlich...
... warum Felix Brych trotz Videobeweis nicht den Elfmeter für Serbien gegeben hat. War dies doch eine fast deckungsgleiche Ringereinlage wie im Spiel England- Kolumbien, als dort konsequent der Elfmeterpfiff erfolgte.
Schöneberg 04.07.2018
5. Gut so!
In einer isngesamt tollen WM, in der sogar der Videobeweis glänzt, war er so ziemlich der schlechteste Schiri von allen. Hätte er auch mal lieber den Videobeweis genutzt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.