Geldbuße Fifa bestraft Mexiko für homophobe Rufe gegen Neuer

Mexikanische Fans skandierten schwulenfeindliche Schimpfwörter, serbische Zuschauer zeigten "ein beleidigendes Banner". Die Fifa hat beide Verbände deshalb zu jeweils 10.000 Franken Geldstrafe verurteilt.

Manuel Neuer im WM-Spiel gegen Mexiko
Getty Images

Manuel Neuer im WM-Spiel gegen Mexiko


Als Manuel Neuer am Sonntag im Spiel gegen Mexiko zu Abschlägen oder Freistößen antrat, war aus dem gegnerischen Fanblock häufig ein lautes "Puto" in Richtung des deutschen Torhüters zu hören. Das Wort bedeutet so viel wie "Schwuchtel" oder "Stricher".

Der Fußballweltverband Fifa hat Mexiko wegen dieser homophoben Rufe zu einer Geldstrafe von 10.000 Schweizer Franken verurteilt - umgerechnet rund 8600 Euro. Das Disziplinarkomitee der Fifa sprach zudem eine Warnung aus, dass bei erneuten Vorkommnissen dieser Art weitere Strafen drohten.

Schon vor der WM in Russland hatte der mexikanische Verband die Fans gebeten, mit den Rufen aufzuhören, nachdem sie in den vergangenen Jahren immer wieder zu hören gewesen waren. Der Appell verhallte weitgehend unerhört.

Zudem erhielt auch der serbische Verband eine Strafe in Höhe von 10.000 Franken. Fans des Teams hatten beim 1:0-Sieg gegen Costa Rica ein "beleidigendes und politisches Banner" gezeigt, urteilte die Fifa. Was genau auf dem sanktionierten Spruchband stand, teilte der Weltverband nicht mit.

syd/sid/dpa



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