WM am Sonntag DFB-Team startet ins Turnier

Kann Deutschland den WM-Titel verteidigen? Heute beginnt das Turnier für die DFB-Elf gegen Mexiko. Brasilien um Superstar Neymar trifft am Abend auf die Schweiz. Das Wichtigste zum vierten WM-Tag.

Marco Reus
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Marco Reus


Das passiert heute:

Nachdem gestern gleich vier Partien auf dem Programm standen, folgen heute drei. Und, falls Sie es nicht mitbekommen haben sollten, Deutschland wird heute erstmals bei dieser WM auf dem Platz stehen. Im ersten Gruppenspiel geht es ab 17 Uhr gegen Mexiko. Vielleicht wird dann Marco Reus erstmals bei einem großen Turnier selbst spielen und nicht nur zuschauen, klopfen Sie zur Sicherheit drei Mal auf Holz. Eingerahmt wird die Partie von der Gruppe F: Erst treffen Costa Rica und Serbien aufeinander (14 Uhr), und am Abend wird Superstar Neymar versuchen, Brasilien zum Sieg gegen die Schweiz zu führen (20 Uhr).

14 Uhr: Costa Rica - Serbien (ZDF)
17 Uhr: Deutschland - Mexiko (ZDF, Sky)
20 Uhr: Brasilien - Schweiz (ZDF)

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Bilder der WM O: Derweil in Watutinki

Das ist gestern passiert:

Frankreich - Australien 2:1 (1:1): Es war ein glücklicher Auftakt für einen der großen Favoriten auf den WM-Titel. Die hervorragend besetzte Offensive des Teams wirkte unausgereift. So brauchten die Franzosen etwas Fortune für den Erfolg: Antoine Griezmann und ein abgefälschter Ball von Paul Pogba, der Zentimeter hinter der Torlinie aufkam, brachten den Sieg. Auch Australien traf per Strafstoß: Mile Jedinak verwandelte nur vier Minuten nach Griezmann zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

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Frankreichs mühsamer Auftaktsieg: Videobeweis, Torlinientechnik und zwei Elfmeter

Argentinien - Island 1:1 (1:1): Cristiano Ronaldo hatte am Freitag spektakulär vorgelegt, nun war Lionel Messi am Zug. Aber der Argentinier erlebte einen bitteren Turnierstart. Messi vergab gegen Island in der zweiten Hälfte die Chance zum Sieg, als er einen Elfmeter verschoss. Zuvor hatte Argentinien vier Minuten lang in Führung gelegen. Sergio Agüero erzielte das 1:0, Alfred Finnbogason glich mit dem ersten WM-Treffer in der Geschichte Islands schnell aus.

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Argentinien vs. Island: Messi verzweifelt an der Island-Mauer

Peru - Dänemark 0:1 (0:0): Auch bei Peru gab es eine tragische Figur: Christian Cueva holte erst selbst einen Elfmeter heraus, schoss dann aber deutlich drüber. Peru ließ in der zweiten Hälfte noch viele weitere Großchancen aus - nachdem Yussuf Poulsen die Führung für Dänemark erzielt hatte. Der Angreifer von RB Leipzig sorgte mit seinem Treffer für einen glücklichen Sieg seines Teams und die ersten drei Punkten für Dänemark.

Kroatien - Nigeria 2:0 (1:0): Fünf afrikanische Teams sind in Russland bei der WM dabei. Drei von ihnen sind bisher bereits gestartet, und alle sind sie ohne Tor geblieben. Nigeria war gegen Kroatien chancenlos. Der Gegner um Luka Modric blieb trotz der stark besetzten Offensive glanzlos. Durch ein Eigentor von Oghenekaro Etebo und einen verwandelten Strafstoß durch Modric reichte es trotzdem zum Auftaktsieg und zur Tabellenführung.

Und außerdem?

Bemerkenswert war am dritten Tag die Vielzahl an Elfmetern. In jeder Partie gab es mindestens einen Strafstoß, insgesamt zeigten die Schiedsrichter fünfmal auf den Punkt. Gerade das Handspiel von Samuel Umtiti für Frankreich und das Foul von Nigerias William Troost-Ekong waren plump bis unnötig. Während Umtitis Aussetzer aufgrund des Siegs aber folgenlos blieb, kostete Troost-Ekongs ungeschicktes Verhalten Nigeria wohl die Chance, noch mal ins Spiel zurückzufinden.

Aber mit Messi und Cueva werden auch zwei der Schützen nicht glücklich einschlafen. Beide Fehlschüsse kosteten ihre Teams mindestens einen Punkt. Cueva verließ den Platz schon zur Pause unter Tränen. In der Gruppe C wird das Weiterkommen für Peru nun schwer - obwohl sie statistisch die ausgeglichenste der Vorrunde ist. Unser Datenteam hat sich genauer mit den acht Gruppen befasst und statistisch ermittelt, wo das Weiterkommen am schwierigsten ist.

max

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