+++ WM-Newsblog +++ Brandt erklärt freundliches Fan-Selfie

Verloren, aber trotzdem in die Kamera gelacht: Wegen eines freundlichen Selfies mit einem Fan wurde Julian Brandt nach der Mexiko-Niederlage kritisiert. Nun hat sich der Nationalspieler geäußert. Das Newsblog zur WM in Russland.

Offensivspieler Brandt
Getty Images

Offensivspieler Brandt

Mit und


tuneng1.2 Für heute schließen wir damit unsere Live-Berichterstattung von der WM in Russland. Michel und ich danken für das gesamte Team von Spiegel Online fürs Interesse - und empfehlen Ihnen die Fortsetzung morgen: Um 14 Uhr spielt Kolumbien gegen Japan, um 17 Uhr Polen gegen Senegal. Für diese vier Teams ist es die WM-2018-Premiere. Abends um 20 Uhr bestreitet Gastgeber Russland dann sein zweites Turnierspiel. Gegner: Ägypten.
tuneng1.2 Will Tunesien gegen Belgien bis zum Ende der Nachspielzeit bestehen und punkten, muss sehr viel besser laufen als heute: Die Afrikaner müssen von weiterem Verletzungspech verschont bleiben (ob Keeper Mouez Hassen wieder fit wird, ist nicht klar), zudem müssen mehr eigene Angriffe mit Abschlüssen am gegnerischen Strafraum gelingen. Heute stehen am Ende nur sechs Schüsse zu Buche. Alternativ geht natürlich auch das: Hinten zu null spielen. Allerdings wird beim Gegner mit Lukaku ebenfalls ein Doppeltorschütze auf dem Feld stehen.
TUNENG1.2So sieht ein glücklicher Trainer aus. Oder eine Uhrenwerbung. Foto: Getty
tuneng1.2 Fest steht nach diesem Spiel in Wolgograd und dem 3:0 der Belgier gegen Panama in Sotschi: In Gruppe G sind die beiden Favoriten auf Kurs. Schon am Samstag und Sonntag können die beiden europäischen Teams die Qualifikation fürs Achtelfinale perfekt machen. Tunesien gegen Belgien und England gegen Panama heißen die nächsten Partien. 
tuneng1.2 Unverdient? Glücklich? Dusel-Bayern? Hm, nach einem Tor in der Nachspielzeit ist man ja immer wieder schnell versucht, der siegreichen Mannschaft den Erfolg etwas madig machen zu wollen. Aber auch wenn Doppelpacker Kane den erlösenden Treffer erst in der 91. Minute erzielt hat, steht doch unter dem Strich fest: Die Three Lions fahren die drei Punkte heute zu Recht ein. Zeitweise war die Überlegenheit schon riesengroß und in der ersten Halbzeit hätten sich die Afrikaner über zwei, drei Gegentore mehr nicht beschweren dürfen. 
TUNENG1.2England hatte in der zweiten Hälfte Probleme, gefährlich in die Box zu kommen. Das temporeiche Spiel der ersten Hälfte war kaum noch zu sehen. Entscheidend waren letztlich zwei Standards für die Engländer, die zwar auch Chancen aus dem Spiel heraus hatten, diese aber zum Teil fahrlässig vergaben. Hier die Grafik zum 2:1 durch Kane in der Nachspielzeit. Quelle: Opta
tuneng1.2 Arme hoch bei England, Köpfe runter bei Tunesien: Das Spiel ist aus!
tuneng1.2Toooor für England! Die Three Lions atmen elffach auf dem Feld und tausendfach drum herum auf. Nach einer Ecke von der rechten Seite wird der Ball von Harry Maguire mit dem Kopf im Zentrum nach links verlängert. Und wenn man dort Harry Kane so frei stehen lässt, wie es die Tunesier in dieser Szene machen, dann köpft der Spurs-Stürmer eben gekonnt aus fünf Metern ins linke Eck und wohl auch zum Sieg ein (90.+1)! 
tuneng1.1 Nachspielzeit? Bitte schön! Vier Minuten!
tuneng1.1 Jetzt wollen sie es zu schön machen: Einen flachen Pass in die Mitte von Loftus-Cheek lässt Rashford durch seine Beine passieren, da hinter ihm Lingard am Elfmeterpunkt bereit steht. Bereit? Nein, Lingard zögert zu lange mit dem Abschluss, hat dann keine freie Schussbahn mehr (88. Minute).
TUNENG1.1Alle Abschlüsse der Engländer in der zweiten Halbzeit auf einen Blick. Man sieht, dass sie Probleme damit haben, sich in die Box zu spielen. In der ersten Hälfte waren es sechs Schüsse auf das Tor, in der zweiten Halbzeit ist es bisher nur einer. Quelle: Opta
tuneng1.1 Noch ein Wechsel bei den Afrikanern: Saber Khalifa kommt für Kapitän Khazri in die Partie. Fünf Minuten fehlerlose und möglichst effektive Abwehrarbeit sind vom neuen Mann jetzt gefragt.
tuneng1.1 Jetzt also die Schlussoffensive der Engländer und die Schlussdefensive der Tunesier. Nach einem Rashford-Dribbling links in den Strafraum gibt es eine Ecke für die Southgate-Schützlinge. Die klärt dann Tunesiens Keeper Ben Mustapha resolut mit einer Faustabwehr gegen den zum Kopfball bereiten John Stones an der Fünfergrenze. Der Schlussmann muss danach kurz behandelt werden, kann aber weitermachen (84. Minute). 
tuneng1.1 Nächster Wechsel bei England: In der 80. Minute kommt Ruben Loftus-Cheek für Dele Alli.
TUNENG1.1Harry Kane wurde zweimal im Strafraum gefoult, so beklagen die Fans der Three Lions, aber bekam keinen Elfmeter. Es steht bisher nur ein Schuss auf das Tor in seiner persönlichen Statistik zu Buche, das 1:0 aus der elften Minute. Foto: Getty
tuneng1.1 Next stop Kazan, am Mittwoch spielt dort Spanien. Wenn wir so schön plaudern können, spricht das nicht unbedingt für eine Schlussoffensive der Engländer.
tuneng1.1 Freistoß für England nach einem Foul an Alli in aussichtsreicher, zentraler Position kurz vor der Strafraumgrenze. Aber Ashley Young zirkelt den Ball über das Tor (79. Minute).
tuneng1.1 Marcus, die Russen wollen bestimmt nicht, dass Du Dir die Partie morgen gegen Ägypten anschaust ... Schaffst Du es rechtzeitig nach St. Petersburg?
tuneng1.1 Ich möchte nur kurz daran erinnern, dass ich neuerdings in der SPON-Redaktion Favoritenschreck genannt werde. Argentinien, Deutschland, England. Wo soll ich als nächstes hingehen? 
tuneng1.1 Der Punkt soll ins Ziel gerettet werden: Tunesiens Trainer Nabil Maaloul bringt mit Mohammed Ben Amor für Naim Slitti einen Defensiv- für einen Offensivspieler (74. Minute)
tuneng1.1 Die 72. Minute ist gut für einen Strich in der Torschuss-Statistik der Tunesier - es ist erst der zweite Versuch in der zweiten Halbzeit. Jordan Pickford im England-Tor muss beim Abschluss von Slitti aber nicht eingreifen.
tuneng1.1 Auch per Standard versprühen die Männer von der Insel im Moment keine richtige Gefahr: Kieran Trippier zirkelt den Ball bom Freistoß aus knapp 25 Metern mit rechts über die Mauer, aber deutlich links vorbei (69.).
tuneng1.1 Kane, Alli oder wie sie alle heißen: Im Zentrum doppelt Tunesien nach Möglichkeit die am weitesten vorne agierenden Engländer. So fehlen für den Spielaufbau der "Three Lions" die Anspielstationen in der Spitze. Das Geschehen wird dann in die Breite, sprich auf die Seiten verlagert. Und so fehlt England auch der nötige Schwung für die Angriffe.
tuneng1.1 Ich hatte ja damit gerechnet, dass Tunesien seinem kraftraubenden Spiel vor der Pause nun Tribut zollen muss. Aber bisher zeigt das Team von Trainer Nabil Maaloul noch keine Ermüdungserscheinungen. Sogar bei den gewonnenen Zweikämpfen haben die Afrikaner seit Wiederbeginn leicht die Nase vorne. 
TUNENG1.1Nach der fulminanten Anfangsphase stehen derzeit die vielen Zweikämpfe im Mittelpunkt. Die meisten Zweikämpfe bestritt bisher Harry Maguire (13, 69,2 Prozent gewonnen). Raheem Sterling (Bild) hat immerhin die zweitmeisten bei England bestritten (10 Zweikämpfe, 50 Prozent gewonnen). Foto: Reuters
tuneng1.1 Ein Tor gab es im ersten Drittel der Partie (11. Minute), eins im zweiten (35.). Nun laufen die letzten 30 Minuten des Spiels. Die Frage lautet also: Wer trifft wann?
tuneng1.1 Die englischen Fans haben einen ultra-gleichen Dauersingsang angestimmt und die tunesischen Anhänger scheinen dem mittlerweile sehr ansehnlichen Kurzpassspiel ihrer Mannschaft staunend zuzuschauen. Deshalb übernehmen mal kurz die restlichen Zuschauer das Kommando und intonieren lautstark "Rossija". Die Vorfreude auf das zweite Gruppenspiel der Sbornaja morgen gegen Ägypten steigt.


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.