WM-Pressestimmen "Partyschreck auf Weltniveau"

Uruguay hat sich den Gruppensieg gesichert - und wird dafür von den Medien gefeiert. Die spanischen Zeitungen fordern mehr Entscheidungsfreude von Nationaltrainer Hierro. Und in Iran sagt man "Goodbye".

Uruguays Luis Suárez (r.), Russlands Sergei Ignaschewitsch
AP

Uruguays Luis Suárez (r.), Russlands Sergei Ignaschewitsch


Pressestimmen zur Partie Uruguay vs. Russland (3:0):

URUGUAY

El País: "Uruguay, ein Partyschreck auf Weltniveau."

El Observador: "Jetzt aber, Uruguay. Ein Team wird sichtbar, genau in dem Moment, wo die Spiele kommen, die wehtun. Die Wechsel von Tabárez (Óscar Tabárez, Uruguays Nationaltrainer, d. Red.) zeigten Wirkung und die Celeste dominierte die Taktik-Schlacht."

Republica: "Uruguay mit Schützenfest gegen Russland und Platz eins in der Gruppe. Im zweiten Durchgang erbarmte sich das Team, nahm den Fuß vom Gaspedal."

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Uruguays Sieg gegen Russland: Aufwärmphase abgeschlossen

RUSSLAND

Sport-Express: "Russland hat Uruguay selbst den ersten Platz überlassen. Die Sbornaja ist ohne Anführer aufgelaufen, hat früh zwei Chancen vergeben und ist in Unterzahl geraten."

Rossijskaja Gaseta: "Selbst diese Niederlage ändert nichts an der Tatsache, dass dieses Turnier das erfolgreichste in der postsowjetischen Geschichte ist. Erstmals seit 1986 ist unsere Mannschaft bei einem WM-Playoff dabei."

Kommersant: "Zu Beginn der WM hat die russische Sbornaja gezeigt, wie sie zu siegen versteht. Im letzten Gruppenspiel hat sie gezeigt, wie sie zu verlieren weiß."

Iswestija: "Bleibt zu hoffen, dass in einer Woche ausgeruhte Spieler zurückkehren und im Achtelfinale eine eifrige und treffsichere Sbornaja aufläuft."

Komsomolskaja Prawda: "Wir haben verloren, aber das wichtigste Spiel haben wir vor uns."

Pressestimmen zur Partie Spanien vs. Marokko (2:2)

SPANIEN

Marca: "Ab ins Achtelfinale Dank des Videobeweises! Das Spiel lässt viele Zweifel aufkommen. Hierro, Du musst anfangen, Entscheidungen zu treffen. Wenn man nahe am Desaster war und sich durch ein Wunder rettet, müssen Dinge geändert werden."

AS: "Gesegnet durch den Videobeweis. Spanien spielt Russisch Roulette und kam weiter. Spanien ist eine Karikatur dessen, was wir im März gesehen haben. Das Spiel ohne Ball wirkt gefährlich und ungeordnet."

Sport: "Was für ein Herzinfarktsfinale. Wieder ein besorgniserregendes Spiel von La Roja. Spanien hat zum wiederholten Male mit dem Feuer gespielt, es ging gerade noch gut."

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Spaniens Remis gegen Marokko: Last-minute-Ausgleich zum Gruppensieg

El Mundo Deportivo: "Ein fürchterliches und peinliches Spiel der Seleccion. Nach der Halbzeit bot Spanien seine bisher schlechteste WM-Leistung."

Pressestimmen zur Partie Iran vs. Portugal (1:1)

PORTUGAL

Publico: "Portugal bleibt weiter in Russland, aber geht auf die schlechte Seite der WM (Hier ist der Turnierbaum gemeint, d. Red.). Es drohen Frankreich, Brasilien und Deutschland im weiteren Turnierverlauf."

Diário de Notícias: "Cristianos verschossener Elfer, die Interferenz des Videoschiedsrichters, der Todesschreck in der Nachspielzeit. Portugal lebt nicht von der Verzauberung, sondern von der Qual."

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Portugals Remis gegen Iran: Hauptsache, weiter

Correio de Manhã: "Mit dramatischem Ende ins Achtelfinale. Die Nationalelf spielt weiter schlecht. Der Fußball erinnert an Frankreich vor zwei Jahren."

Jornal de Notícias: "Verrücktes Ende. Die Götter standen Portugal bei. Auch wenn Cristiano Ronaldo einen Elfmeter verschossen hat, das Glück war auf unserer Seite."

Record: "Weiterzukommen war entscheidend. Aber den Sieg (im Spiel und in der Gruppe) aus den Händen gleiten zu lassen, einen Elfmeter zu verschießen, und im Leiden zu enden, das war unnötig."

IRAN

Tehran Times: "Iran sagt Goodbye. Das Team hat dennoch Geschichte geschrieben und die Erwartungen erfüllt. Die Nation braucht Hoffnung, und der Fußball hat ihr diese gegeben."

bka/dpa/sid



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joes.world 26.06.2018
1. Ich danke Gottal
gleich welchem. Dass der Iran brav ausgeschieden ist. Denn das Getröte war nicht mehr auszuhalten. Wir mögen zwar allesamt nicht wissen wer und wie dieser Gott so sein mag, etwas aber ist nun sicher: Gott mag keine Vuzuelas. Und das mag ich an ihm.
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