WM 2018 Iran siegt nach Eigentor in letzter Minute

90 Minuten überlegen, am Ende selbst besiegt. Per Eigentor schenkte Marokko Iran den Sieg. Ansonsten standen Verletzungen im Vordergrund.

 Aziz Bouhaddouz (2.v.l.) Mahdi Taremi (l)
DPA

Aziz Bouhaddouz (2.v.l.) Mahdi Taremi (l)


Im ersten WM-Spiel der Gruppe B hat der Iran Marokko 1:0 (0:0) besiegt. Ein Eigentor von Aziz Bouhaddouz bescherte den Iranern trotz Unterlegenheit in der fünften Minute der Nachspielzeit den Sieg.

Den besseren Start ins Spiel erwischten die Marokkaner. Mit intensivem Angriffspressing schnürten sie die Iraner tief in deren Hälfte und zogen ein gefälliges Kombinationsspiel auf. Am brenzligsten wurde es für Keeper Alireza Beiranvand in der 19. Minute, doch weder Hakim Ziyech, noch Younes Belhanda und Medhi Benatia konnten den Schlussmann bei einer Dreifach-Chance nach einem Freistoß überwinden.

Eine Minute später tauchte der Iran erstmals vor Marokkos Tor auf, doch nach einem Konter war Karim Ansarifards Querpass zu ungenau. Es war die Initialzündung: Nun waren auch die Iraner im Spiel. Bis zur 43. Minute neutralisierten sich die Teams weitestgehend, ehe El Kajoui freistehend vor Marokko-Keeper die beste Chance des ersten Durchgangs vergab.

In Durchgang zwei erlebten die 50.000 Zuschauer im Sankt Petersburger Stadion einen deutlichen Spannungsabfall. Marokko blieb spielbestimmend, ließ jedoch Zielstrebigkeit vermissen. Stattdessen war der zweite Durchgang vor allem von Verletzungen gezeichnet: Erst musste der kurzfristig bewusstlose Nordin Amrabat ausgewechselt werden, dann der von Krämpfen geplagte Alireza Jahanbakhsh (85.).

Die dementsprechend lange Nachspielzeit (sechs Minuten) und der erst wenige Minuten zuvor eingewechselte Bouhaddouz verhalfen dem Iran schließlich zum Sieg: Der Stürmer vom FC St. Pauli beförderte einen Eckball per Flugkopfball in der 95. Minute ins eigene Tor. Danach passierte nichts mehr.

Marokko - Iran 0:1 (0:0)
0:1 Bouhaddouz (95. Eigentor)
Marokko: Munir - N. Amrabat (76. S. Amrabat), Benatia, Saiss, Achraf - Ziyech, Balhanda, El Ahmadi, Boussoufa, Harit (82. Costa) - El Kaabi (78. Bouhaddouz)
Iran: Beiranvand - Rezaeian, Cheshmi, Pouraliganji, Haji Safi - Jahanbakhsh, Ansarifard, Ebrahimi, Shojaei (68.Taromi), Amiri - Azmoun
Schiedsrichter: Cüneyt Cakir (Türkei)
Gelbe Karten: El Ahmadi, Jahanbakhsh - Shojaei
Zuschauer: 50.000

paw



insgesamt 4 Beiträge
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irobot 15.06.2018
1. Ist zwar EOT ...
... aber haben die Russen diese nervigen Vuvuzelas wieder ausgegraben? Die Geräuschkulisse hat doch sehr stark an diese nervigen Tröten von 2010 erinnert.
gnarze 15.06.2018
2. So ist Fußball
Da wird eine Mannschaft, die ab Minute 60 kollektiv auf Zeit gespielt hat, in der Nachspielzeit belohnt. Spanien und Portugal müssen wohl definitiv nicht zittern.
aurichter 15.06.2018
3. Kann man
drüber streiten, ob beide WM würdig gespielt haben, war schon ermüdend, bis auf die erste Viertelstunde. Noch schlimmer war jedoch dieser Tom Bartels bei der ARD Übertragung. So wie der negativ über die Iraner berichtet hat, da könnte man auf den Trichter kommen, dass der sich an Trump ranschmeissen will. Grenzwertig es und höchst einseitige Begleitung des Spiels. In meinen Augen unterste Schublade.
spon_2937981 15.06.2018
4.
Stürmer am eigenen Strafraum... oft keine gute Sache.
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