Vor Deutschlands WM-Auftakt Löw verteidigt Özil und Gündogan

Vor dem deutschen WM-Start wird immer noch über Mesut Özil und Ilkay Gündogan debattiert. Bundestrainer Joachim Löw stärkt beiden im SPIEGEL den Rücken.

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Bundestrainer Joachim Löw hat vor dem ersten WM-Spiel betont, dass er weiter hinter Mesut Özil und lkay Gündogan stehe, die nach gemeinsamen Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in die Kritik geraten waren. Er kenne die beiden Nationalspieler schon sehr lange und wisse, dass sie sich ganz mit den Werten in Deutschland identifizierten, sagte Löw dem SPIEGEL: "Und das ist für mich mal das Allerallerwesentlichste. Diese beiden Spieler sind in Deutschland wirklich gut integriert. Das kann ich versichern."

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Löw sagte weiter, er freue sich auf die WM, habe aber auch "eine gewisse Demut. Denn Erfolg ist grundsätzlich planbar, aber nicht immer in jeder Facette. Bei einem Turnier gibt es immer Momente, die kann man nicht vorhersehen."

Löw sagte dem SPIEGEL weiter, er sehe sich "als Entwickler und Visionär. Das ist tief in mir drin. Ich mache mir ständig Gedanken: Wo geht der Fußball insgesamt hin? Wo wollen wir in vier Jahren stehen?"

"Wir wollen eine sympathische Mannschaft sein"

Dabei sei Erfolg nicht das einzige Ziel, das er verfolge: "Den Leuten soll es Spaß machen, wenn sie der Mannschaft zuschauen. Wir wollen eine sympathische Mannschaft sein, die ehrgeizig und diszipliniert ist, aber die auch Freude am Spiel vermitteln kann. Das war und ist mir immer noch sehr wichtig."

Kritik an seinen Entscheidungen störe ihn nicht mehr, sagt Löw. Die öffentlichen Diskussionen lasse er kaum noch an sich heran. "Das hängt auch mit Erfahrungen zusammen. Kritik ist berechtigt und annehmbar. Aber sie wirft mich nicht aus der Bahn oder lässt mich auch nicht von meiner Überzeugung abrücken."

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