Verwirrungen um Argentiniens Trainer Sampaoli muss wohl doch gehen

Direkt nach dem WM-Aus der Argentinier wurde über die Entlassung von Trainer Sampaoli spekuliert, doch dann bekam er mehr Einfluss im Verband. Nun steht er Medienberichten zufolge vor dem Aus.

Jorge Sampaoli
AFP

Jorge Sampaoli


Der argentinische Fußball-Verband wird sich wohl doch von Nationaltrainer Jorge Sampaoli trennen. Dies berichten mehrere einheimische Medien übereinstimmend. Spätestens am Montag soll der 58-Jährige einen Auflösungsvertrag unterschreiben, den Konditionen habe er bereits zugestimmt. Insgesamt soll Sampaoli eine Abfindung von mehr als 1,7 Millionen Euro kassieren. Zuvor war von einer Abfindung in zweistelliger Millionenhöhe die Rede. Eine offizielle Stellungnahme gab es zunächst nicht.

Sampaoli hatte Argentinien erst im Sommer vergangenen Jahres übernommen. Der Verband hatte ihn damals für 1,5 Millionen Euro aus seinem Vertrag beim FC Sevilla herausgekauft. Sein Vertrag als Nationalcoach gilt noch bis zur WM 2022 in Katar.

Unter Sampaoli war Argentiniens Nationalelf vier Jahre nach dem verlorenen WM-Finale gegen Deutschland bereits im Achtelfinale des Turniers in Russland ausgeschieden. Anfang der Woche hatte Argentiniens Verband zunächst entschieden, dass Sampaoli vorerst Trainer bleiben solle. Das Exekutivkomitee werde Ende des Monats zusammenkommen, um die Lage der Nationalelf um Superstar Lionel Messi sowie das Abschneiden bei der WM zu bewerten, hieß es weiter.

Außerdem wurde auf der Sitzung vereinbart, dass Sampaoli Ende des Monats die U20 des Landes bei einem Turnier in Spanien betreuen soll. Die Beförderung hatte viele erstaunt. Umso überraschender ist nun die Kehrtwende, nur wenige Tage nach dem Treffen.

Auf der Wunschliste für Sampaolis Nachfolge als Nationaltrainer sollen laut der Zeitung "Clarin" Mauricio Pochettino von Tottenham Hotspur, Diego Simeone (Atletico Madrid) und Marcelo Gallardo (River Plate Buenos Aires) stehen - Kandidaten, die das Blatt jedoch selbst als unrealistisch bezeichnete. Matias Almeyda, bis Ende Juni in Mexiko bei Deportivo Guadalajara, und Perus Nationaltrainer Ricardo Gareca sollen realistische Anwärter sein.

sak/sid/dpa



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hamburger.jung 15.07.2018
1.
Wer es nach Niederlagen nicht einmal schafft dem gegnerischen Trainer zu gratulieren, hat bei einer WM nichts zu suchen. Deshalb sehr erfreulich.
conillet 15.07.2018
2. Unmöglicher Typ
Sein Auftritt bei der WM war oberpeinlich. So wie der an der Seitenlinie rumgehampelt ist, konnte man ihn unmöglich ernst nehmen. Das einzige halbwegs gute Spiel der Argentinier, das 3:4 gegen Frankreich, kam ja auch erst zustande, nachdem Messi und Mascherano ihn intern entmachtet hatten.
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