Mesut Özil nach dem WM-Aus "Ich brauche Zeit"

Mesut Özil sagt noch immer nichts zur Erdogan-Affäre. Ob der auch für seine WM-Leistung kritisierte Spieler weiter für den DFB spielt, ließ er jetzt in einem Tweet offen - der mit einem vielsagenden Hashtag endet.

Mesut Özil
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Mesut Özil


Mesut Özil hat sich erstmals nach dem historischen Aus bei der WM in Russland geäußert. "Die Weltmeisterschaft schon nach der Gruppenphase verlassen zu müssen, schmerzt so sehr. Wir waren einfach nicht gut genug. Ich werde einige Zeit brauchen, um darüber hinwegzukommen", twitterte der in der Kritik stehende Mittelfeldspieler. Seinen Tweet beendete er unter anderem mit dem Hashtag #SayNoToRacism. Ein Statement, das Raum für Spekulationen lässt.

Will sich der Profi des FC Arsenal in Zukunft wegen anhaltender rassistischer Hetze aus der Nationalelf zurückziehen? Nach dem viel kritisierten Treffen mit dem umstrittenen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in einem Londoner Hotel war Özil gemeinsam mit Ilkay Gündogan bei den Länderspielen ausgepfiffen worden. Zu der Affäre äußert er sich nach wie vor nicht.

Momentan steht Özil bei 92 Länderspielen, bei der nächsten Weltmeisterschaft in Katar wäre er 34 Jahre alt.

Weitere Nominierungen dürften auch von der Zukunft des Bundestrainers abhängen. Joachim Löw ist ein großer Fürsprecher von Özil und dessen Fähigkeiten. Der Weltmeister von 2014 kommt im Nationaltrikot bislang auf 23 Tore und 40 Vorlagen.

Gündogan will weiter für Deutschland spielen

Bei der WM in Russland enttäuschte der von Rückenproblemen und einer Knieprellung beeinträchtigte Özil genau wie die Teamkollegen. Özils Bilanz lautet: kein Tor, keine Vorlage zu einem Tor, zwei Abschlüsse. Der einzige Sieg gelang , als er gegen Schweden auf der Bank saß. Nach dem WM-Aus war es zudem zu einem Wortgefecht mit einem deutschen Anhänger gekommen.

Auch Gündogan, der nach dem Foto mit Erdogan scharf kritisiert wurde, äußerte sich zu seiner Zukunft. Der Mittelfeldspieler von Manchester City will beim Neuanfang der deutschen Nationalmannschaft dabei sein. "Wir müssen und wir werden nach der Sommerpause aber wieder aufstehen", schrieb der 27-Jährige in den sozialen Netzwerken. Die Mannschaft sei nach dem erstmaligen Scheitern einer DFB-Auswahl in einer WM-Gruppenphase "immer noch sehr enttäuscht", schrieb Gündogan bei Twitter.

"Wir hatten große Pläne, aber wir sind gescheitert. Es hat mich so stolz gemacht, an meiner ersten Weltmeisterschaft für Deutschland teilnehmen zu dürfen, in der Gruppenphase auszuscheiden ist dann einfach nur frustrierend", fügte Gündogan hinzu. Der frühere BVB-Profi war bei der WM nur beim 2:1 gegen Schweden zum Einsatz gekommen.

bam/sid/dpa



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