Russland Er durfte nicht zur WM - also nahmen Freunde eine Pappfigur von ihm mit

Hat seine Freundin ihm die Reise zur Fußball-WM wirklich verboten? Das glauben zumindest Javiers Freunde. Damit er trotzdem dabei ist, haben sie sich etwas überlegt - und sorgen damit im Netz für Aufsehen.

imago/ ITAR-TASS

Nie vor Ort, aber doch ziemlich präsent: Der mexikanische Fußballfan Javier ist durch die Weltmeisterschaft in Russland zu einer kleinen Berühmtheit im Netz geworden. Da er das Turnier in Russland nicht selbst besuchen kann (oder darf), fertigten seine Freunde eine lebensgroße Pappfigur von ihm an. Nun taucht der Pappkamerad überall in Russland auf.

"Er hat uns nie wirklich gesagt, warum er nicht mitgekommen ist. Also haben wir uns gedacht, dass er irgendwie dafür bezahlen muss", sagte sein Freund Matthew. Er und zwei andere Freunde vermuten, das Fernbleiben von Javier habe etwas mit seiner Partnerin zu tun, deshalb trägt ihr Pappkamerad ein T-Shirt mit der Aufschrift "Mi vieja no mi dejo", was übersetzt so viel wie "Meine Freundin hat mich nicht gelassen" bedeutet.

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Als Figur sah Javier St. Petersburg, Moskau und Rostow am Don, wurde mit Fans und Polizisten fotografiert und besuchte mexikanische Fanzonen auf den Schultern seiner Freunde, ohne sein Land verlassen zu haben. In den sozialen Medien wurde viel über die Aktion berichtet.

"Wir haben nicht so viele Reaktionen erwartet. Am Anfang erhielten wir nur Nachrichten von Freunden in Griechenland, Portugal, China und Chile", sagte Matthew. "Überall wird uns erzählt, dass auch bei ihnen über diese Geschichte gesprochen wird."

Durch die überraschende Aufmerksamkeit glauben die Freunde von Javier, dass er selbst noch nach Russland reisen wird. "Er wird wahrscheinlich kommen. Bei all dem Druck, unter dem er steht", sagte Matthew.

mho/SID



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