Grindel zum WM-Aus für Felix Brych "Keine Extrawünsche der DFB-Delegation"

Zusätzliche Akkreditierungen und andere Sonderwünsche? DFB-Präsident Reinhard Grindel hat Berichte dementiert, wonach das WM-Aus für Schiedsrichter Felix Brych damit zusammenhängt.

DFB-Präsident Reinhard Grindel
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DFB-Präsident Reinhard Grindel


DFB-Präsident Reinhard Grindel hat Medienberichte zurückgewiesen, denen zufolge der vorzeitige WM-Abschied von Schiedsrichter Felix Brych im Zusammenhang mit angeblichen Sonderwünschen des Deutschen Fußball-Bundes stehen könnte. Brych wird bei der Weltmeisterschaft nicht mehr zum Einsatz kommen, nachdem er in der Vorrunde lediglich die brisante Partie zwischen der Schweiz und Serbien leiten durfte. Von serbischer Seite gab es nach der 1:2-Niederlage wegen eines nicht gegeben Elfmeters heftige Kritik.

Grindel schrieb am Freitag via Facebook, es habe "keine Extrawünsche der DFB-Delegation" an den Fußballweltverband Fifa gegeben. "Diese Berichterstattung ist schlicht falsch", teilte der DFB-Chef mit. Einen Zusammenhang mit der Nicht-Berücksichtigung von Brych für die entscheidenden WM-Spiele herzustellen, sei abwegig.

Alle Fahrten der Delegation zu sozialen und gesellschaftspolitischen Veranstaltungen oder zu WM-Spielen seien von einem privaten Dienstleister abgewickelt worden, den der DFB bezahlt habe, erklärte Grindel. Die Delegation habe auch keine zusätzlichen Akkreditierungen oder sonstigen Leistungen der Fifa verlangt.

Welche Rolle letztendlich Brychs einziger WM-Auftritt in Russland gespielt hat, ist spekulativ. "Offensichtlich wurde Felix' schwierige und strittige Elfmeter-Entscheidung von der Fifa als so schwerwiegend bewertet, dass es keine weiteren Ansetzungen mehr für ihn gab. ... Wir müssen diese Entscheidung akzeptieren", sagte Ronny Zimmermann, der für die Schiedsrichter zuständige DFB-Vizepräsident.

"Der Verlauf der WM ist für mich und mein Team natürlich eine herbe Enttäuschung. Aber das Leben geht weiter, und wir kommen wieder", wird Brych in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) zitiert.

wit/dpa/sid

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