Sieg gegen Nigeria Zittern bis zum Schlusspfiff - Argentinien erreicht das Achtelfinale

Das war knapp: Dank eines späten Siegtreffers hat Argentinien gegen Nigeria das Achtelfinale erreicht. Im Spiel hatte es einen zweifelhaften Elfmeter gegen die Albiceleste gegeben.

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Vizeweltmeister Argentinien hat bei der WM 2018 das Achtelfinale erreicht. Gegen Nigeria gewann das Team 2:1 (1:0), womit die Albiceleste die Vorrunde als Gruppenzweiter hinter Kroatien abschließt. Für Argentinien trafen Lionel Messi (14. Minute) und Marcos Rojo (86.). Nigerias zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Victor Moses (51.). In der Runde der letzten 16 trifft Argentinien auf Frankreich (30. Juni 16 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Nach der desolaten 0:3-Niederlage gegen Kroatien veränderte Argentiniens Coach Jorge Sampaoli seine Startelf auf fünf Positionen und sah in Sankt Petersburg einen nervösen Beginn seiner Mannschaft, geprägt von einfachen Fehlern im Spielaufbau. Erst nach 14 Minuten erspielte sich das Team seine erste Chance - nutzte diese aber direkt zur Führung: Einen langen Ball von Éver Banega verarbeitete Superstar Messi mit zwei Kontakten auf engstem Raum, ehe er druckvoll zum 1:0 abschloss.

Das Tor gab der Albiceleste Sicherheit. Die Mannschaft blieb gefährlich und kam dem 2:0 in der 34. Minute sehr nahe, als ein Freistoß von Messi gegen den Innenpfosten prallte. Nigeria, das für ein Weiterkommen mindestens unentschieden spielen musste, agierte nach dem Rückstand offensiver als zuvor, ohne jedoch echte Torgefahr zu entwickeln.

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Argentiniens Sieg gegen Nigeria: Ein Maradona, zwei Matchwinner

In Durchgang zwei änderte sich das schlagartig: Nach einem Zweikampf zwischen Javier Mascherano und Leon Balogun pfiff Referee Cüneyt Cakir Strafstoß - eine harte Entscheidung. Victor Moses übernahm die Verantwortung und traf zum 1:1 (51.).

Nun waren es die Argentinier, die unter Zugzwang standen, nur bei einem Sieg konnte das Team auf das Achtelfinale hoffen. Die Mannschaft erhöhte den Druck, fand gegen die zweikampfstarken Afrikaner jedoch keine Mittel. Auf der anderen Seite hätte Nigeria in der 77. Minute fast den zweiten Strafstoß zugesprochen bekommen, doch Schiedsrichter Cakir wertete Rojos Handspiel im Strafraum als unabsichtlich.

In der Schlussphase warf Argentinien alles nach vorne - und wurde belohnt: Innenverteidiger Rojo erzielte nach einer Hereingabe von Gabriel Mercado per Volley den umjubelten Siegtreffer. Mit vier Punkten beendet das Team die Vorrunde als Gruppenzweiter, während die WM für Nigeria auf Rang drei (drei Punkte) beendet ist.

Nigeria - Argentinien 1:2 (0:1)
0:1 Messi (14.)
1:1 Moses (51.)
1:2 Rojo (86.)
Nigeria: Uzoho - Balogun, Troost-Ekong, Omeruo - Mikel - Ndidi, Etebo - Moses, Idowu - Musa (90.+4 Simy), Iheanacho (46. Ighalo)
Argentinien: Armani - Mercado , Otamendi, Rojo, Tagliafico (80. Agüero) - Banega, Mascherano - Messi, Perez (60. Pavon), di Maria (72. Meza) - Higuain
Schiedsrichter: Cüneyt Cakir (Türkei)
Gelbe Karten: Balogun, Mikel / Mascherano, Messi , Banega

paw



insgesamt 20 Beiträge
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Seite 1
schredder 26.06.2018
1. Der zweite Elfer
war klar einer. Ohne die Hand wäre das Ding vermutlich direkt vor dem grünen, der hintendran stand gelandet.
briancornway 26.06.2018
2. Die A- und B-Favoriten wackeln ...
... aber bisher haben sich noch alle in's Achtelfinale geschleppt. Schade für Nigeria, die waren mal wieder stark. Momentan habe ich jedoch auch ein Herz für alte Riesen wie ARG, SPA ... und GER.
Epsola 26.06.2018
3.
Zitat von schredderwar klar einer. Ohne die Hand wäre das Ding vermutlich direkt vor dem grünen, der hintendran stand gelandet.
Darauf kommt es nicht an. Wie kommt der Ball vom Kopf an die Hand? Offensichtlich unabsichtlich und unkontrolliert und somit natürlich.
Msc 26.06.2018
4.
Argentinien kann sich beim Schiedsrichter bedanken. Das Handspiel war ein Elfer, der nicht gegeben wurde. Dafür war der erste Elfer ein Witz. Das hätte auch anders ausgehen können.
formatierer 26.06.2018
5. Elfmeter nicht gegeben
Früher wurden Schiedsrichter mit einer goldenen Uhr bestochen.
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