Erfolg gegen Nigeria Warum nicht mal Kroatien?

Gerade die Offensive Kroatiens glänzte beim WM-Auftakt noch nicht, aber der erste Sieg deutet ihr Potenzial an. Nigeria half allerdings mit, ein weiteres schwaches afrikanisches Team bei dieser WM.

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Warum nicht mal Kroatien? Diese Frage stellen sich Fans mit Kenntnis des starken kroatischen Kaders regelmäßig bei großen Turnieren. Genauso regelmäßig werden sie enttäuscht. Dreimal in Folge scheiterte Kroatien zuletzt schon in der Vorrunde (2002, 2006 und 2014), 2010 war das Team nicht einmal qualifiziert. Aber vielleicht geht diesmal ja mehr. Auch wenn Kroatien gegen Nigeria nicht wirklich glänzte, ist der wichtige Auftakt gelungen.

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Geheimfavorit Kroatien: Zwei Ecken, ein Elfmeter

Das Ergebnis: Kroatien schlägt Nigeria 2:0 (1:0) und ist damit Tabellenführer der Gruppe D - zwei Punkte vor Argentinien und Island nach deren Remis. Hier geht's zum Spielbericht.

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Ranking der WM-Trikots: 32 angesagte Sommer-Looks

Musterlos: Das gemusterte nigerianische Heimtrikot wurde rasend schnell zum Verkaufsschlager. Innerhalb weniger Minuten waren die Kleidungsstücke im Onlineshop des Herstellers ausverkauft. Die Trikots warten noch auf ihren ersten WM-Einsatz, Nigeria spielte in enttäuschend schlichtem musterlosen Dunkelgrün. Gepaart mit den kroatischen Rauten wären die Zuschauer vielleicht auch zu abgelenkt gewesen. Immerhin präsentierten die Spieler vor dem Anpfiff die Trainingsjacken, die den Trikots in nichts nachstehen.

Nigeria bei der Nationalhymne
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Nigeria bei der Nationalhymne

Die erste Hälfte: Kroatien dominierte und zeigte seine gute Spielanlage, ohne wirklich gefährlich zu werden. Ähnliches galt für Nigeria: Es blieb bei vielversprechenden Ansätzen. Kroatien ging in Folge einer Ecke in Führung. Ante Rebic verlängerte per Kopf, Mario Mandzukic versuchte es mit einem Abschluss ebenfalls per Kopf - und Nigerias Oghenekaro Etebo lenkte den Ball ins eigene Tor (32. Minute).

Die zweite Hälfte: War ähnlich langweilig wie die erste. Wenige Torraumszenen, wenige gute Abschlüsse, viel Mittelfeldgeplänkel. Erst ein Elfmeter brachte etwas Aufregung, Luka Modric aber trat an und verwandelte ganz unaufgeregt. Nigeria konnte dem Favoriten nichts mehr entgegensetzen.

Fremdhilfe statt Offensivglanz: Andrej Kramaric, Mandzukic, Ivan Perisic und Rebic, dahinter Ivan Rakitic und Modric - gerade die Offensive ist bei Kroatien sehr gut aufgestellt. Mateo Kovacic und Marko Pjaca schafften es nicht einmal in die erste Elf. Im Spiel war von der Angriffsstärke dann aber nicht viel zu sehen. Dass es nicht nur eine Standardsituation, sondern auch noch ein Eigentor zur kroatischen Führung und einen Elfmeter für das zweite Tor brauchte, ist da schon etwas überraschend.

Tag der Elfmeter: Vier Spiele, fünf Strafstöße - das ist die Bilanz des dritten WM-Tags. Nicht eine der Partien ist ohne Elfmeter ausgekommen. Mehr Strafstöße an einem einzelnen Tag gab es zuletzt bei der WM 1998. Das spricht nicht gerade für cleveres Verteidigen. William Troost-Ekongs Foul an Mandzukic war tatsächlich an Plumpheit kaum zu überbieten. Der Nigerianer zog und hielt den Kroaten so lange, bis Schiedsrichter Sandro Ricci wirklich so gar keine andere Wahl mehr hatte, als auf den Punkt zu zeigen.

Harmlose Afrikaner: Drei Spiele haben Vertreter des afrikanischen Fußballverbands Caf bisher absolviert. Die ernüchternde Bilanz nach den Partien von Ägypten, Marokko und Nigeria: drei Niederlagen und 0:4 Tore. Tunesien (gegen England) und der Senegal (gegen Polen) haben am Montag beziehungsweise am Dienstag die nächsten Gelegenheiten.

Fazit des Spiels: Nigeria wird es in einer vergleichsweise ausgeglichenen Gruppe nach der Auftaktniederlage sehr, sehr schwer haben. Den Kroaten fehlte noch der Glanz, großes Potenzial hat das Team aber zweifellos. Warum nicht mal Kroatien?

Kroatien - Nigeria 2:0 (1:0)
1:0 Etebo (32., Eigentor)
2:0 Modric (71., Foulelfmeter)
Kroatien: Subasic - Vrsaljko, Lovren, Vida, Strinic - Rakitic, Modric - Rebic (ab 78. Kovacic), Kramaric (ab 60. Brozovic), Perisic - Mandzukic (ab 85. Pjaca)
Nigeria: Uzoho - Abdullahi, Balogun, Idowu, Ekong - Ndidi, Etebo - Moses, Mikel (ab 88. Nwankwo), Iwobi (ab 62. Musa) - Ighalo (ab 72. Iheanacho)
Schiedsrichter: Ricci (Brasilien)
Zuschauer: 31.136
Gelbe Karten: Rakitic, Brozovic - Ekong

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insgesamt 3 Beiträge
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whitewisent 17.06.2018
1.
So kann man auch den Gedanken einer WM ad Absurdum führen, und die Einschaltquoten dürften noch weiter zurückgehen, wenn es wie in Katar mitten im Winter in der Vorweihnachtszeit oder Nordamerikas Zeitverschiebungen zu solchen Paarungen kommt. So toll der Gedanke ist, daß Fußball verbindet, und so erfahren viele Mannschaften vom Papier her sind, Asien und Afrika werden noch auf lange Sicht nur als Spielplanfüller taugen, von Eintagserfolgen mal abgesehen. Wenn selbst Europas Mittelklasse so klar Afrikas Beste dominieren, hat das nichts mit Meisterschaft zu tun, sondern Zeitvergeudung, für die Fußballer wie Zuschauer.
panikattacke 17.06.2018
2. auf dem zettel
Ich erinnere mich noch gut daran, wie sehr ih kroatien in der wm 2010 oder em 2008 in unserer gruppe TOTAL unterschätzt habe und die uns auch geschlagen haben... seit dem denk ich immer, dass man bei denen sehr vorsichtig mit unterschätzen sein sollte xD ih kann mir gut vorstellen, dass sie es diesmal schaffen... ich glaube dieses mal nicht an Deutschland hmmm kein klose und lahm stattdessen ein gomez der in turnieren bisher nie so toll aussah genau wie özil.... in der nationalelf haben beide mir sehr sehr selten gefallen. ... aber naja wir werden ja sehen xD
dr.quake 17.06.2018
3. wenig Fussballsachverstand
Die Kommentare hier sind peinlich... Kroatien hat mit Modric, Rakitic, Mandzukic etc. absolute Weltklasse Spieler. Modric gilt neben Iniesta als bester Mittelfeldspieler des Jahrzehnts. Kann man schon daran sehen wie Real spielte wenn er mal verletzt war. Direkt aus der CL rausgeflogen. Es sind 3 CL Sieger und 1 Finalist im Team(Lovren: Liverpool, Rakitic: Barcelona, Mandzukic: Bayern & Juve, Modric 4x mit Real!) Kroatien gehört in den letzten Jahren zu den absoluten top Teams in Europa. Schlägt sich halt leider meistens selbst... Ziemliche arrogant, nur weil Kroaten 4,3 Millionen Einwohner hat. Eine bemerkenswert erfolgreiche Sportnation bei der Größe! Sie haben bei der letzten Euro die besten Gruppenspiele von allen Mannschaften gespielt. Gegen Spanien begeisternd! Deutschland unterschätzt Kroatien auch nicht, sondern Kroatien ist einer ihrer Angstgegner. Selbst Löw will ihnen am liebsten aus dem Weg gehen. Mehrfach in Interviews gesagt. Die Pflichtspielbilanz steht bei 2:1 für Kroatien...
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