Erster Erfolg bei der WM Sieg dank Glückstor - Spanien schlägt Iran knapp

Hart erkämpfte Punkte: Gegen extrem defensive Iraner taten sich die Spanier lange schwer - ehe ein Billardtor dem Team den Sieg brachte. Sicher im Achtelfinale ist der Titelanwärter noch nicht.

Isco (l.) und Diego Costa (r.)
AP

Isco (l.) und Diego Costa (r.)


WM-Titelkandidat Spanien hat im zweiten Gruppenspiel den ersten Sieg eingefahren. Gegen Iran gewann das Team 1:0 (0:0), den entscheidenden Treffer erzielte Diego Costa (54. Minute). Nach dem Remis zum Auftakt gegen Portugal belegen die Spanier zusammen mit dem iberischen Rivalen den geteilten ersten Platz in Gruppe B.

Von Beginn an zeigte sich in Kasan das erwartete Bild: Die dicht gestaffelten Iraner empfingen Spanien tief in der eigenen Hälfte, die "Furia Roja" kombinierte in Handballmanier um den gegnerischen Strafraum. Ansatzweise gefährlich wurde es dabei im ersten Durchgang nur dreimal - jeweils nach Abschlüssen von David Silva (25., 35., 45.+1). Die Iraner wiederum vergaben die wenigen sich bietenden Kontersituationen kläglich, sodass die Teams zur Pause torlos in der Kabine verschwanden.

Nach Wiederanpfiff erhöhten die Spanier den Druck. In der 49. Minute parierte Irans Keeper einen Abschluss von Innenverteidiger Gerard Piqué, eine Minute später einen Fernschuss von Sergio Busquets. Auf der anderen Seite kam auch Iran zu seiner ersten guten Chance: Mit einer wuchtigen Volleyabnahme verfehlte Karim Ansarifard nur knapp das linke Toreck (52.).

Spielbestimmend blieben die Spanier - und in der 54. Minute belohnte sich der Favorit: Nach einem Zuspiel von Andrés Iniesta hatte Diego Costa eigentlich schon die Kontrolle über den Ball verloren, doch Rahim Rezaeian traf den Stürmer beim Klärungsversuch am Knie. Von dort landete der Ball unhaltbar im iranischen Tor.

Die Iraner reagierten jetzt endlich und nahmen offensiv am Spiel teil. Das Team kam zu Gelegenheiten. In der 63. Minute traf Saeid Ezatolahi sogar zum vermeintlichen Ausgleich, doch Schiedsrichter Andres Cunha entschied richtigerweise auf Abseits.

In der Schlussphase bemühten sich die Iraner um den Ausgleich, vergaben durch einen Kopfball von Mehdi Taremi (83.) jedoch die größte und zugleich letzte Gelegenheit zum 1:1.

Im abschließenden Gruppenspiel gegen Marokko (25.6, 20 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE, TV: ZDF) kann sich Spanien mit einem Sieg oder Unentschieden für das Achtelfinale qualifizieren, während im Parallelspiel zur selben Zeit die Iraner (drei Punkte) auf Portugal treffen.

Iran - Spanien 0:1 (0:0)
0:1 Costa (54.)
Iran: Beiranvand - Hosseini , Pouraliganji , Rezaeian , Haji Safi (69. Mohammadi) - Amiri , Ezatolahi - Torabi , Ebrahimi , Ansarifard (74. Jahanbakhsh)- Azmoun
Spanien: de Gea - Carvajal , Piqué , Sergio Ramos , Alba - Busquets , Iniesta (71. Koke) - Isco - Silva , Vázquez (Asensio 78.) - Diego Costa
Schiedsrichter: Andres Cunha
Gelbe Karten: Amiri / -
Zuschauer: 42.718

paw



insgesamt 1 Beitrag
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ödi 20.06.2018
1. Furia?
Vielleicht könnten sich die deutschen Kommentatoren darauf einigen, die "furia" wegzulassen. Das hat nichts mit der aktuellen Spielweise der spanischen Nationalmannschaft zu tun, aber niemand in Spanien sagt "Furia Roja". Die Mannschaft heisst schlicht "La Roja", die Rote.
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