WM-Auslosung Das ist Deutschlands Weg ins Endspiel

Die WM-Auslosung bescherte der Nationalelf schlagbare Gegner, der Weg bis ins Finale scheint frei zu sein. Nach der Vorrunde warten zunächst leichtere Aufgaben, den Härtetest im Halbfinale besteht die Löw-Elf mit Bravour. Ein Blick voraus.

Bundestrainer am Strand: Joachim Löw sieht in der Ferne schon das Endspiel
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Bundestrainer am Strand: Joachim Löw sieht in der Ferne schon das Endspiel

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Gruppe A
Brasilien
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Kamerun
Gruppe B
Spanien
Niederlande
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Australien
Gruppe C
Kolumbien
Griechenland
Elfenbeinküste
Japan
Gruppe D
Uruguay
Costa Rica
England
Italien
Gruppe E
Schweiz
Ecuador
Frankreich
Honduras
Gruppe F
Argentinien
Bosnien-Herz.
Iran
Nigeria
Gruppe G
Deutschland
Portugal
Ghana
USA
Gruppe H
Belgien
Algerien
Russland
Südkorea
Die Reaktionen aus Deutschland nach der Auslosung sind eindeutig: machbar, schlagbar, lösbar. Die Gruppenphase bei der WM 2014 könnte man aus DFB-Sicht demnach schon einmal abhaken. Portugal, Ghana, die USA - das ist zwar keine Laufkundschaft des Fußballs, aber es sind auch nicht die Teams, die die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2014 in Brasilien nachhaltig aufhalten sollten.

Der deutsche Weg auf dem südamerikanischen Kontinent kann bis ins Finale führen. Spielen wir es doch einfach einmal durch.

Achtelfinale. Am 30. Juni trifft die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw in Porto Alegre auf den Zweiten der Gruppe H. Das könnte, das sollte Russland sein. Die von Fabio Capello trainierte Mannschaft ist ein routiniertes Team mit begabten Einzelspielern. Aber auf Russland ist im Ernstfall immer Verlass: Irgendwann im Turnierverlauf geht der Mannschaft die Luft aus, gerne auch einmal eher früh als spät. Das wird diesmal im Achtelfinale sein. Russland ist eigentlich nur zu Hause richtig stark. Wiedervorlage bei der Heim-WM 2018.

Dann kommt das Viertelfinale am 4. Juli im Maracanã-Stadion von Rio, ein echter Vorgeschmack auf das Endspiel. Das gilt aber nur für den Austragungsort, nicht für den Gegner. Der heißt nämlich Bosnien-Herzegowina. Die Truppe, die sich zu einem guten Teil aus ehemaligen und jetzigen Bundesliga-Spielern zusammensetzt, hat sich bei ihrer WM-Premiere mit Glück und Hilfe einer guten Auslosung bis in die Runde der besten acht gespielt.

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Deutsche Gruppengegner: Klinsmann, Cristiano Ronaldo, Boateng
Das allein ist schon ein Riesenerfolg, aber alles Weitere wäre dann mit Verlaub auch eine Nummer zu groß. Teams vom Balkan sind beileibe nicht die Lieblingsgegner deutscher Nationalmannschaften bei großen Turnieren. Man frage bei Berti Vogts, Christian Wörns oder Miroslav Klose nach.

Dennoch: Kann sich jemand ernsthaft vorstellen, dass ein Team mit dem Stuttgarter Vedad Ibisevic als Sturmspitze und dem Braunschweiger Ermin Bicakcic in der Verteidigung den Lauf der deutschen Mannschaft stoppen sollte? Eben. Das wäre ja annähernd so, als würde Deutschland im Viertelfinale einer WM gegen, sagen wir, Bulgarien verlieren.

Also sind wir bereits in Belo Horizonte angekommen. Es ist der 8. Juli, der Tag des Halbfinales, es ist heiß, und der Gegner heißt Italien. Schon wieder Italien, wieder ein Halbfinale wie schon 1970 (Sieger Italien), wie schon 2006 (Sieger Italien), wie schon 2012 (Sieger Italien).

Aber wir haben 2014, die Deutschen werden die Nationalhymne aus vollem Halse singen, und Toni Kroos wird dieses Mal keine Manndeckung gegen Andrea Pirlo spielen. Der Bundestrainer hat mehrfach betont, dass er aus dem verlorenen Vorschlussrundenspiel bei der EM im Vorjahr, als sein Team auch aufgrund von löwschen Taktikfehlern 1:2 unterlag, seine Lehren gezogen habe. Das nehmen wir ihm jetzt einfach mal ab. Deutschland gewinnt also, weil auch Pirlo selbst mit der verwegensten Barttracht irgendwann nicht mehr leugnen kann, dass auch er älter wird.

Im zweiten Halbfinale treffen einen Tag später in São Paulo die beiden Südamerikaner Uruguay und Argentinien aufeinander. Titelverteidiger Spanien ist vorher schon ausgeschieden, die Spieler stehen mittlerweile im Herbst ihrer Schaffenskraft. Ihre Mittelfeldstrategen Xavi und Andres Iniesta haben dasselbe Problem wie Pirlo. Es ist das Alter.

So kommt es am 13. Juli, es ist kein Freitag, zum großen Finale: Deutschland gegen Argentinien in Rio de Janeiro. Neuauflage der Endspiele 1986 (Sieger Argentinien) und 1990 (Sieger Deutschland). 1986 gewannen die Argentinier, weil sie den besten Einzelspieler in ihren Reihen hatten, Diego Maradona. 1990 gewannen die Deutschen, weil sie den besten Einzelspieler in den Reihen hatten. Lothar Matthäus.

2014 hat Argentinien Lionel Messi.

insgesamt 79 Beiträge
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spon-facebook-10000424914 07.12.2013
1. Bester Einzelspieler?
Im Finale 1990 war das doch, mit Verlaub, Diego Buchwald. Legendär sein Übersteiger(gegen Maradona?)!
juergenfinger 07.12.2013
2. weisheit der gasse
es gibt so schöne sprüche : die nürnberger hängen keinen, sie hätten ih denn und man soll das fell des bären nicht verteilen, ehe er erlegt ist.heißt: es kann durchaus auch dumm laufen und mitte juli werden die fahnen mit den schlandfarben eingerollt.
mrmink 07.12.2013
3. Bla,bla,bla
Die Spiele der Vorrunde müsse. Erst mal gespielt und gewonnen werden. Portugal ist immer gefährlich und Ghana bei den hohen Temperaturen im Vorteil. Klinsi wird sich bestimmt was einfallen lassen und dies wird für ihn das wichtigste Spiel seiner Trainer Karriere um hier allen zu beweisen, das er der bessere Trainer für unsere Nationalelf war und ist. Also ich freue mich auf die WM denn es geht direkt richtig los und wird spannend von Anfang an.
caronaborealis 07.12.2013
4. optional
Ein geschmackloser Artikel, geprägt von deutscher Arroganz. Immerhin - Weltmeister wird dann halt doch Argentinien.
ofelas 07.12.2013
5. langsam an
den Tag nicht vor dem Abend loben....
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