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Wunsch der Klub-Bosse: WM in Katar soll im Frühjahr stattfinden

Neue Idee im Streit über die Fußball-WM in Katar: Die Chefs der europäischen Top-Klubs schlagen vor, das Turnier 2022 im April und Mai auszutragen - wegen der hohen Temperaturen im Emirat.

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Rummenigge: "Alles ein Stück vorziehen"

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar soll vom 28. April bis 29. Mai 2022 stattfinden, den Termin schlägt die Europäische Klub-Vereinigung (ECA) vor. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE will die ECA diesen konkreten Zeitraum beim Treffen der Taskforce des Weltverbands FIFA am 3. November präsentieren.

Wegen der in Katar herrschenden Sommerhitze von bis zu 40 Grad gilt eine zeitliche Verlegung der WM als wahrscheinlich, bislang war als Alternative aber lediglich über die Wintermonate diskutiert worden. Im April und Mai, so argumentiert die ECA, seien die Temperaturen in dem arabischen Emirat "signifikant niedriger" als im Juni und Juli. Sie lägen auf einem Niveau, wie es auch bei Spielen der WM 2014 in Brasilien geherrscht habe.

Die ECA, der Lobbyverband, der die Interessen der mächtigsten Fußballvereine der Welt gegenüber Uefa, Fifa und europäischer Politik vertritt, sieht bei einem Turnier im Frühjahr "die geringsten Folgen für den Fußballkalender", wie es in dem Vorschlagspapier heißt. Um die vorangehende Saison rechtzeitig vor dem WM-Turnier beenden zu können, müsse der Start der nationalen Ligen in Europa im Jahr 2021 "um maximal zwei Wochen" vorgezogen werden. Auch wäre es möglich, die europäischen Klub-Wettbewerbe anzupassen: So müsse die K.-o.-Runde in der Champions League in zwei statt bislang vier Wochen ausgespielt werden. Vom 18. April an könnten die Spieler für ihre Nationalteams freigestellt werden, kalkuliert die ECA.

"Wenn man alles ein Stück vorzieht, braucht der Kalender nicht revolutioniert werden", sagt der ECA-Vorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Der Vorstandschef des FC Bayern München hält wenig davon, die WM noch weiter vorzuverlegen. 2022 werden die Olympischen Winterspiele stattfinden. "Wir sollten zeitlich nicht dagegen antreten", meint Rummenigge. "Das würde dem Fußball nicht gut zu Gesicht stehen, er ist schon prominent genug. Solch ein Schritt würde von der Öffentlichkeit zu Recht kritisch gesehen werden."

hac

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1. War es nicht auch Herr Rummenigge..
missbrauchtewähler 30.10.2014
..der mit teuren Uhren, aus Katar kommend, am Zoll erwischt wurde? Sollte man diesen offensichtlich bestochenen Typen nicht sinnvollerweise das Mandat entziehen?
2. Die Chefs ...
uvg 30.10.2014
der deutschen Top-Clubs sind offenkundig nicht in der Lage, der FIFA nachdrücklich klar zu machen, wer das Sagen in der causa KATAR am Ende hat. Also knicken sie demütig vor Herrn Blatter nieder und befolgen artig seine Befehle.
3. Sinnlose Verschiebung
login37 30.10.2014
Beschäftigen die Herren sich auch mal mit dem Klima vor Ort? Ende Mai ist es in Katar genau so warm wie im Juni/Juli. Was soll so eine Verschiebung? Wenn man es deutlich kühler haben will, muss man bis spätestens Mitte April durch sein, also allerspätestens Anfang März mit der WM beginnen. Davon abgesehen ist die ganze Berichterstattung zu dem "Problem" eigenartig. Katar ist uns zur Sommerzeit 2 Stunden voraus. Man wir die Anstoßzeiten im Hinblick auf die europäischen Fernsehzuschauer hin optimieren. Wenn um 20 und 22 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit angestoßen wird, dann ist es in Katar schon Nacht und die Temperaturen sinken auch im Sommer nachts auf um die 30 Grad. Solche Temperaturen hatte man in Brasilien jetzt teilweise auch. War kein Drama. Es wird möglich sein, die Temperatur in den Stadien noch um 5 Grad auf 25 Grad herunter zu kühlen. Die Spiele selbst sind also überhaupt kein Problem. Das Problem sind zum einen die Trainingsmöglichkeiten für die 32 Mannschaften tagsüber. Aber da muss Katar dann eben entsprechend Geld in die Hand nehmen und schauen, wie sie 25 Grad auf den Trainingsplätzen hinbekommen. Das andere Problem sind die Fans. Alkohol plus Temperaturen von tagsüber bis zu 50 Grad ergibt Tote. Dazu ist aber auch relevant, ob es während der WM überhaupt Ausnahmen geben wird. Wie in den meisten islamischen Ländern ist Alkohol normalerweise verboten und bestenfalls in einigen Hotels und Restaurant gegen sehr viel Geld erhältlich. Die üblichen Bierbesäufnisse der Fans fallen dann aus.
4. Ja nee, is klar
dr.hammer 30.10.2014
Prima Vorschlag von Kalle. Man könnte darüberhinaus die Bundesliga generell auf 27 Spieltage verkürzen, dann ist der FC Bayern eh schon Meister. Heiss wirds bei der Wüsten-WM Ende Mai aber trotzdem: http://www.geo.de/reisen/community/reisen/katar/klima
5. Ramdan Kareem
jakedxb 30.10.2014
Ehm...schonmal geschaut wann Ramadan im Jahre 2022 stattfindet? Genau, im April und Mai...tolle Idee
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