WM-Lostöpfe komplett DFB-Team droht Vorrunde mit Spanien oder England

Die WM-Teilnehmer stehen fest - und damit auch die vier Lostöpfe. Das Resultat: Deutschland könnte zwar einen Top-Gegner erwischen, aber Grund zur Furcht herrscht trotzdem nicht. Dafür sorgt der Modus.

Deutschlands Leroy Sané, Englands Harry Maguire (hinten)
REUTERS

Deutschlands Leroy Sané, Englands Harry Maguire (hinten)


Peru hat sich als 32. und letzte Nation die WM-Teilnahme gesichert. Damit stehen nun auch die Lostöpfe für die WM-Auslosung am 1. Dezember in Moskau fest. Der Weltverband Fifa veröffentlichte die Einteilung für die Zeremonie im Moskauer Kreml. Weltmeister Deutschland wird im ersten Topf sein und kann somit in der Gruppenphase nicht auf andere Titelkandidaten wie Brasilien, Argentinien oder Frankreich treffen.

Ein Vorrundenduell mit Spanien oder England, die in Topf zwei sind, ist hingegen möglich. Die 32 Teams wurden gemäß ihren Weltranglistenplatzierungen vom Oktober den vier Töpfen zugeteilt.

Allerdings: Eine wirkliche Hammergruppe droht dem DFB-Team trotzdem nicht. Sollte es etwa Spanien zugelost bekommen, könnte es nicht gleichzeitig auch Dänemark, Schweden oder Island erwischen, die Top-Teams aus dem dritten Lostopf. Denn: In der Vorrunde können maximal zwei Teams aus Europa in einer Gruppe aufeinandertreffen. Aus den anderen Konföderationen können die jeweiligen Teams nicht in eine Gruppe gelost werden.

Hier sind die Lostöpfe im Überblick:

Topf 1: Russland (Gastgeber), Deutschland (Weltranglistenplatz 1), Brasilien (2), Portugal (3), Argentinien (4), Belgien (5), Polen (6), Frankreich (7)

Topf 2: Spanien (8), Peru (10), Schweiz (11), England (12), Kolumbien (13), Mexiko (16), Uruguay (17), Kroatien (18)

Topf 3: Dänemark (19), Island (21), Costa Rica (22), Schweden (25), Tunesien (28), Ägypten (30), Senegal (32), Iran (34)

Topf 4: Serbien (38), Nigeria (41), Australien (43), Japan (44), Marokko (48), Panama (49), Südkorea (62), Saudi-Arabien (63)

mon/dpa



insgesamt 60 Beiträge
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Seite 1
deepocean 16.11.2017
1. England oder Spanien wären ein Glücksfall!
Wenn wir einen der beiden in der Gruppenphase bekommen wäre das kein Beinbruch. Dann hätten wir die in der KO-Phase, wenn überhaupt, erst spät...... Interessant an der Auslosung ist allein, wie die Gruppenköpfe besetzt sind, bzw. wann wir auf Frankreich oder andere Favoriten treffen.....
gnarze 16.11.2017
2. Gerne doch
Spanien oder England in der Vorrunde, damit würden wir den Kroaten(Topf2) und den sehr unangenehmen Serben aus dem Weg gehen, die in Topf 4 gelandet sind. Wobei eigentlich (auch in der Vorrunde) jeder Gegner geschlagen werden muss, wenn man Weltmeister werden will. Auf der anderen Seite kann so ein Turnier lang werden, da wäre es nicht verkehrt, wenn man sich in der Vorrunde noch ein paar Körner sparen kann.
chb_74 16.11.2017
3. England? Super!
England in der Vorrunde ist doch toll, dann kann unsere Mannschaft sie schon in der Vorrunde spektakulär "abschießen". :-) Ganz ehrlich: nach den letzten großen Turnieren sollte bitte damit aufgehört werden, England als ein irgendwie großes Team zu bezeichnen. Das ist Mittelmaß mit miesen Torhütern, nicht mehr. Spanien hat seinen Zenit auch momentan hinter sich, genauso wie Italien (die eh' nicht dabei sind).
dietmr 16.11.2017
4. Hohle Gruppenköpfe
Sorry, Weltrangliste hin oder her, aber Spanien ist m.E. auf jeden Fall stärker einzuschätzen als Belgien (nie über die Rolle des "Geh-heim-Favoriten" hinausgekommen), Polen (erstaunlich, dass die überhaupt mal eine Quali-Gruppe gewonnen haben) und - EM-Titel hin oder her - selbst Portugal. Das zeigt letztlich nur, wie fragwürdig (jedenfalls wenn es um drei, vier Plätze hin oder her geht) die Weltrangliste ist. Und auch England würde ich zumindest vor Polen sehen ... (aber da kann man sich streiten). Insofern sollte man dringend über eine Reform der Weltrangliste nachdenken - oder über weitere Kriterien, die z.B. das Abschneiden bei früheren Turnieren (ich würde sagen, zumindest zwei WM- und EM-Turniere zurück) stärker berücksichtigen. Und dann wäre klar, dass Spanien vor Polen und Belgien steht.
dietmr 16.11.2017
5. Gruppenköpfe
Sorry, Weltrangliste hin oder her, aber Spanien ist m.E. auf jeden Fall (zumindest inzwischen wieder) stärker einzuschätzen als Belgien (trotz De Bruyne, die Belgier sind noch nie über die Rolle des "Geh-heim-Favoriten" hinausgekommen), Polen (erstaunlich, dass die überhaupt mal eine Quali-Gruppe gewonnen haben) und - EM-Titel hin oder her - selbst Portugal (die ja eher schwächer sind, wenn CR7 mitspielt - das hat ja gerade die letzte EM gezeigt). Das zeigt letztlich nur, wie fragwürdig (jedenfalls wenn es um drei, vier Plätze hin oder her geht) die Weltrangliste ist. Und auch England würde ich zumindest vor Polen sehen ... (aber da kann man sich streiten). Insofern sollte man dringend über eine Reform der Weltrangliste nachdenken - oder über weitere Kriterien, die z.B. das Abschneiden bei früheren Turnieren (ich würde sagen, zumindest zwei WM- und EM-Turniere zurück) stärker berücksichtigen. Und dann wäre klar, dass Spanien vor Polen und Belgien steht.
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