Playoffs Ronaldo schießt Portugal zur WM, Frankreich schafft das Wunder

Frankreich hat sich doch noch die WM-Teilnahme gesichert. Im Playoff-Rückspiel gegen die Ukraine machte die Équipe Tricolore den Rückstand aus dem Hinspiel wett. Im Duell der Superstars siegte Portugals Cristiano Ronaldo gegen Schwedens Zlatan Ibrahimovic. Auch Olympiasieger Mexiko ist dabei.

Cristiano Ronaldo: Beste Show mit drei Toren
AFP

Cristiano Ronaldo: Beste Show mit drei Toren


Hamburg - Frankreich ist bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien dabei. Im Playoff-Rückspiel gegen die Ukraine feierte die Equipe Tricolore um Franck Ribéry ihr erhofftes Fußball-Wunder und machte durch einen 3:0 (2:0)-Sieg die 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel wett. In der Partie zwischen Schweden und Portugal lieferten sich die beiden Superstars Zlatan Ibrahimovic und Cristiano Ronaldo ein packendes Duell, das Ronaldo am Ende mit einem Dreierpack beim 3:2-Sieg Portugals für sich entschied und seinem Team so die WM-Teilnahme sicherte. Auch Kroatien und Griechenland können sich auf Brasilien freuen.

Frankreich war der Wille von der ersten Minute an anzumerken. Angetrieben von den eigenen Fans im Stade de France erspielte sich die Elf von Trainer Didier Deschamps fast im Minutentakt Chancen. Die Ukraine hatte dem Druck der Gastgeber nur wenig entgegenzusetzen. Bis zum ersten Treffer mussten die Zuschauer dennoch bis zur 22. Minute warten. Nachdem Ukraines Torhüter Andrij Pjatow einen Distanzschuss noch mit einer starken Parade abwehren konnte, nutzte Mamadou Sakho den Abpraller und staubte zum 1:0 ab.

Mit der Führung im Rücken drängte Frankreich auf den zweiten Treffer. Erst verzog Mathieu Valbuena aus guter Position knapp (26. Minute), vier Minuten später scheiterte der Mittelfeldspieler von Olympique Marseille mit einem Distanzschuss an Pjatow. Die Equipe Tricolore ließ sich von den vergebenen Chancen aber nicht beirren - und wurde für ihre Bemühungen belohnt. Karim Benzema nutzte eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft der Gäste und vollendete aus kurzer Distanz zum 2:0 (34.). Das Tor hätte allerdings nicht zählen dürfen, der Stürmer von Real Madrid stand bei seinem Abschluss im Abseits.

Kurz vor der Halbzeit wäre die Ukraine durch Jewhen Konopljanka fast aus dem Nichts zum Anschlusstreffer gekommen (45+2.). Den Schuss des Mittelfeldspielers konnte ein französischer Abwehrspieler aber gerade noch vor der Linie für seinen schon geschlagenen Keeper Hugo Lloris klären.

Die Ukraine musste nach dem Seitenwechsel direkt den nächsten Rückschlag einstecken. Nach einem Foul an Ribéry musste Jewhen Chatscheridi mit Gelb-Rot den Platz verlassen (47.). Trotz Überzahl war Frankreich anschließend nicht mehr so dominant wie in der ersten Hälfte. Das zweite Tor von Sakho (72.) sicherte den Gastgebern aber schließlich die WM-Teilnahme.

Ibrahimovic trifft doppelt, Ronaldo dreifach

Im Stockholmer Vorort Solna hat Ronaldo Portugal im Wettschießen der Superstars die WM-Teilnahme gesichert. Der Torjäger von Real Madrid, der bereits beim 1:0 im Hinspiel getroffen hatte, erzielte alle drei Tore (50./77./79.) beim 3:2 (0:0) der Portugiesen im Rückspiel in Schweden. Zlatan Ibrahimovic hatte die Schweden mit einem Doppelpack (68./72.) zwischenzeitlich hoffen lassen.

Portugal bestimmte über weite Strecken die Partie, nutzte aber vor allem im ersten Durchgang keine seiner zahlreichen Torchancen. Bei den Gastgebern war lediglich Ibrahimovic in der Lage, ernsthaft Paroli zu bieten. Bezeichnenderweise fielen seine beiden Treffer nach Standardsituationen. Erst köpfte Ibrahimovic nach einem Eckball ein, dann verwandelte er einen Freistoß aus 18 Metern direkt.

Anders Ronaldo, der einmal mehr seine Qualitäten unter Beweis stellte. War der 28-Jährige im Hinspiel noch per Flugkopfball erfolgreich gewesen, schloss er diesmal drei Konter ab. Die ersten beiden Treffer waren nahezu identische Linksschüsse, den Siegtreffer erzielte Ronaldo mit rechts.

Griechenland, Kroatien und Mexiko können jubeln

Bayern-Angreifer Mario Mandzukic hat Kroatien zur WM geschossen, wird nach seiner Roten Karte im Playoff-Rückspiel gegen Island bei den Titelkämpfen in Brasilien aber zunächst gesperrt fehlen. In Zagreb erzielte Mandzukic beim 2:0 (1:0)-Erfolg über Außenseiter Island in der 27. Minute den wichtigen Führungstreffer. Kurz vor der Pause wurde der Münchner Mittelstürmer dann nach einem groben Foulspiel vom Platz gestellt. Trotzdem beseitigte Kroatiens Kapitän Darijo Srna zwei Minuten nach der Halbzeitpause die letzten Zweifel. Das Hinspiel in Island war torlos ausgegangen.

Auch Griechenland kann sich auf Brasilien freuen. Nach dem 3:1-Hinspielsieg gegen Rumänien reichte dem Team ein 1:1 im Rückspiel zur WM-Teilnahme. Torjäger Konstantinos Mitroglou hatte die Gäste in Führung gebracht (23.). Ein Eigentor von Vasilios Torosidis (55.) bescherte den Gastgebern den Ausgleich.

Olympiasieger Mexiko kam nach einem 5:1-Erfolg im Hinspiel gegen Neuseeland auch im Relegations-Rückspiel in Wellington zu einem 4:2 (3:0)-Sieg. Mann des Spiels war Oribe Peralta, dem ein Hattrick gelang. Der 29-Jährige von Santos Lagos traf in der 14., 29. und 33. Minute. In der 86. Minute setzte Carlos Pena den Schlusspunkt. Chris James (80./Elfmeter) und Rory Fallon (82.) trafen für die Gastgeber in der vom deutschen Schiedsrichter Felix Brych geleiteten Begegnung.

mib/sid/dpa



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kzr 19.11.2013
1. Immer das gleiche mit dem French Bashing Spiegel...
Karim Benzema hatte in der 30te schon zum 2:0 geschossen. Das Tor hätte allerdings zählen dürfen. Der Stürmer von Real Madrid stand bei seinem Abschluss nicht im Abseits. Es wurde aber anders bewertet. Na ja.
funnyone2007 19.11.2013
2. alle 3 Stars wurden ihrem Ruf gerecht
Ibra, Ronaldo, Ribery haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Schade, dass Ibra nicht zur WM kann, mir wäre Schweden lieber als Griechenland gewesen, aber das ist eben ein Losverfahren wer gegen wen spielt. Auch die Ukraine schätze ich stärker als Griechenland ein.
Miere 20.11.2013
3. WM fällt leider aus
Tja, schade. Dann müssen sie die WM wohl absagen. Denn ohne Herrn Ibrahimovic geht's ja nicht. Das hat er selbst gesagt, also muss es stimmen.
ballamanni 20.11.2013
4.
Es ist eine Schande dass Schweden nicht dabei ist, die Griechenland oder Island abgeschossen hätten... Die Fifa ist ein korrupter Drecksladen mit immer fraglicheren Änderungen.
Geneviéve 20.11.2013
5. Verdient.
Sicher war das zweite Tor abseits, aber kurz zuvor wurde den Bleus ein reguläres Tor aberkannt. Diesmal kann man ihnen also keinen Vorwurf machen. Wenn sie in Brasilien so spielen, bringen sie es weit. Un Brasilien ist gutes Pflaster für die Equipe Tricolore.
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