WM-Playoffs Kroatien und Schweiz auf Kurs

Kroatiens Top-Stars haben Skibbes Griechen kaum eine Chance auf die WM gelassen. In Nordirland benötigten die Schweizer einen umstrittenen Elfmeter, um das Hinspiel für sich zu entscheiden.

Ivan Perisic feiert sein 3:1 gegen die Griechen
AFP

Ivan Perisic feiert sein 3:1 gegen die Griechen


Michael Skibbes Traum von der Rückkehr auf die WM-Bühne ist schon fast geplatzt. Der frühere Bundestrainer unterlag mit Griechenland in Zagreb 1:4. Die Schweiz geht nach einem 1:0-Sieg in Belfast als Favorit in das Playoff-Rückspiel am Sonntag.

Kroatien - Griechenland 4:1 (3:1)

Per Elfmeter traf Real Madrids Luka Modric zur frühen Führung (13. Minute) für Kroatien. Griechenlands Torwart Orestis Karnezis hatte zuvor den Ball vertändelt und anschließend Gäste-Stürmer Nikola Kalinic gefoult. Kalinic selber erhöhte auf 2:0 (19.). Nach dem Anschlusstreffer von Dortmunds Sokratis (30.) sorgten Ivan Perisic (33.) und Hoffenheims Andrej Kramaric (49.) für klare Verhältnisse.

Aus Angst vor Ausschreitungen waren bei der Partie keine Auswärtsfans zugelassen. Auch die Kroaten müssen beim Rückspiel am Sonntag auf Anhang verzichten. 2011 hatte es in der EM-Qualifikation Krawalle gegeben, daher entschieden sich die Verbände für verschärfte Sicherheitsmaßnahmen.

Tore:
1:0 Modric (13., Foul-Elfmeter)
2:0 Kalinic (19.)
2:1 Sokratis (30.)
3:1 Perisic (33.)
4:1 Kramaric (49.)
Kroatien: Subasic - Vrsaljko, Lovren, Vida, Strinic - Brozovic, Rakitic - Kramaric (82. Vlasic), Modric (89. Pasalic), Perisic - Kalinic (76. Rebic)
Griechenland: Karnezis - Papadopoulos, Sokratis, Tzavellas - Maniatis (46. Retsos), Stafylidis (71. Bakasetas) - Tziolis - Zeca, Samaris (62. Tachtsidis) - Fortounis - Mitroglou
Schiedsrichter: Rocchi (Italien)
Gelbe Karten: - /Karnezis, Zeca, Bakasetas

Nordirland - Schweiz 0:1 (0:0)

In Belfast war die Schweiz schon vor der Pause die bessere Mannschaft, zeigte sich weitgehend unbeeindruckt von der hitzigen Atmosphäre. Der ehemaliger Gladbacher Granit Xhaka und der Ex-Frankfurter Haris Seferovic vergaben jedoch beste Chancen für die Gäste, die sich zuletzt dreimal in Serie die WM-Teilnahme gesichert hatten.

Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff verfehlte auch ein Schuss des Ex-Münchners Xherdan Shaqiri (46.) das Ziel um Zentimeter. Erst ein umstrittener Elfmeter brachte die Führung durch den Ex-Wolfsburger Ricardo Rodríguez (58.). Nordirlands Corry Evans bekam einen Schuss von Shaqiri aus kurzer Distanz an den angelegten Oberarm, der Verteidiger wendete sich bei dem Schuss sogar noch ab.

Tor:
0:1 Rodríguez (58., Handelfmeter)
Nordirland: McGovern - McLaughlin, Evans (65. Saville), McAuley, Brunt - Davis, Evans, Dallas (52. Ward), Magennis, Lafferty (78. Washington)
Schweiz: Sommer - Lichtsteiner, Schär, Akanji, Rodríguez - Xhaka, Zakaria - Shaqiri, Dzemaili (83. Frei), Zuber (87. Mehmedi) - Seferovic (77. Embolo)
Schiedsrichter: Hategan (Rumänien)
Gelbe Karten: Evans / Schär

In einer früheren Version des Textes wurde Kroatiens Nikola Kalinic als Fiorentina-Stürmer bezeichnet. Tatsächlich steht er zwar bei AC Florenz unter Vertrag, ist in dieser Saison aber an AC Mailand ausgeliehen.

sak/sid



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
tromsø 10.11.2017
1. Geschenk, nicht umstritten
Der Strafstoss für die Schweiz war ein Geschenk. Hat sogar der Kommentator des Schweizer Fernsehens trotz seiner Emotionalität so gesehen. Die Schulter kann man halt nicht abschrauben. Arme waren angelehnt. Oder um es noch bildlicher zu sagen. Hätte der Ball nicht den Oberarm/Schulter getroffen, wäre der Rumpf getroffen worden. Aber was reg ich mich auf. Die Handselfmeter werden meiner Meinung nach sowieso viel zu schnell gepfiffen, grundsätzlich. Und als Schweizer profitier ich ja in diesem Fall von diesem Umstand. Dennoch klare Fehlentscheidung ohne Intepretationsspielraum.
hcsir 10.11.2017
2.
Zitat von tromsøDer Strafstoss für die Schweiz war ein Geschenk. Hat sogar der Kommentator des Schweizer Fernsehens trotz seiner Emotionalität so gesehen. Die Schulter kann man halt nicht abschrauben. Arme waren angelehnt. Oder um es noch bildlicher zu sagen. Hätte der Ball nicht den Oberarm/Schulter getroffen, wäre der Rumpf getroffen worden. Aber was reg ich mich auf. Die Handselfmeter werden meiner Meinung nach sowieso viel zu schnell gepfiffen, grundsätzlich. Und als Schweizer profitier ich ja in diesem Fall von diesem Umstand. Dennoch klare Fehlentscheidung ohne Intepretationsspielraum.
Nun ja, sie waren nicht der Schiedsrichter, sondern haben es erst in der Wiederholung gesehen und das aus anderem Blickwinkel. Nachher ist man immer klüger. Das war schon immer so.
dachhase 10.11.2017
3. War es Aubameyang
der einen zu unrecht erhaltenen Elfmeter so geschossen hat, das er gehalten wurde? Wo bleibt das Fairplay? Den Kasten Bier, so war bei uns die Regel für verschiedene Elfer, sollte sich Rodriguez eigentlich leisten können.
hodilje 10.11.2017
4. gott sei dank
gut, dass die destruktive Spielweise der griechen nicht auch noch belohnt wurde. kroaten waren gestern klar besser.
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