WM-Playoffs Ronaldo besiegt Ibrahimovic, Frankreich unterliegt Ukraine

Im Duell der Superstars hat Portugals Cristiano Ronaldo in den WM-Playoffs den Hinspiel-Sieg gegen Zlatan Ibrahimovics Schweden gesichert. Frankreich steht nach der Pleite in der Ukraine enorm unter Druck. Griechenland kann hingegen bereits Flugtickets nach Brasilien reservieren.

Portugals Superstar Ronaldo: Siegtreffer gegen Schweden
REUTERS

Portugals Superstar Ronaldo: Siegtreffer gegen Schweden


Hamburg - Die großen Töne im Vorfeld hatte Zlatan Ibrahimovic gespuckt, die Antwort hat Cristiano Ronaldo auf dem Platz gegeben. Im Hinspiel der Qualifikations-Playoffs zur Weltmeisterschaft erzielte der Superstar von Real Madrid in der 82. Minute mit einem Flugkopfball das Tor des Spiels, Portugal gewann gegen Schweden 1:0 (0:0). Damit haben die Portugiesen eine gute Ausgangslage, um sich im Rückspiel am Dienstag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) für das Turnier in Brasilien zu qualifizieren.

Ronaldo und Ibrahimovic ("Die WM braucht Zlatan mehr als Ronaldo") konnten, anders als erwartet, zunächst keine großen Akzente setzen. Ibrahimovic hatte seine beste Szene in der ersten Halbzeit, als er den Ball an der Strafraumgrenze für Sebastian Larsson durchließ. Dessen Schuss parierte Rui Patricio (20.). Zwei Minuten später verfehlte Kim Källström mit einem Freistoß aus 18 Metern nur knapp das Tor. Die Schweden hatten in der ersten Hälfte die besseren Chancen, Portugal dominierte das Spiel und hatte 63 Prozent Ballbesitz.

Nach der Pause spielten die Portugiesen etwas zielstrebiger und kamen dem Führungstor näher. Zunächst verfehlte Abwehrchef Pepe mit einem Kopfball knapp das Tor (63.), dann scheiterte Nani mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an Schwedens Torwart Andreas Isaksson (69.). Gegen Ronaldos Kopfball war der Keeper aber machtlos, Miguel hatte per Flanke aufgelegt.

Zwei Gegentore und Rote Karte für Frankreich

Noch bitterer als für Schweden verlief das Hinspiel für Frankreich um Top-Star Franck Ribéry vom FC Bayern. Die "Équipe Tricolore" verlor in der Ukraine 0:2 (0:0), Roman Zozulya (61. Minute) und Andrej Jarmolenko (82./Foulelfmeter) trafen für die Gastgeber. Am Dienstag (21 Uhr) steht Frankreich beim Rückspiel in Paris damit unter großem Druck. Es wäre die erste WM seit dem Turnier 1994 in den USA, die Frankreich verpassen würde.

Schon in der ersten Halbzeit war die Ukraine das aktivere Team, konnte aber keine klare Chancen herausspielen. Im zweiten Durchgang nutzte Zozulia zunächst die Verwirrung in der französischen Abwehr zum Führungstreffer. Laurent Koscielny brachte in der Schlussphase Zozulia zu Fall, den Strafstoß verwandelte Jarmolenko sicher. Weil Koscielny in der Nachspielzeit noch die Rote Karte sah, wird er im Rückspiel fehlen. Die Ukraine muss auf Alexander Kucher verzichten, er wurde mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.

Nullnummer zwischen Island und Kroatien

Island hat sich mit einer wackeren Defensivleistung den Traum von der ersten WM-Teilnahme bewahrt. Gegen die mit vier Bundesliga-Profis (Mario Mandzukic, Ivan Perisic, Ivo Ilicevic und Ivica Olic) angetretenen Kroaten kam der Außenseiter in Reykjavik zu einem 0:0. Islands Olafur Skulason sah für eine Notbremse gegen den Wolfsburger Perisic (51. Minute) die Rote Karte und wird beim Rückspiel am Dienstag (20.15 Uhr) in Zagreb fehlen. Die von Niko Kovac trainierten Gäste waren zwar deutlich überlegen, konnten aber keine ihrer zahlreichen Chancen nutzen.

Eine sehr gute Ausgangslage hat Griechenland, das 3:1 (2:1) gegen Rumänien gewann und kurz vor seiner dritten WM-Teilnahme nach 1998 und 2010 steht. Kostas Mitroglu (14.) brachte die Gastgeber in Führung, Bodgan Stancu (19.) glich für die Gäste aus. Dimitros Salpingidis (21.) brachte die Griechen erneut in Führung, Mitroglu (66.) traf schließlich zum Endstand. In der Nachspielzeit sah der Rumäne Costin Lazar die Gelb-Rote Karte. Das Rückspiel findet am Dienstag (20 Uhr) in Bukarest statt.

ham/sid/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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Anogianos 16.11.2013
1.
Super wenn Griechenland in Brasilien dabei wäre. 2004 Europameister 2014 Weltmeister. Warum nicht. Übrigens Griechenland wäre nach 2010 erst das zweite mal bei einer WM dabei.
Miere 16.11.2013
2. Yellowsubmarine, bring mir einen Fisch!
Gerade versuche ich mir vorzustellen, wie Herr Ribery mit einem ukrainischen Trockenfisch auf die schwächelnden Teamkollegen losgeht. Die aremoricanischen Ochsenkarrenfahrer streiken ja wohl mal wieder, also kein Frischfisch.
hfftl 16.11.2013
3.
Zitat von sysopREUTERSIm Duell der Superstars hat Cristiano Ronaldo mit Portugal in den WM-Playoffs den Hinspiel-Sieg gegen Zlatan Ibrahimovics Schweden gesichert. Frankreich steht nach der Pleite in der Ukraine enorm unter Druck. Und Griechenland hingegen kann bereits Flugtickets nach Brasilien blocken. http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-playoffs-portugal-besiegt-schweden-frankreich-unterliegt-ukraine-a-933922.html
Griechenland kann die Tickets buchen, die Ukraine aber nicht, obwohl sie mit 2:0 ein besseres Ergebnis erzielt hat als Griechenland mit 3:1? Da kann man nur erwarten, dass sich die Griechen diese flapsige Überheblichkeit nicht zu eigen machen werden.
bothrop 16.11.2013
4. Worl Cup Brasilien
Nur Naive und Desinformierte sind der Meinung dass im nächsten Jahr die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien reibungslos und ordnungsgemäß ablaufen wird. Das wird sich als großer Irrtum erweisen. Obwohl das brasilianische Volk weltweit zu den größten Fußballfanatikern gehört, ist es diesmal und mir Recht der Meinung, dass die Regierung die dafür vorgesehenen Milliarden in viel wichtigere Projekte hätte investieren müssen. Das gesamte Projekt welches Expräsident Lula mit Stolz von der FIFA entgegen nahm sollte dem Lande zu weltweitem Ansehen verhelfen. Das Gegenteil wird der Fall sein. Brasilien wird sich blamieren bis auf die Knochen.  An einigen Stadien wird noch bis zum letzten Moment an der Fertigstellung gearbeitet werden müssen.  Transporte, Zufahrtswege und Organisation sind in miserablen Zustand.  Es ist absolut keine Sicherheit gewährleistet. Die Kriminalität erhört sich täglich.  Demonstrationen, friedlicher und gewalttätiger Art, bis hin zum Vandalismus werden allgegenwertig sein. Grund: Der für Brasilien gewaltige Betrag hätte in die fehlende Infrastruktur – Häfen – Straßen – Metros –Flughäfen -, in die miserablen Bildung,- und Gesundheitssysteme investiert werden müssen.  In einigen Städten wurden und werden noch Stadien gebaut, die selbst über keine Fußballvereine verfügen. Stadien die wahrscheinlich nur zwei bis dreimal benutzt werden.  Für einige Teams wird es eine Zumutung, wenn nicht sogar eine Vergewaltigung sein, dass sie einmal im kühlen Süden Brasiliens und zwei Tage später im Saunaklima von Manaus oder Cuiabá spielen müssen. Bei der Vergabe dieser Spiele hat die FIFA vollkommen versagt und unüberlegt gehandelt. Noch verrückter wird es 2022 in Katar sein. Die Entscheidung den World Cup dort zu veranstalten, zeugt doch einwandfrei davon, dass es der FIFA nur um Geld geht und danach erst der Sport kommt.
Anogianos 16.11.2013
5. WM-Quali
Es wäre Super wenn sich Griechenland, die keinen großen Star in ihrer Mannschaft haben, für Brasilien qualifizieren würde. 2004 Europameister und 2014 Weltmeister. Warum nicht? P.S anm an die Red. Griechenland war bis jetzt nur zweimal bei einer WM 1994 und 2010.
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