WM-Pressestimmen: "Deutschland begann in typisch gnadenloser Art"

Die internationale Presse zeigt sich begeistert von dem Auftritt der deutschen Mannschaft: "Fantastischen Fußball" haben die Italiener gesehen, die Franzosen würdigen einen "Auftritt ohne Patzer". In Schweden ist man sich sicher, dass "Deutschland noch andere Mannschaften demütigen wird".

DFB-Spieler Khedira, Klose und Özil (v.l.n.r.): "Noch längst nicht alles gezeigt" Zur Großansicht
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DFB-Spieler Khedira, Klose und Özil (v.l.n.r.): "Noch längst nicht alles gezeigt"

ITALIEN:

La Repubblica: "Tor-Maschine Deutschland. Australien bleibt nur das Zusehen. Die Australier sind in vier Jahren ziemlich gealtert."

La Stampa: "Zu viel Deutschland. Die Deutschen geben der WM den ersten Stoß. Sie beherrschen das Spiel, aber Australien hat sich auch eilig ergeben. Ein multiethnischer Panzer mit vortrefflichen Füßen."

Corriere della Sera: "Das neue Deutschland schickt die Fantasie an die Macht. Es war eine Show des Paares Müller-Özil. Löws Team erteilt Australien eine Lektion. Das junge Deutschland hat einen fantastischen Fußball gespielt, den bisher besten bei dieser WM."

NIEDERLANDE:

Trouw: "Starkes Deutschland führt Australien vor."

De Telegraaf: "Superstart für Deutschland."

de Volkskrant: "Deutsche Stürmer toben sich nach Herzenslust aus."

BELGIEN:

De Standaard: "Deutschland hat einem langweiligen Wochenende mit Toren Farbe verliehen."

Het Laatste Nieuws: "Beeindruckende Deutsche zu stark für die Socceroos."

FRANKREICH:

Le Parisien: "Seinen Status als Anwärter auf den Titel zu verteidigen ist nicht leicht bei der Weltmeisterschaft. Beim ersten Spiel in Durban hat die deutsche Nationalmannschaft abgesahnt. Mit ein bisschen mehr Einsatz hätte sie noch vier Tore schießen können."

Libération: "Joachim Löw hat die zahlreichen Verletzungen genutzt, um die Mannschaft zu verjüngen und das Spiel zu ändern, das als unbeweglich galt. Die Deutschen überrollen alle, mit Özil als Drehscheibe, der nach allen Seiten Raketen abschießt."

Le Figaro: "Deutschland hat wie üblich einen Auftritt ohne Patzer hingelegt."

SCHWEDEN:

Aftonbladet: "Die jüngste WM-Elf hat noch längst nicht alles gezeigt. Aber mehr als alle anderen. Deutschland wird noch andere Mannschaften als Australien demütigen."

Expressen: "Plötzlich sind die Deutschen Titelfavorit. Habt ihr auch alle gesehen, wie fantastisch Özil, Khedira und Müller aufgespielt haben? Und Klose führte die WM in eine höhere Klasse."

DÄNEMARK:

B.T.: "Traumstart für Deutschland. Klose hat gezeigt, dass er ein ausgeprägter Turnierspieler ist."

Ekstra Bladet: "Das deutsche Angriffsorchester spielte mit voller Besetzung. Bisher war die deutsche Adelsmarke die Fähigkeit zu Erfolg ohne Schönheit. Was soll nur werden, wenn es jetzt auch noch Spaß macht, den Germanen zuzuschauen?"

SCHWEIZ:

Blick: "Jogi Löws junge Truppe feiert ein Schützenfest gegen Australien. Spätestens seit gestern ist klar: Auch bei dieser WM muss man mit den Deutschen rechnen!"

Neue Zürcher Zeitung: "Deutschland demontiert Australien. Ist eine deutsche Nationalmannschaft jemals spielerisch überzeugender in ein Turnier gestartet?"

Basler Zeitung: "Die Deutschen spielen Zauberfußball. Im Gegensatz zu anderen großen Nationen zog die DFB-Mannschaft ihre Taktik konsequent durch, erwies sich als ballsicher und kreativ."

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Deutschland vs. Australien: Starker Podolski, cooler Klose
SPANIEN:

Sport: "Deutschland zeigt sich so überwältigend wie immer, aber mit einem Fußball, der seit vielen Jahren nicht mehr zu sehen war."

As: "Deutschland ändert seinen Stil um den Spielmacher und ist bereits Titelkandidat. Özil hat bei Deutschland viel verändert."

Marca: "Mit Özil fliegen die Deutschen mit schwindelerregender Geschwindigkeit. Sie zeigen, dass sie voll in Form sind."

El País: "Deutschland hat wunderbar begonnen."

SÜDAFRIKA:

The Star: "Deutscher Blitzkrieg versenkt die Socceroos."

Citizen: "Deutschland macht Ernst! Die Deutschen beginnen ihre WM mit Macht."

Sowetan: "Socceroos wurden zerfetzt."

GROßBRITANNIEN:

Daily Telegraph: "Es ist Zeit, die Klischees zu verbannen und die Stereotypen über den deutschen Fußball dem Mülleimer der Geschichte anzuvertrauen. Ja, dieser Auftritt war effizient, gut organisiert und ziemlich mitleidslos. Aber er war auch geprägt von Flair, Unvorhersehbarkeit und jugendlicher Lebenslust."

The Times: "Umso mehr sich Deutschland verändert, desto mehr Dinge bleiben gleich. Während das Resultat so vorhersehbar war, wie es die Stereotypen vorschrieben - aber die Art dieses exquisiten Sieges war es überhaupt nicht. Es waren die Deutschen, aber nicht, wie wir sie kennen."

The Guardian: "Man neigte früher dazu, Deutschland als "effektiv", "roboterhaft" und sogar "verdrießlich" zu bezeichnen. Sie verdienen größeres Lob, und es wäre gut für die Weltmeisterschaft insgesamt, wenn andere Länder sich ein Beispiel nähmen und der Angriffslust nacheiferten."

The Sun: "Deutschland setzt die WM in Brand und erteilt eine richtige Fußball-Lektion. Joachim Löws Elf zeigte allen, wie das Spiel gespielt werden sollte. Das machte für England-Fans ein leidvolles Wochenende perfekt: Erst schafften wir es nicht, die USA zu schlagen, dann mussten wir zusehen, wie der alte Feind unsere Kumpels von "Down Under" auseinandernahm. Können wir bitte das Turnier noch einmal von vorn anfangen, Herr Blatter?"

The Mirror: "Deutschland begann die WM in typisch gnadenloser Art."

Daily Mail: "Lukas Podolski sorgt bei Deutschlands Spaziergang für die Zündung, aufgepasst, England, Deutschland wartet. Joachim Löws junge, weitgehend unerfahrene Mannschaft galt vorher nicht als Titelanwärter in Südafrika, aber dieser furchteinflößende Auftritt dürfte zu hastigen Revisionen dieser Ansicht führen."

ARGENTINIEN:

Clarín: "Deutschland liquidiert schwache Australier. Bei der WM lassen die Teutonen die Tarnung fallen und sind mit einem Spiel, das nicht unbedingt begeistert, aber sehr effektiv ist, plötzlich ein Kandidat für den Weltmeistertitel."

BRASILIEN:

O Globo: "Jünger, offensiver, vertrauter mit dem Ball. Es ist noch früh und Australien ist keine große Sache, aber es liegt der Eindruck in der Luft, dass ein neues Deutschland auftaucht: So fähig und mit einem schönen Fußballspiel, das nicht gesehen wurde seit dem letzen Titel 1990 mit Matthäus und Klinsmann."

Lance!: "Deutschland hat gewonnen, überzeugt und gezeigt, dass es zur Gruppe der Favoriten auf den WM-Titel gehört. Es ist gut, Deutschland im Auge zu behalten."

Estado de São Paulo: "Endlich hat einer der Titel-Favoriten einen überzeugenden Sieg erreicht."

Folha de São Paulo: "Deutschland trifft und beginnt den Rivalen schon Angst zu machen."

SERBIEN:

Danas: "Deutsche Lektion für die Kängurus."

Blic: "Panzer erniedrigen Australien - Deutsche Maschine."

Press: "Mächtige Panzer zeigen das bisher beste Spiel der WM."

Zusammengestellt von der dpa

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Weltmeister seit 1930
Jahr Weltmeister
1930 Uruguay (4:2 gegen Argentinien)
1934 Italien (2:1 n.V. gegen Tschechoslow.)
1938 Italien (4:2 gegen Ungarn)
1950 Uruguay (Finalgruppe*)
1954 Deutschland (3:2 gegen Ungarn)
1958 Brasilien (5:2 gegen Schweden)
1962 Brasilien (3:1 gegen Tschechoslow.)
1966 England (4:2 n.V. gegen Deutschland)
1970 Brasilien (4:1 gegen Italien)
1974 Deutschland (2:1 gegen Niederlande)
1978 Argentinien (3:1 n.V. gegen Niederl.)
1982 Italien (3:1 gegen Deutschland)
1986 Argentinien (3:2 gegen Deutschland)
1990 Deutschland (1:0 gegen Argentinien)
1994 Brasilien (3:2 n.E. gegen Italien)
1998 Frankreich (3:0 gegen Brasilien)
2002 Brasilien (2:0 gegen Deutschland)
2006 Italien (5:3 n.E. gegen Frankreich)
2010 Spanien (1:0 n.V. gegen Niederlande)
*Bei der WM 1950 gab es keine K.o.-Spiele. Der Weltmeister wurde in einer Finalgruppe ausgespielt.
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Deutsche Torhüter bei Fußball- Weltmeisterschaften
Platz Name Spiele
1. Sepp Maier 18 (1970: 5; 1974: 7; 1978: 6)
2. Harald Schumacher 14 (1982: 7; 1986: 7)
3. Bodo Illgner 12 (1990: 7; 1994: 5)
4. Oliver Kahn 8 (2002: 7; 2006: 1)
5. Hans Tilkowski 6 (1966)
5. Jens Lehmann 6 (2006)
5. Manuel Neuer 6 (2010)
5. Jürgen Croy 6 (1974 für die DDR)
9. Anton Turek 5 (1954)
9. Fritz Herkenrath 5 (1958)
9. Andreas Köpke 5 (1998)
12. Wolfgang Fahrian 4 (1962)
13. Willibald Kreß 3 (1934)
14. Rudolf Raftl 2 (1938)
14. Heinrich Kwiatkowski 2 (1954: 1; 1958: 1)
16. Hans-Jörg Butt 1 (2010)
16. Hans Jakob 1 (1934)
16. Horst Wolter 1 (1970)
Quelle: sid