WM-Qualifikation Mexiko dank USA-Sieg in der Nachspielzeit in den Playoffs

Ausgerechnet vom Erzrivalen USA hat Mexiko Schützenhilfe bekommen: Nur durch den Last-Minute-Sieg des Klinsmann-Teams zog die Mannschaft von Trainer Víctor Manuel Vucetich noch in die WM-Playoffs ein. Sicher in Brasilien dabei sind Chile, Honduras und Ecuador.

Mexikos Ayala (l.), Costa-Rica-Spieler Bolanos: Chance trotz Pleite
AP/dpa

Mexikos Ayala (l.), Costa-Rica-Spieler Bolanos: Chance trotz Pleite


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Hamburg - Die Nationalmannschaft von Mexiko hat die direkte Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien verpasst, erreichte aber dank der Mithilfe von Erzrivale USA noch die Relegation. Das Team von Trainer Víctor Manuel Vucetich verlor das zehnte und letzte Qualifikationsspiel der Concacaf-Gruppe in Costa Rica 1:2. Bryan Ruiz (26. Minute) und Alvaro Saborio (64.) trafen für den Gastgeber, Oribe Peralta (29.) war für Mexiko erfolgreich.

Aufgrund eines 3:2-Sieges in der Nachspielzeit der von Jürgen Klinsmann trainierten US-Amerikaner in Panama beendete Mexiko die Qualifikation jedoch noch auf Platz vier und kann sich somit in zwei Relegationsspielen gegen Neuseeland nachträglich für die WM qualifizieren.

Für die USA trafen Graham Zusi und Aron Johannsson in der 91. und 92. Minute und zerstörten somit Panamas Träume von der Relegation. Zuvor hatten Gabriel Torres (18.) und Luis Tejada (84.) die Führung für Panama herausgeschossen, Michael Orozco hatte zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen.

Neben den bereits für Brasilien qualifizierten USA und Costa Rica sicherte sich Honduras das dritte Direktticket der Concacaf-Zone. Bei den von Winfried Schäfer trainierten Jamaikanern kam Honduras zu einem 2:2 und ist zum dritten Mal nach 1982 und 2010 bei einer WM dabei. Carlos Yair Costly (1.) und Maynor Figueroa (33.) trafen für Honduras, Je-Vaughn Watson (3.) und Rodolph Austin (58.) für Jamaika.

Chile siegte dank der Tore von Alexis Sánchez (36.) und Arturo Vidal (39.) 2:1 (2:0) gegen Ecuador, für das Felipe Caicedo (67.) traf. Jubeln konnten aber beide über die erfolgreiche Qualifikation zur Endrunde im kommenden Jahr.

Uruguay muss hingegen trotz eines 3:2 (2:2)-Erfolgs gegen Argentinien in die Playoffs. Gegner dort ist Asienvertreter Jordanien. Vor über 60.000 Fans in Montevideo glich Maximiliano Rodríguez (15., 42.) die jeweilige Führung der Hausherren durch Cristian Rodríguez (7.) und Luis Suárez (35./Elfmeter) aus. Edinson Cavani (50.) erzielte das Siegtor.

Argentinien und Kolumbien, das zum Abschluss der Qualifikation 2:1 (1:1) in Paraguay gewann, hatten sich schon zuvor zwei der vier Direkttickets zur WM gesichert. Das 1:1 (1:1) zwischen Peru und Bolivien war nur noch von statistischem Wert.

WM-Teilnehmer 2014
    EUROPA (13 Teilnehmer)
    - Belgien (Sieger Gruppe A)
    - Italien (Sieger Gruppe B)
    - Deutschland (Sieger Gruppe C)
    - Niederlande (Sieger Gruppe D)
    - Schweiz (Sieger Gruppe E)
    - Russland (Sieger Gruppe F)
    - Bosnien-Herzegowina (Sieger Gruppe G)
    - England (Sieger Gruppe H)
    - Spanien (Sieger Gruppe I)

    Durch die Playoffs:
    - Portugal
    - Frankreich
    - Griechenland
    - Kroatien

  • SÜDAMERIKA (6 Teilnehmer)
    - Brasilien (Gastgeber)
    - Argentinien (Gruppensieger)
    - Kolumbien
    - Chile
    - Ecuador
    - Uruguay

  • NORD- und MITTELAMERIKA und KARIBIK (4 Teilnehmer)
    - USA (Gruppensieger)
    - Costa Rica
    - Honduras
    - Mexiko

  • AFRIKA (5 Teilnehmer)
    - Nigeria
    - Elfenbeinküste
    - Kamerun
    - Ghana
    - Algerien

ASIEN (4 Teilnehmer)
- Iran (Sieger Gruppe A)
- Japan (Sieger Gruppe B)
- Australien (2. Gruppe B)
- Südkorea (2. Gruppe A)



insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
maxehaxe 16.10.2013
1.
Der Anschluss für Mexiko (29.) viel vor dem 2:0? Das ist ja auch mal ne Neuheit. Im zweiten Absatz hat sich Mexiko dann gegen die USA eine Führung herausgeschossen. Oder ob da nicht doch Panama gemeint war... Werden Artikel denn heute nicht mehr Korrekturgelesen?
Stäffelesrutscher 16.10.2013
2.
Zitat von sysopAP/dpaAusgerechnet vom Erzrivalen USA hat Mexiko Schützenhilfe bekommen: Nur durch den Last-Minute-Sieg des Klinsmann-Teams zog die Mannschaft von Trainer Victor Manuel Vucetich noch in die WM-Playoffs ein. Sicher in Brasilien dabei sind Chile, Honduras und Ecuador. http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-quali-mexiko-dank-usa-sieg-in-den-playoffs-a-928081.html
Welcher Dilettant war denn da wieder am Werk? * Seufz * 1. In Costa Rica erzielte Oribe Peralta mitnichten "nur noch den Anschluss" zum 1:2, denn dann hätte es vorher 0:2 stehen müssen. Er erzielte vielmehr den zwischenzeitlichen Ausgleich. 2. In der nord- und mittelamerikanischen Qualifikation ausschließlich die USA als "die Amerikaner" zu bezeichnen, ist schon mehr als Satire. 3. Beim Spiel Panama - USA haben Gabriel Torres und Luis Tejada keineswegs "die Führung für Mexiko herausgeschossen".
mrschabak 16.10.2013
3. Falsche Tabelle oder falsche Berichterstattung
In der Abschlusstabelle steht Mexiko, die ja verloren haben, mit 11 Punkten auf Platz 4. Panama steht an Platz 5, allerdings mit nur 8 Punkten. Bis zum Zeitpunkt des Siegtreffers der Amerikaner, der laut SPON erst die Playoffs für Mexiko ermöglicht hat, hatte Panama aber trotzdem nur 9 Punkte. Irgendwas kann hier also nicht stimmen...
s1895 16.10.2013
4.
Zitat von mrschabakIn der Abschlusstabelle steht Mexiko, die ja verloren haben, mit 11 Punkten auf Platz 4. Panama steht an Platz 5, allerdings mit nur 8 Punkten. Bis zum Zeitpunkt des Siegtreffers der Amerikaner, der laut SPON erst die Playoffs für Mexiko ermöglicht hat, hatte Panama aber trotzdem nur 9 Punkte. Irgendwas kann hier also nicht stimmen...
Das dachte ich erst auch, aber die Wortwahl ist einfach ungünstig. Gemeint ist das so, weil die USA sowohl den Ausgleich, als auch den Siegtreffer in der Nachspielzeit (91. Und 92.) Erzielt haben. Sonst hätte Panama das bessere Torverhältnis bei ypunktgleichheit mit Mexiko gehabt. Ist einfach ein bisschrn undurchdacht formuliert von Spon. Bzw. Eher undurchdacht von kicker kopiert.
pmf2013 16.10.2013
5. Mexiko hat die Teilnahme nicht verdient
Als in Mexiko seit Jahren lebender Deutscher muss man klar sagen: Das mexikanische Nationalteam hat eine Teilnahme nicht verdient. Die spielen nur noch unkoordiniert und unterirdisch. Da ist jeder 2.Ligist besser. Der Kommentator beim gestrigen Spiel brachte es auf den Punkt: Welch Schande, in den letzten 2 Minuten Ueberspielzeit, von den USA ´gerettet´ werden zu muessen. ´Superstar´ Javier Hernandez, der bei Manchester fuer viele Millionen unter Vertrag ist, ist nur ein Beispiel dafuer, wie zusammengewuerfelt das Team ist und eben nicht als Einheit agiert.
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